Aus der Amazon.de-Redaktion
Iain Archer durfte schon mal am Erfolg schnuppern und eine Ahnung davon haben, wie das Leben eines kleinen Indie-Pop-Stars aussieht. Jahrelang nämlich ging der aus der kleinen Fischerstadt Bangor stammende Sänger einen gemeinsamen Weg mit seinem nordirischen Landsmann Gary Lightbody. Einerseits bei dessen in Glasgow zusammen getrommelter All-Star-Band Reindeer Section und dann natürlich bei Snow Patrol. Während seiner ex-Band nach langer Phase des Herumdümpelns der Sprung auf die Sonnenseite des Musikerlebens gelang, begibt sich Iain Archer mit seinem zweiten, recht gelungenen Album Magnetic North erneut auf steinige Solopfade. Das es überhaupt soweit gekommen ist, schreibt der Sänger und Songwriter sympathischer kleiner Lieder auch diesen beiden Gruppen zu, holten sie ihn doch aus der Selbstisolation und dem Job eines Sozialarbeiters in London zurück auf die Bühne. Ein wenig spiegelt Magnetic North das von Höhen und Tiefen begleitete Leben des Co-Autors des Snow-Patrol-Hits Run wieder. Unter den zumeist akustisch aufgenommenen, keltisch angehauchten Indie-Folk-Nummer des Fans der Flaming Lips, Bright Eyes oder Shins befinden sich schimmernde Pop-Perlen wie Füller. Dank sehr schöner Titel wie dem Canal Song, Long Jump oder dem rockigen When It Kicks In (mit herzlichen Grüßen an Sonic Youth) steigt das Wertungs-Barometer Richtung einem Hoch. --Sven Niechziol
Stern
Iain Archer, früher Mitglied der schottischen Band Snow Patrol, zeigt auf seinem stillen, intimen Soloalbum "Magnetic North" (Pias), welch exzellenter Songwriter er ist. Sein Indie-Pop ist stellenweise von hypnotischer Schönheit.--Tobias Schmitz
Kurzbeschreibung
Auf etwas hat sich IAIN ARCHER auf seinem neuen Album ganz wesentlich konzentriert: auf die Songs. Und das gelang dem Singer/Songwriter aus Nordirland zweifelsohne. Wie schon zu der Zeit als er bei SNOW PATROL und REINDEER SECTION, lebt er auch auf diesem Album seinen erheblichen Hang zur Morbidität aus. Iain lärmt verhalten, tastet sich sonst mit Gitarre, Glockenspiel und dezenten Programming vorsichtig an seine Songs heran. Und das klingt dann einfach nur schön transparent. Grandiose, hauptsächliche melancholische Melodien ohne Pathos um die Stimme des Sängers, der es vermag jeden Song ins richtige Licht zu rücken.