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Mahler: Symphony No.2 "Resurrection"
 
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Mahler: Symphony No.2 "Resurrection"

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4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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  • Ursprüngliches Erscheinungsdatum : 12. Juni 2006
  • Format - Musik: MP3
  • Kompatibel mit allen MP3-Playern (inklusive iPod®), iTunes und Windows Media Player
  • Auch als CD verfügbar
 
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Wiedergabe   1. Symphony No.2 in C minor - "Resurrection" - 1. Allegro maestoso. Mit durchaus ernstem und feierlichem Ausdruck Wiener Philharmoniker 20:55 Nur Album
Wiedergabe   2. Symphony No.2 in C minor - "Resurrection" - 2. Andante moderato. Sehr gemächlich Wiener Philharmoniker 9:17 EUR 1,79  Kaufen 
Wiedergabe   3. Symphony No.2 in C minor - "Resurrection" - 3. Scherzo: In ruhig fliessender Bewegung Wiener Philharmoniker 9:27 EUR 1,79  Kaufen 
Wiedergabe   4. Symphony No.2 in C minor - "Resurrection" - 4. "O Röschen rot! Der Mensch liegt in grösster Not!" (Sehr feierlich aber schlicht) Text from Des Knaben Wunderhorn: "Urlicht" Michelle DeYoung 5:36 EUR 0,99  Kaufen 
Wiedergabe   5. Symphony No.2 in C minor - "Resurrection" - 5. Im Tempo des Scherzo - Langsam misterioso Christine Schäfer 35:21 Nur Album
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Die vorliegende Aufnahme von Mahlers Auferstehungssymphonie entstand Ende Mai/Anfang Juni 2005 nach einer Aufführungsserie von drei Konzerten der Wiener Philharmoniker aus Anlass von Pierre Boulez 80. Geburtstag. Die Einspielung besticht in jeder Hinsicht und lässt das Gros der anderen Aufnahmen (selbst Rattle und Chailly) hinter sich: Die Philharmoniker spielen brillanter und mit mehr Feuer denn je; dies mag nicht zuletzt auf die merkliche Verjüngung des Orchesters in den letzen beiden Jahren zurückzuführen sein, die Sir Simon Rattle im Frühjahr 2005 mit der Aussage: The Vienna Philharmonic is now my favorite youth orchestra! kommentiert haben soll. Die beiden Solistinnen vermeiden, Boulez Ansatz konsequent folgend, jedes überflüssige Pathos und setzen ganz auf liedhafte Innigkeit und Schlichtheit. (Beim wunderbaren Urlicht von De Young vermeint man übrigens ihre bei Berlioz gesammelte Erfahrung einfließen zu hören).

Ein weiterer Höhepunkt der Aufnahme ist zweifellos der Wiener Singverein, der den schwierigen Chorpart nicht nur bravourös und mit makelloser Intonation meistert, sondern der es als einer ganz wenigen Chöre schafft, sowohl in den Pianissimo-Passagen als auch im abschließenden bewegten (und bewegenden) Forte und Fortissimo ein Höchstmaß an Textdeutlichkeit zu gewährleisten. Gerade dadurch geht der von Klopstock stammende und von Mahler selbst bearbeitete Text umso mehr zu Herzen. Abgerundet wird diese neue Referenzeinspielung (dankenswerterweise auf nur einer CD mit knapp 81 Minuten Spieldauer) durch ein natürliches, weiches und harmonisches Klangbild, das das seine zur kammermusikalischen Lesart von Boulez beiträgt.

