Beide Stücke sind anspruchsvollste Werke. Nicht so lang, aber ziemlich schwer zu exekutieren. Von beiden Stücken gibt es eine Unzahl von Aufnahmen, mit den besten Chören der Welt, wie etwa dem Monteverdi Choir unter Gardiner.
Diese Neu-Aufnahme von Le Concert dAstrée unter Emmanuelle Haim trifft also auf allerhärteste Konkurrenz- und kann bestehen.
Haim hat sehr gute Solisten zur Verfügung, vielleicht die umwerfende Natalie Dessay an erster Stelle zu nennen. Aber insbesondere im Dixit Dominus von Händel finden sich herrlich herausgesungen, die Sekundreibungen, die der erregende Kontext dieser Barock-Musik sind.
Ihr Chor, sicher ein Profi-Chor, kann mit den Profi-Chören absolut mithalten.
Das Ereignis ist das Dirigat der Emmanuelle Haim. Mit welcher Intensität sie insbesondere das Dixt Domimus angeht, das lässt einen erschaudern. Confregit oder auch das abschliessende Gloria Patri habe ich in dieser Intensität noch nie gehört, einem Gardiner oder Hengelbrock zum Trotz.
Es ist immer wieder eine Beglückung, Werke, die man zu kennen glaubt, in einer Interpretation zu hören, die einen nur staunen lässt.
Wunderbar !