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Mahler auf der Couch
 
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Mahler auf der Couch

Johannes Silberschneider , Barbara Romaner , Percy Adlon , Felix O. Adlon    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Johannes Silberschneider, Barbara Romaner, Karl Markovics
  • Regisseur(e): Percy Adlon, Felix O. Adlon
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 20. Januar 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 97 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00498NBFA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.050 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

MAHLER AUF DER COUCH ist ein alles andere als einfach zu goutierender Film. Er ist einerseits langsam erzählt und setzt auf große Worte, andererseits ergeht sich Percy Adlon in stilistischen Kinkerlitzchen, die eher ablenken, als dass sie der Story zuträglich sind. Das Ergebnis ist, dass man sich nur sehr schwer auf dieses historische Drama einlassen kann. Daran können auch die durchwegs guten Schauspieler nichts ändern. So ist MAHLER AUF DER COUCH ein sehr schwerer, wenig einschmeichelnder Film, der sich auch darin gefällt, dem Großteil seines Publikums fremd zu bleiben. Fazit: Ein Film für das sehr begrenzte Publikum hochgeistiger Cineasten.

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild ist absichtlich verfremdet. Das macht die Bewertung schwer, weil es eine Frage des persönlichen Geschmacks ist. Der Kontrast ist steil gestaltet, so dass helle Flächen richtiggehend erstrahlen. Das sieht man am Himmel, aber auch an weißen Anzügen (so etwa bei Freud). Die Schärfe ist mager ausgefallen. Das Bild wirkt sehr weich und schwammig. Rauschen ist erträglich. Der Ton ist dem Film angemessen. Wenn auf die Musik gesetzt wird, dann hat man ein Gefühl von Atmosphäre. Ansonsten ist der Film tonal eher frontlastig, wobei die Dialoge auch nur wenig direktionale Wirkung besitzen. Sie sind gut verständlich, zumindest meistens. Gelegentlich hat man das Gefühl, der während des Drehs aufgenommene Dialog ist nicht immer kristallklar. Effekte sind nur bisweilen auffällig. Es gibt ein halbstündiges Making Of, in dem Percy Adlon darüber spricht, was ihn an dem Film begeistert. Außerdem gibt es Informationen zu Mahler selbst. Für Musikfreunde ist die lange Featurette mit Esa zu empfehlen. Ansonsten hat man noch eine Bildergalerie und den Trailer. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Im Sommer 1910 sucht Gustav Mahler den Rat von Sigmund Freund. Denn das alternde Musikgenie plagt rasende Eifersucht: Ein Liebesbrief hat ihn wie ein Schlag getroffen - an ihn adressiert, aber für seine Frau Alma bestimmt. Der Absender, ein gewisser Walter Gropius, beschreibt darin seine Affäre mit Alma in allen Einzelheiten. Mahler ist zerstört. Was weiß dieser Jüngling schon von ihm und seiner geliebten Alma, von zwei Menschen, die die Musik auf ewig verbunden und erfüllt hat? Mahler, der gefeierte Weltstar, bekommt keine vernünftige Note mehr aufs Papier. Der Besuch bei Freud soll helfen und fördert ganz Erstaunliches zu Tage. Die dramatischen Details einer

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
hervorragender Kunstfilm 20. März 2011
Von B. Beck
Format:DVD
Herzergreifende sowie romantische Szenen - basierend auf ungekünstelten Fakten, die sowohl Mahlers als auch Almas Seite beleuchten - wechseln innerhalb einer genialen Dramaturgie und werden psychologisch und kompositorisch hintergründlich passend (siehe zb Mahlers 'innerer Aufschrei' als Neuntonklang & Briefszene) untermalt von Passagen der wundervollen 10. Mahler und weiteren Werken. Kann als Musikerin Percy und Felix Adlons 'Mahler auf der Couch' nur wärmstens empfehlen - ein musikalischer Kunstfilm auf hohem Niveau!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwach 25. April 2011
Format:DVD
Gustav Mahler sucht in seiner Verzweiflung über seine Eheprobleme Sigmund Freud auf, um sich bei diesem Hilfe zu holen.Dann erzählt der Film rückblickend, wie es zu dieser Situation gekommen ist: Mahlers Erfolge, wie er seine Frau Alma kennenlernte, erste Probleme, der Verlust seines Lieblings-Kindes etc.

