Elias Rubenstein, eine führende Autorität der Rosenkreuzer-Bewegung, zeigt in seinem Buch deutlich den Unterschied zwischen exoterisch-verwaltetem Christentum und esoterischem. Er weist dem spirituell Suchenden einen klaren Pfad, der steil bergauf führt und wenig mit den sonnenbeschienen Wiesen der selbsternannten Gurus und Möchtegern-Esoterikern, denen es nur um das eigene Ego geht, zu tun hat. Beide, exoterisches Christentum und Allerweltsesoterik sind weit vom "Stein der Weisen" entfernt, der nur im eigenen Innern zu finden ist. Dazu bedarf es der Mitgliedschaft bzw. Adeptschaft in einem Mysterienorden. Wieso das so ist, legt der Autor in seinem Buch überzeugend dar, da "nur durch wahren Kontakt zu höheren Welten die praktische Anwendung der zeremoniellen Magie" möglich ist. Ohne wahrhafte Einweihung muss jeder selbsternannte Zauberkünstler scheitern. Auf überzeugende Weise räumt der Autor mit der Vorstellung auf, jeder könnte, indem er auf das Esoterik-Karussell aufspringt, irgendetwas im Außen oder Innen bewegen. Das aufgeblähte Ich, das nur nach Reichtum, Macht und Gesundheit strebt, muss am Kreuz der Materie sterben, damit das wahre Selbst geboren werden kann.
Der Autor fordert dem Leser bis zur Mitte des Buches einiges Durchhaltevermögen ab, belohnt den Leser aber spätestens ab S. 119, beginnend mit dem Kapitel "Die Verwirklichung des Messias-Bewusstseins", indem er nun zumindest einen Blick auf das Heiligtum zulässt. Als echtem Magier gelingt es ihm m.E. gut, einen Kanal zum Leser hin zu öffnen, dass dieser der hermetischen Philosophie der Rosenkreuzerbewegung (Kabbalah,Alchemie,Astrologie,Tarot) tief bewegt folgen kann.
Im Sinne der Aussage: "Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Lehrer bzw. die Lehre", wird dieses Buch sicherlich die entsprechende Leserschaft erreichen.