Magnetic Man sind Benga, Skream und Artwork, 3 große bis sehr große Namen in der Dubstep-Szene. Was die 3 gemeinsam erschaffen haben, ist bei den großen Namen fast enttäuschend. Nicht falsch verstehen, schließlich kriegt die Platte 4 Sterne von mir, aber was Magnetic Man abliefern ist kein properer Dubstep. Auf diesem Album handelt es sic bei allen Tracks um (ich nenne es mal so) Festivaldubstep: Tanzbar, laut, Aufsehen erregend und vor allem leicht zugänglich für Alle. Auch die Besucher, die nur vorbeikommen und woanders hin wollen. Die musik lädt zum Stehenbleiben an, nach ein paar Minuten zu guter Laune, und dann tanzt man dazu. So wirkt die Platte auf mich, muss natürlicj nicht für alle gelten!
Wirklichen, von Benga und Skream gewohnten Dubstep, findet man auf den Tracks "Fire", "The Bug", "Mad", "K Dance", "Box of Ghosts", "Karma Crazy" und ein bisschen auf "Getting Nowhere". "Anthemic" und "Ping Pong" klingen nach House/Techno, "I need Air" ist klar auf die dance-charts schielend, und "perfect Stranger" und "crossover" beonhalten satte Drum & Bass Beats. Wie gesagt, kein reines Dubstep-Album [Wie zum Beispiel noch "Diary of an afro warrior" von Benga. Eher zu vergleichen mit Skreams 2.Album "Outside The Box"], aber eine gute Mischung, die definitiv Laune und Spaß macht!
Insgesamt ist "Magnetic Man" ein gutes Album, weder nachdenklich noch tiefgründig, sondern laut und "straight"nach vorne. Und grade deshalb so gut, wenn die drei keine Lust auf tiefe subbässe und abgedrehte Rhytmik hatten, OK, was sie aus ihren Ideen gemacht haben ist auf jeden Fall cool und frisch, auch ohne Dubstep neu zu erfinden, sondern nur zu vereinfachen, damit alle mal davon gehört haben.
Mein persönlicher Lieblingstrack ist das super-ephische "Getting Nowhere" mit TOP-Sänger John Legend!