Dies war mein erstes Buch der 1999 verstorbenen Fantasy-Autorin. Daher hab ich von seiner eigentlichen Funktion - die anderen Romane Bradley, die im 20 Jh. angesiedelt sind, zu verknüpfen, nicht viel mitbekommen. Trotzdem - und vielleicht gerade deshalb - konnte ich diesen Roman nicht mehr auss der Hand legen. Geschickt verbindet die Autorin historische Fakten und Gesellschaftskritik mit dem Leben des weißen Magiers Colin MacLaren. Da ich die anderen Werke nicht gelesen habe, waren für mich sämtliche Einzelepisoden Neuland, so daß ich stets deren unbekantem Ende entgegen fiebern konnte, nur um anschließend in eine neue, spannende Story geworfen zu werden, während sich die Frage um den Verbleib Colins mysteriösem Widersacher Toller Hasloch wie ein roter Faden durch das gesamte Werk zieht. Kein Roman konnte mich bisher so fesseln wie dieser, nicht einmal der Herr der Ringe hat dies geschafft.
Fazit: Wer ein Bradley-Fan ist und die anderen Romane kennnt, bekommt die Hintergrundstory, wer nur mal ein einzigws Fantasybuch lesen möchte, ohne sich mit Bradley kompletter Serie beschäftigen zu wollen, sollte unbedingt zu diesem Werk greifen, es gehört imho zu den besten, die das Fantasy-Genre zu bieten hat. Einzig denjenigen, die vorhaben, mehrere Werke Bradley zu lesen, sei von diesem Roman vorerst abgeraten, da sonst in den anderen Werken bereits das Ende bekannt ist und somit eine Menge Spannung verloren geht.