Fazit: wer Mahler gerne konventionell-theatralisch-bombastisch hat, mag mit den Bernstein-Einspielungen oder der Wiener Abbado-Aufnahme (ungeachtet deren Meriten!) vielleicht besser bedient sein. Aber wer eine wegweisende State-of-the-Art Aufnahme sucht, die sich gerade durch ihre Schlichtheit auszeichnet (apropos: sind die Wiener nicht DAS Mahler-Originalklang-Ensemble?), für den ist diese neuen Einspielung ein absolutes Muss. Lean back, enjoy, and be prepared!
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So tönt Mahler im 21. Jahrhundert 17. Juli 2007
Von zueribueb TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Mahler und Boulez. Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Während die einen Boulez' analytischen Interpretationsansatz bewundern, verdammen die anderen die blutleere Leistung des Maestros ("Mahler kaltblütig zu Tode seziert"). Um Boulez' Approach zu Mahlers Musik zu verstehen, muss man seinen Werdegang berücksichtigen. Boulez beschäftigte sich zunächst mit der Avantgarde und der klassischen Moderne, vor allem mit der Zweiten Wiener Schule (Schönberg, Berg, Webern). Somit sieht er in Mahler vor allem den Wegbereiter der Moderne und betont deshalb nicht den so sehr den Traditionsbezug zur Romantik. Die Interpretation ist darum vorwärts- und nicht rückwärtsgewandt. Vor diesem Hintergrund kann man keinen weichgespülten, pathetischen oder kitschigen Mahler-Schönklang erwarten. Jedenfalls ist meines Erachtens der Vorwurf, dass Boulez' Dirigat gefühlskalt sei, völlig falsch.
Pierre Boulez, Jahrgang 1925 (!), steht absolut auf der Höhe der Zeit und liefert eine äusserst moderne Mahler-Interpretation ab. Von Altersmilde bei Boulez keine Spur. Vor allem hat Boulez aber auch das Mammut-Orchester absolut im Griff. Dabei betont er stark die Dynamik, was zu grossen Lautstärkeunterschieden führt. Mal ist das Orchester ganz intim, kammermusikalisch, dann baut Boulez wieder ganz grosse Klangmassen auf und ab. Die orchestrale Performance ist einfach genial und freut jeden HiFi-Freak. Zudem betont Boulez auch die Brüche und Härten in der Musik, ohne diese abzumildern. Ein Mahler mit Ecken und Kanten, geprägt von Ambivalenz und innerer Zerrissenheit. Schliesslich ist der Orchestersound transparent klar, so dass man sämtliche Feinheiten der Orchestrierung und Klangeffekte (z.B. den "Sternenregen" am Ende des Finales) hört und diese nicht einfach in einem undifferenzierten Klangbrei untergehen. Das bereitet einfach unendlich viel Hörspass.
Von Boulez' Mahler-Interpretationen zähle ich die 2. Sinfonie zu den Top Drei. An der Spitze der Rangliste steht für mich die sensationelle 1. Sinfonie. Somit ist die CD ein absoluter Kauftipp. Dann hört man auch, warum andere Mahler-Dirigate ganz anders klingen. Was schliesslich die beste Interpretation ist, ist auch Geschmacksache und muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedenfalls würde sich Mahler sicher nicht im Grab umdrehen, wenn er Boulez dirigieren hörte.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernd Grill TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Als Benjamin Britten einmal einer Aufführung einer Mahler-Symphonie (welche, ist nicht überliefert) unter dem Dirigat von Pierre Boulez beiwohnte, fragte er sich hinterher, weshalb Boulez dieses Werk dirigiere, da es offensichtlich sei, daß ihm diese Musik nicht gefalle. Fraglos gehört Boulez zu den am kontrovers diskutiertesten Dirigenten unserer Tage; nun, da sein Mahler-Zyklus inzwischen vollendet ist, kann man in der Tat eine Bilanz ziehen. Boulez' Ansatz, der immer auf Transparenz setzt, trägt manchmal beeindruckende Früchte (Nr. 1 und 6), geht aber speziell bei der hier eingespielten Auferstehungssymphonie gründlich daneben. Um es vorwegzunehmen: ich halte diese Einspielung für die schwächste des gesamten Zyklus.
