Am ersten Satz dieser Sinfonie kann man schon die verschiedenen Interpretationen unterscheiden.
Beim Eintritt klingen die Blechbläser oft sehr "verspielt" und mit hohem Tempo , beinahe fröhlich was bei einem "Trauermarsch, streng" nun nicht sehr passend ist. Auch gehen andere Dirigenten hier sehr sparsam mit dem Kraft des Orchesters um.
Michael Gielen mit dem SWR Orchester zeigt wie man das besser machen kann, aber Riccardo Chailly setzt dem ganzen noch eine ganze Stufe mehr Kraft und Emotion oben drauf und so wirkt diese Aufnahme und die gespielte Musik für mich um einiges "ergreifender" als die eher "technisch-genau" wirkende Gielen-Fassung oder die etwas "weich-runtergespülte" Version von Claudio Abbado