Diese Rückblicke sind jedoch sehr sprunghaft eingeblendet, am Anfang findet man sich schlecht zurecht in einem Durcheinander aus verschiedenen Film-Sequenzen. In diesem Film wird außerdem wenig ausführlich behandelt: seine Musik wird nur kurz erwähnt, ebenso wie seine Außenwelt und die Konsultation von Freud. Im Vordergrund soll wohl seine Verzweiflung über/und die Eheprobleme stehen, aber dieses Thema wird dermaßen platt und einfach gestrickt präsentiert, dass man sich bereits nach einer halben Stunde fragt, wann der Film ENDLICH zu Ende ist.
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32 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Der historische Film ist eine schwierige Gattung. Für seine einzelnen Genres gibt es eine Fülle von Schubladen und auch Klischees, die durch eine lange Historie der Literatur und des Filmschaffens gewachsen sind. Es ist nicht einfach, deren Fallstricke zu umgehen und wirklich eigenständig und seiner Geschichte gegenüber adäquat aufzutreten. Allerdings gibt es positive Beispiele, wo es gelang und ein historischer Stoff in der Bearbeitung durch Autoren und/oder Filmregisseure seinen Reichtum auffaltet, z.B. Luchino Viscontis Mehrteiler "Ludwig II" von 1972 mit Helmut Berger, Romy Schneider und Trevor Howard.

"Mahler auf der Couch" von Felix und Percy Adlon zeigt in allen Kategorien, wie man es nicht machen sollte. Der Film ist Ausweis eines Scheiterns auf ganzer Linie und präsentiert das Elend des deutschen Films seit den 70er Jahren - nicht nur mit Blick auf den historischen Stoff sondern auch mit Blick auf alle nur denkbaren formalen Kriterien.

Bis zum Bersten aufgeladen mit vordergründiger Dramatik und jenem gespreizten, eitlen, äußerlichen Schauspiel, das so typisch für den bundesdeutschen Film ist, missrät schon der Einstieg vollkommen. Johannes Silberschneider als Gustav Mahler wird zum Klischeebild des Künstlertypus', wie ihn sich der Kleinbürger vorstellt. Vom Skript und der Inszenierung wird er bis zur Lächerlichkeit als geplagter Genius zurecht drapiert. Direkt von Anbeginn erscheint der Rollencharakter als Zerrbild - Ausdruck eines grundlegenden Missverständnisses seitens der Autoren.

Solch ein Hanswurst soll der Komponist und Dirigent Gustav Mahler gewesen sein? Und solch vulgäre Schnepfe mit pubertären Allüren und Attitüden, Alma Mahler in der Darstellung durch Barbara Romaner, war seine geliebte Ehefrau? Überheblich, zickig und banal kommt der weibliche Gegenpart daher - großteils durch ihre Promiskuität definiert. Dem Zuschauer wird die Mittdreißigerin zudem als "Gymnasiastin" verkauft, die sich in ihrer gesamten Lebensphase mit Mahler äußerlich kein bisschen verändert.

Einstellung für Einstellung serviert man dem Publikum den hinlänglich bekannten, seit Jahr und Tag abgehalfterten Bierernst deutscher Filmemacherei, der mit "Mahler auf der Couch" einen weiteren Tiefpunkt erreicht. Achtung, Filmkunst mit Schmunzeleinlagen! Oder ironiefrei formuliert: Fernsehunterhaltung als Kunst maskiert!

Nein, die Adlons lassen im Verlauf ihres Filmchens mit seiner TV-Ästhetik kein Fettnäpfchen aus. Unerotische Sexszenen, steife Theatralik aus dem Lehrbuch der Schauspielschule, unglaubwürdig vulgäres Auftreten einzelner Darsteller mit Tabubruch-Signalement wie anno dazumal - 1968 nämlich. All das wirkt grotesk peinlich, allen voran Mathias Franz Stein als Almas Klavierlehrer Alexander von Zemlinsky, der kaum auszuhalten ist. Schlimm ist auch die Darstellung der Psychoanalyse. Du lieber Himmel, das ist Sigmund Freud für Arme!

Man muss Freud nicht im Original gelesen haben, was für mich zutrifft, um im Kinosessel die Hände überm Kopf zusammen zu schlagen. Die ach so populären Zitate aus Freuds Schriften dienen der Bestätigung allgemeinen Halbwissens über Hintergrund und Prozedere psychoanalytischer Methoden. Die ganze Pseudo-Sitzung als Aufhänger für die kritische Beleuchtung biografischer Untiefen in der Beziehung von Gustav und Alma Mahler ist ein Unfug. Da beugt sich "Sigi" am Ende über den "Gustl" und raunt ihm zu, dass er "nicht Herr im eigenen Haus" sei. Unfassbar!

In den letzten zwei Jahrzehnten habe ich hervorragendes Kino aus Skandinavien und auch aus Österreich gesehen. Es gibt in Europa eine Kinotradition, die immer wieder Überraschendes hervorbringt. Warum findet dergleichen in Deutschland partout nicht statt? Wann wird es hierzulande endlich gelingen, aus dem Schatten der 60er und 70er heraus zu treten und etwas zu präsentieren, was nicht verquast, gestelzt und in seiner Überdramatik irrelevant daher kommt. "Mahler auf der Couch" ist ein weiteres Machwerk der Marke "Filmkunst", das einen den Glauben an eine Wende zum Guten im deutschen Kino zunehmend verlieren lässt.
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