Die Wiener Philharmoniker hatten meines Erachtens nie eine besondere Affinität zu Mahler, was sich zum einen bereits in der problematischen Beziehung zwischen diesem Orchester und Mahler selbst zu dessen Lebzeiten äußerte, zum anderen aber auch dadurch manifestiert, daß die Anzahl bemerkenswerter Aufnahmen an Mahler-Symphonien mit diesem Orchester doch recht überschaubar ist. Gemeinhin assoziert man viele der besten Mahler-Aufnahmen doch eher mit dem Concertgebouw-Orkest Amsterdam oder dem Chicago Symphony Orchestra.
Die hier vorliegende Interpretation leidet darunter, daß in technischer Hinsicht zwar alles souverän gespielt ist, aber äußerst steril und farblos wirkt. Bereits das erste ff-Tremolo sollte einen vom Stuhl umwerfen, kommt aber stattdessen als ein Sturm im Wasserglas daher. Boulez versteht es nicht, diesem Werk die ihm innewohnende Dramatik zu entlocken. Wozu schreibt Mahler denn peinlich genaue Anweisungen in die Partitur, wenn diese einfach ignoriert werden? Das Klarinettensolo im 3. Satz ist unglaublich fade - von der Anweisung "mit Humor" ist hier nichts zu spüren. Auch der Kopfsatz fließt seltsam ziellos und unkonturiert dahin; wo bleibt die Leidenschaft, von der dieses Werk so sehr zehrt? Die dynamische Bandbreite ist (auch durch die matte Aufnahmetechnik bedingt) viel zu gering, die Tempi sind sehr statisch und in ihrer Gesamtheit wirkt diese Darbietung trotz aller stupenden Technik erschreckend matt und farblos. Überraschungsmomente (wie z.B. die zwei einleitenden Paukenschläge im dritten Satz) werden bei Boulez abgeschwächt, anstatt sie in ein grelles Licht zu tauchen. Die zündenden Ideen Mahlers werden hier zugunsten eines intellektuellen Ansatzes geopfert, damit die Struktur des Werkes anstatt seine Dramaturgie beleuchtet wird. Es ist indes kein Wunder, daß ein derartiger Ansatz bei der theatralischsten aller Mahler-Symphonien scheitern muß. Kammermusikalische Schönheit ist in einer Mahler-Symphonie einfach fehl am Platze. Ich verzichte darauf, auf die übrigen Sätze einzugehen, da es dort ebenfalls kaum einen bemerkenswerten Moment hervorzuheben gibt.
1975 glückte Zubin Mehta mit demselben Orchester eine der gelungsten Einspielungen dieses Werkes überhaupt. Wer aber auf die Wiener Philharmoniker verzichten kann, dem sei folgender Geheimtipp nahegelegt: Herbert Blomstedts Einspielung mit dem San Francisco Symphony Orchestra stellt alle anderen mir bekannten Einspielungen in den Schatten. Erstaunlicherweise verfolgt Blomstedt ähnliche Ansätze wie Boulez, setzt aber die Effekte weitaus besser um. Zudem ist auch die Aufnahmetechnik brillant.
Die hier vorliegende Einspielung sei nur denjenigen empfohlen, die einmal eine grundsätzlich anders geratene Einspielung kennenlernen möchten. Ansonsten handelt es sich um eine weitestgehend entbehrliche Einspielung, die viel zu unkonturiert daherkommt und mehr den Intellekt als die Gefühle anspricht - kaum vorstellbar, daß Mahlers Auferstehungsvision (seine 2. Symphonie nannte er einmal später sein bestes Werk) darauf abzielte. So wirkt der PR-Aufkleber auf dieser CD ("eine Erfahrung, die all denjenigen, die dachten, sie kannten ihren Mahler, die Augen öffnen wird") deplaziert, denn auf die Erfahrung mit einer derart blutleeren Darbietung kann man getrost verzichten.
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