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Magic Hoffmann
 
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Magic Hoffmann [Taschenbuch]

Jakob Arjouni
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 10., Aufl. (September 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257229518
  • ISBN-13: 978-3257229516
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,3 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 130.958 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jakob Arjouni
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Ohne je moralisierend zu wirken, beleuchtet Arjouni mit viel Witz, bissig und mitreißend die Niederungen der deutschen Wohlstandsgesellschaft", schrieb die Pariser Zeitung "Le Monde" über den Roman des gebürtigen Frankfurters Jakob Arjouni. Treffsicher zeichnet der Autor ein Bild unserer Zeit, unseres Landes und das eines jungen Mannes namens Magic Hoffmann. Dieser versucht, sich nicht unterkriegen zu lassen und sich seine Fähigkeit zum Träumen zu bewahren.

Autorenportrait

Jakob Arjouni, geboren 1964 in Frankfurt am Main, studierte und jobbte nach dem Abitur einige Jahre in Südfrankreich und lebte dann in Berlin. Er veröffentlichte Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Für "Ein Mann, ein Mord" erhielt Jakob Arjouni 1992 den Deutschen Krimi-Preis. Derzeit lebt er vorwiegend in Südfrankreich.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Welt im Umbruch 1. September 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Fred Hoffmann, Mitte zwanzig, ist gerade aus vier Jahren Jugendhaft entlassen worden. Mit seinen zwei besten Freunden hatte er in einer hessischen Kleinstadt eine Bank überfallen, und als sich ihn schnappten und nach seinen Mittätern fragten, hatte er heldenhaft geschwiegen. Sein großer Traum ist es, nach Kanada auszuwandern - schließlich stehen ihm sein Teil vom Banküberfall noch zu, und mit den besten Freunden gilt eine Abmachung: Wir gehen nach Kanada. Doch nach vier Jahren im Knast sind nicht nur die Freunde nicht mehr so, wie sie einmal waren, auch die Bundesrepublik hat sich verändert. Fred versteht keine Ossi-Witze, wundert sich über Baseballkappen und über die steigende Arbeitslosigkeit. Betont flapsig versucht er, sich im wilden Berlin zurechtzufinden, wo seine Freundin Annette jetzt im Filmgeschäft arbeitet und immer oberflächlicher wird, während sein Freund Nickel sich die langen Haare abschneiden ließ und schon Vater ist. Der Roman läßt sich auf verschiedene Arten und Weisen lesen: Er ist sowohl ein Roman über die gescheiterte Reintegration eines ehemaligen Gefängnisinsassen in die Gesellschaft, als auch ein Roman über das Erwachsenwerden, als auch ein Roman über Berlin in den frühen 90er Jahren, und alles zusammen ergibt eine unterhaltsame, spannende Story, die nicht zu tiefgreifend ist, bei der aber für jeden was dabei ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Im Gras liegen, Pläne schmieden, Apfelwein trinken. Drei junge Menschen, pittoreske Ansammlung von Glück auf einer saftigen Wiese. Eine kleine Idylle, einen Nachmittag lang, irgendwo in der deutschen Provinz: grünes Gras, Wein, Kühe, Sonne und jede Menge Träume - aber kein Geld um sie zu verwirklichen. Nickel, Fred und Annette träumen gemeinsam von der Zukunft, von Geld und von Kanada. Aber woher nehmen das Geld? Und ohne Geld kein Kanada, und ohne Kanada keine Zukunft, jedenfalls nicht die, die sie sich vorstellen. Woher also nehmen, wenn nicht stehlen - schließlich wissen sie ja selbst: "Mit Rumhocken und am Wochende Kellnern kommen wir jedenfalls kaum nach Kanada." Die Sache ist so klar wie der Himmel an diesem schönen Tag: darum, den Brecht wörtlich genommen, Marilyn-Monroe- und Cames-Cagney-Gummimasken übers Gesicht gezogen, eine Bank ausgeraubt und ab durch die Mitte. Hallo Zukunft, wir kommen! Der Coup klappt auch noch, doch die Träume zerplatzen schon bald wie Popcorn in der Pfanne, jedenfalls für Fred, der als einziger geschnappt wird und für vier Jahre ins Gefängnis wandert. Immerhin - er hält dicht und verrät seine Freunde nicht. Freds Träume, die Aussicht auf Kanada und das Geld (250.000 DM für jeden), bzw. jede Menge Tischfußball spielen (daher sein Übernahme "Magic"), lassen ihn die Zeit in der Jugendvollzugsanstalt Dieburg aushalten. Vier Jahre sind allerdings eine gewaltig lange Zeit und nach vier Jahren ist alles anders. Alles? Deutschland ist inzwischen unter großem Trara wiedervereinigt, Annette und Nickel sind aus Dieburg weg, nach Berlin gezogen. Nur Fred ist offensichtlich der gleiche geblieben, man