Pressestimmen
Kurzbeschreibung
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Im Herbst 1936, inmitten des spanischen Bürgerkriegs, lernt der junge Kommunist Vicente Asunción kennen. Beide sind Laienschauspieler an einem Studententheater. Die Kriegswirren spielen der Truppe ein Theaterhaus zu. Zwischen Vicente und Asunción entspinnt sich eine unschuldige Liebesgeschichte. Max Aub verlegt seine Erzählungen immer wieder an andere Schau- und vor allem Schlachtplätze: Das Gemetzel an der Front, die Ratlosigkeit in den Ministerien, die Verurteilung eines Mannes zum Tode durch seinen Sohn, der auf der anderen Seite kämpft -- Hinrichtungen, Betrug, Verrat, jeder gegen jeden.
Theater der Hoffnung erzählt in einer kühlen, distanzierten Sprache einen Ausschnitt der spanischen Geschichte. Das Auge des Erzählers ist an nahezu jedem Schauplatz der Belagerung Madrids, in jedem Café, in dem die Intellektuellen diskutieren und wegen der nahenden Faschisten verzweifeln. Sein Werk ist freilich nicht nur von grauenvollen Erinnerungen geprägt -- Max Aub wurde übrigens von allen politischen Seiten dafür angegriffen, weil er keine Rücksicht auf Ideologien nahm -- es ist auch ein Werk der Sehnsucht nach einer neuen Liebe in einer friedlicheren Welt. Immer wieder finden sich zärtliche Passagen der Erinnerung an Max Aubs Heimat Spanien. Er beschreibt den Duft der Magnolien, das Licht, die Landschaft. Theater der Hoffnung endet bevor die entscheidende Schlacht um Madrid beginnt. Vicente und seine Geliebte harren hinter einem Bahndamm aus, immer noch mit Hoffnung auf den Sieg. Die beiden Laienschauspieler finden sich auf dem Schlachtfeld des Weltheaters wieder. Ein Buch um Liebe und Hass, das einen faszinierten und einen entsetzten Blick auf die Welt wirft. --Matthias Kehle