Zunächst hatte ich das Buch sehr skeptisch betrachtet. Magische Orte in Bayern, gibt es derartiges in unserer Zeit mit all den Autos, den Fliegern, den ICEs, den Weltraumstationen, den smarten Bänkern und den Hausfrauen hinter den Mikrowellenherden? Und doch! Unweit von meinem Domizil befindet sich ein derartiger Platz, den ich immer für eine Kultstätte der neomodernen Bewegung des Buddhismus gehalten hatte. Bunte Bändchen, kleine Engelsfiguren und bunte, klimpernde Glasstücke in den Zweigen weisen den Weg. Mitten im Wald soll es das Grab einer Priesterin aus der Keltenzeit darstellen.
Mit Experimenten vertraut, untersuchte ich diese Stelle und andere mit einer modernen, elektronischen Wünschelrute, dem POLAR 1000 von Rayonex, einem Gerät, das ultrasensibel alle Frequenzveränderungen im Erdreich festzustellen vermag. Und siehe da, das Pendel schlägt eindeutig über diesem Kraftfeld aus! Eine Verwerfung der Erdkruste, ein Hartmannscher Knoten, eine Quelle, eine fremde Energie?
Wie der Vorrezensent vergebe ich lediglich 4 Sterne, denn der Leser würde sich nun wirklich mehr Details wünschen, mehr Geschichte und mehr Text zu jedem dieser eindrucksvollen Orte. Es handelt sich lediglich um kurze Beschreibungen, meistens mit dem Hinweis des Autors, selbst nach den genauen Stellen der Kraftfelder zu suchen. Wie löblich auch diese Absicht erscheinen mag, so erwartet der Leser wirklich mehr Informationen. Nehmen wir zum Beispiel die Keltenschanzen. Derer soll es an die 200 in Bayern geben, die in der Vergangenheit recht oft als römische Lager abqualifiziert worden sind, aber in Wirklichkeit, zumindest nach den letzten Foschungsergebnissen, Tempelanlagen der Kelten darstellten. In der einzig im Buch beschriebenen Tempelanlage fehlt es an allem: der Vergleich zu anderen Anlagen, die Auswirkungen des Kraftfeldes auf die nächste Umgebung ( Pflanzen wachsen hier ganz aussergewöhnlich gut, deshalb gibt es nebenan gleich zwei grosse Gartenzentren), die häufigen Gewitter über der Schanze, die Korrelation zur nahen Preisingsäule. Hier hätte ich vom Autor ein wenig mehr Recherche erwartet und einfach mehr Details zu jedem seiner aufgeführten Punkte! Trotzdem war es ein Wagnis, ein solches Büchlein herauszugeben und wie gesagt, viele geheime Orte Bayerns werden hier erstmals aufgezählt und machen dieses Werk so spannend!
Noch ein ganz persönlicher Tipp: Fenzl führt das Grab der Seherin bei Mühlthal auf, geht allerdings (wohl um die Touristenmassen nicht darauf zu lenken) weder auf die berühmte heilige Quelle, noch auf die Karlsburg ein, zwei Stätten im Umkreis von einem Kilometer um das Priestergrab herum. Die heilige Quelle befindet sich direkt an der Abzweigung der Strasse von Gauting nach Starnberg zum Bahnhof Mühlthal (der übrigens alleine der Königsfamilie von Bayern diente), nach 30 Metern nach links. Die Quelle mit den vielen Exvoto ist unübersehbar! Gegenüber der mächtige Burgberg der ehemaligen Karlsburg, von Karl dem Grossen erbaut. Im Bereich der Burgverliese, mitten im alten Burgzentrum, ist das Kraftfeld extrem spür- und messbar! Die Einheimischen meiden diesen Berg bei Dunkelheit, denn man sagt, dort würde es "umgehen".
Kraftfelder kann man auch ganz modern auf Google Earth finden, indem man Beschreibungen und Fotos nachgeht. Messbar sind derartige Strahlungen mit einem PS 10 Rayonex oder einem Polar. Auch routinierte Wünschelroutengänger finden diese Ort mit Leichtigkeit!