könnte sagen, sich selbst - ob aus Naivität oder Konsequenz - treu geblieben. Als er endlich entlassen wird, macht er eine Weile den Fehler, zu glauben, auch seine Freunde seien sich, ihren Ideen vor allem aber ihm treu geblieben. Er ist naiv, na und, aber, auch wenn Fred, ohne nach rechts und links zu gucken, durchs Leben gestolpert kommt - dumm ist er beileibe nicht. Daß Fred dabei die ewige Rolle des Verlierers spielt, ist so klar wie der Himmel über Berlin eben nicht ist, als er dort ankommt. Der ist nämlich ziemlich bedeckt. Symptomatisch für den weiteren Verlauf der Geschichte. Die Suche nach Annette und Nickel gestaltet sich nicht einfach und als er sie endlich gefunden hat, ist nichts so, wie er es sich in seinen alltäglichen Gefängnisträumereien ausgemalt hat. Beide wollen von Kanada nichts mehr wissen, "von Eigensinn zu Eigenheim" wie Fred den ehemaligen Rebellen Nickel einmal definiert. Die Freundschaft zerbricht. Am Ende wird Fred der einzige der dreien sein, der mit nichts in der Hand übrigbleibt: Jahrelang umsonst im Knast, Geld weg, das Mädchen, in das er sich verliebt hat, tot. Was in der gerafften Nacherzählung ziemlich klischeehaft klingt, ist bei der Lektüre nur halb so schlimm, denn Jakob Arjouni beschreibt einzig das zeitlose Thema jener unstillbaren Sehnsucht nach ein wenig Glück. Er erzählt eine Geschichte vom täglichen Träumen und Scheitern. Das eigentliche Thema des Buches aber ist Deutschland und zwar dieses neue, veränderte, große, wiedervereinigte Deutschland mit all seinen Neurosen und Problemen. Ein Deutschland, das dem Autor nicht gefällt und elegant verpackt er seinen Blick in jenen eines naiven, tollpatschigen Kerls, der durch die neue Republik stolpert. Denn Fred ist der prototypische Antiheld und Looser. Fred müsste einsehen, daß er eine Landpomeranze in einer so großen Stadt wie Berlin ist. Er ist ein "Landei" wie man gerne wissend-überheblich und mitleidslos sagt. Er "riecht nach Heustadel", ein Grinsen, so breit wie das eines aufdringlichen Vertreters für Versicherungspolizzen an der Haustüre, riesige "Glutschaugen", der Haarschnitt eines deutschen Schlagersängers. Seine Naivität trägt er wie ein Banner vor sich her. Alles in allem katastrophal, so ätzend wie ein Haufen trockener Vogelscheiße, möchte man anmerken. Und doch muß man diesen Fred Hoffmann einfach mögen. Freds subjektiver Blick auf die Welt, ist von einer entwaffnender Schlichtheit, die die Identifikation der Leser mit dem Charakter Freds nur fördert. Und dabei bin ich mir sicher, gäbe es diesen Naivling wirklich und begegnete er im wirklichen Leben hundert Lesern, die ihn im Buch potentiell nett und gut und liebenswert finden, dann würden ihn wohl 83 für einen Vollkoffer halten. Andere 16 würden denken, "wie uncool" und vielleicht eine(r) würde ihn so sympatisch wie die literarische Figur finden. Aber, so ist das Leben, und schließlich ist das nur ein Buch. Jakob Arjouni hat sich mit diesem Roman nun wohl endgültig auf dem deutschen Buchmarkt etabliert. Nach seinem großen Erfolg mit "Happy Birthday, Türke" und den anderen Kayankaya-Romanen verläßt Arjouni damit erstmals das klassische Krimigenre. Er scheint ein glückliches Händchen zu haben. In seiner Schreibweise fallen drastische Typisierung und ein fast arg konventioneller Plot auf. Das soll aber nicht übersehen lassen, daß Arjouni zwei Dinge geschafft hat: Erstens, den liebenswertesten Antihelden seit dem legendären Schweijk Josef zu erfinden und zweitens, ist es ihm gelungen, einen mehrheitsfähigen Roman zu schreiben, der zwar nach allen Seiten austeilt, aber gerade deshalb von allen Seiten für gut befunden werden kann. Ein Buch zwischen Helmut Kohl und Jutta Ditfurth also. Das kann man ihm zwar vorwerfen, es schmälert seine Leistung jedoch nicht. Solange er etwas zu sagen hat und es dazu noch so gut zu erzählen weiß, kann man ihm nicht böse sein. Jedenfalls nicht länger als zehn Sekunden. Alexander Larch
