Von Mali weiß man in unseren Breiten nicht allzu viel. Es liegt in Afrika ' klar. Aber dann hört es schon auf bei den meisten auf. Timbuktu ' da werden einige noch hellhörig. 'Ach was - das liegt in Mali?'. Ein riesiges Land, dessen Sportler nur bei einigen Sportereignissen ab und zu auf sich und ihr einzigartiges Land aufmerksam machen können. Mit diesem Buch wird nun alles anders.
Wolf-Ulrich Cropp macht sich auf den Weg ein noch unbekanntes Land zu entdecken. Als erfahrener Weltreisender weiß er worauf es ankommt. Und so steht er auch nicht blind fasziniert vor jedem Sandkorn und zollt diesem Tribut. Cropp reist durch ein Land, das nur sehr selten etwas von sich preisgibt. Trotzdem gelingt es dem neugierigen Einblick in den Alltag zu erhalten.
Bei den Goldgräbern in Fourou lernt er, was es heißt ein entbehrungsreiches Leben zu führen. In unseren bequemen Lesesesseln lesen wir von Blutdiamanten und von skrupellosen Minenbetreibern ohne wirklich zu wissen, wie es ist tagein, tagaus mehr als acht Stunden nach Bodenschätzen im wahrsten Sinne des Wortes mit bloßen Händen zu graben. Cropp begibt sich in die Höhle des Löwen. Bakschisch macht so manches möglich. Von einem der Arbeiter erfährt er wie es ist nach Gold zu schürfen. Arbeitsunfälle gehören zum Alltag, wie auch Cropp erfahren muss.
In Djenne besucht er eines der bedeutendsten und eindrucksvollsten Bauwerke der Welt, komplett aus Lehm gebaute Moschee. Jedes Jahr im April, wenn die Regenzeit vorbei ist, wird sie aufs Neue ausgebessert und eingefallene Teile wieder errichtet.
Bei den Dogon wird er in eine völlig neuartige Sichtweise auf die Welt und ihren Lauf eingeweiht. In Timbuktu forscht er auf den Spuren großer Forscher nach alten Schriften. Indiana Jones gleich blättert er in alten Schriften, denn Timbuktu beherbergte bis vor einigen Jahrhunderten die größte Bibliothek der Welt. Ein unvorstellbarer Schatz, der bis heute noch nicht einmal annähernd erforscht wurde.
Mit großen Augen bereist Wolf-Ulrich Cropp aus Hamburg eines der größten Länder Afrikas und lässt den Leser teilhaben an geheimnisvollen, und dabei überhaupt nicht verdunkelten Kulturen. Mit Hingabe erzählt er von frei vom touristischen Mummenschanz vollführten Volksfesten. Seine fast schon kindliche Neugier zieht den Leser in den Bann Malis und erweckt den Wunsch es dem Autor gleich zu tun und die Sahara zu entdecken. Doch er weist auch auf die Gefahren hin. Wer unvorbereitet ' dazu gehört auch eine gehörige Portion Weltoffenheit und Menschlichkeit ' die Wüste durchstreifen will, wird nicht weit kommen.
Wer Afrika fernab von All-inclusive-Lodges in abgeschiedener Ufernähe erlesen will, kommt um dieses liebevoll geschriebene Buch nicht herum.