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Nach vier Jahren Jugendgefängnis fährt Fred Hoffmann nach Berlin, um seine Beute von den Freunden,die seinerzeut an einem Überfall beteiligt waren, abzuholen. Ziel ist, zusammen ins gelobte Land (Kanada) zu fahren. So unkompliziert läuft es natürlich nicht . Zuerst muß der naive Fred eine Reihe von bizarren Ereignissen, einschließlich Konfrontationen mit Rechtsradikalen, scheinbar blutrünstigen alten Männern, und Wodka trinkenden russichen Mafiosi überstehen, und zwar alles im wiedervereinigten Berlin, wo jeder eine Baseballmütze trägt und von Arbeitslosen und Ausländerfeindligkeit spricht. Könnte diese Geshichte mehr Klischees anbieten? Trotzdem, ob modernes Märchen oder Road Movie, Magic Hoffmann ist reich an Tempo und spannend, und fesselt den Leser beinahe vom Anfang an. Manchmal sind Ereignisse allerdings vorsehbar, und Aspekte der Handlung sind, ehrlich gesagt, schwach und schlecht untermauert, aber Arjouni läßt dem Leser keine Zeit, über solche Bermerkungen allzulange nachzugrübeln. Der Protagonist ist als Antiheld überzeugend. Seine Benehmen ist kindisch, und er hat die erstaunliche Fähigkeit, sich in seine eigene Welt einschließen zu können, ohne die Folgen seines Verhaltens wahrzunehmen. Seiner schlimmster Fehler ist die Vorstellung, daß die mit dem Fall der Mauer veränderte Welt ihm etwas schuldert. Andereseits ist er nicht ohne Charme und er ist im Grunde seines Herzens frei von Bosheit und voller Moralvorstellungen, denen er treu zu bleiben versucht. Arjouni läßt seinem Träumer jedoch keine Chance. Wenn die ganze Geschichte nur aus Freds verzerrte Perspektive erzählt wäre, würde man sich ohne Zweifel schnell eingeschrängt fühlen. Aber ab und zu wechselt der Erzähler seinen Standpunkt und zeigt die Gedanken anderer Charaktere, wie zum Beispiel Freds Freunden oder ganz "unwichtigen" Personen wie einen Kellner in einem Restaurant. Durch diese Methode gewinnt der Leser ein vollständigeres Bild der Motivationen und Feinheiten innerhalb der Geshichte. Diverse Rückblenden erweitern das Bild des Lesers zusätzlich. Themen und Form dieses Romans mögen nicht sehr originell sein, denn es wurde schon viel über Berlin und Neofaschismus geschrieben, und der naive Außenseiter, ist keine ungewöhnliche literarische Herangehensweise. Trotzdem ist Magic Hoffmann eine faszinierende Geschichte, relevant und geschickt geschrieben.Wer sagt, es gebe keine guten deutschen Erzähler, der irrt sich!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Illusionen über Berlin, die Provinz und ganz persönliche...
Am Anfang dieses Hörbuches MAGIC HOFFMANN von Jakob Arjouni glaubte ich keinen Zugang zu der Geschichte zu bekommen, man wurde einfach in die Handlung geworfen und der Anfang... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Thorsten Wiedau veröffentlicht
Road-Movie in Buchform
Fred, Annette und Nickel planen den Coup ihres Lebens. Was Fred nach vier Jahren im Knast passiert (er hat alle Schuld auf sich genommen und die anderen nicht verraten), ist Inhalt... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von variety veröffentlicht
naja..
Das Buch handelt von einem gewissen Fred Hoffmann, der vier Jahre lang in den Knast gesessen ist, nach Berlin reiste, dort sein gestohlenes Geld wiederbekam, seine einzigen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2010 von K. Vasil
Toll und intelligent geschrieben - der bislang beste Arjouni !!!
Obwohl ich von "Happy birthday, Türke!" schwer enttäuscht war (ob der Primitivität der Story) habe ich die B-Probe mit "Magic Hoffmann" gemacht und war sehr traurig,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juni 2009 von C. Hartmann
Richtig schlecht
So sehr ich "Idioten" vom selben Autor schätze, dieses Buch ist eine Zumutung. So wie der "Held" des Romans, Fred, durch die Hauptstadt stolpert, so stolpert die Handlung von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Januar 2009 von Blauwal
magic ?
Magic Hoffmann

Grauenvoll !
Habe lange nicht mehr bereut ein Buch gelesen zu haben.
Vorhersehrbare Geschichte eines loosers. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2008 von Stevie Nicks
Für Freunde des schwarzen Humors ...
... ist Jakob Arjouni genau richtig.

Kein kopflastiges oder theoretisches Geschwurbel über die Schlechtigkeit der Welt, dafür ein hoffnungslos naiver... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. April 2008 von firdalion
Traumgleich
Die Hauptfigur ist mit dem Allerweltsnamen Hoffmann gezeichnet. Das Buch ist eines der spannendsten, die ich in letzter Zeit gelesen habe und könnte ein Krimi sein, wäre... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. März 2008 von Hardcore Rezensist
Danke !
Ein Roman über Freundschaft und Ideale, Liebe und Hoffnung; tragisch-komisch, witzig, ironisch, zynisch, melancholisch und spannend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. März 2007 von whistmaster
magic hoffmann
Der Großstadtroman beschreibt satirisch,witzig und mit depressivem Humor

die Entwicklungen im Leben eines Ex-Knacki. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Dezember 2006 von Dr. E. Lang Und Burckhardt
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