Ich besitze bereits meinen zweiten eXplorist gc (eXgc) und weiß ihn mittlerweile wirklich zu schätzen.
Ein bißchen gedauert hat es allerdings.
Das Gerät selber ist wirklich nur als reines Geocache-Gerät konzipiert und hat daher entsprechend wenig Funktionen.
Dinge wie mehrfache Trackaufzeichnung, explizite Backtrack-Funktion etc. sind dem Gerät fremd.
Genaus darin sehe ich einen großen Vorteil, denn das Gerät macht das was es vorgibt zu können sehr gut, nicht mehr und nicht weniger.
Die vorinstallierte Basemap ist in Europa und bei mir in Köln mehr als eine reine Basemap. Sie beeinhaltet wirklich viele, auch kleinere, Wege und ich bin noch nie in Verlegenheit gekommen eine andere Karte haben zu wollen. Das können andere Geräte mit mehr Features einfach auch viel besser.
Klein, kein Touchscreen, kein Kompass, wie schlägt sich der Kleine im Cachealltag?
Zu allererst die Installation der Caches auf dem Gerät. Premium Member (PM) bei geocaching.com zu sein ist bei diesem Gerät fast Pflicht.
Wenn PM, dann sieht die Gerätebefüllung folgendermaßen aus:
Pocket Query (PM only Feature) generieren und automatisch per Mail schicken lassen.
bis zu 500 Caches bekommt man diese PQ per Mail, darüber hinaus muß man sich die generierte Datei kurz bei gc.com abholen.
eXgc an den PC anschließen und die PQ auf den Magellan draufziehen, dieser wird als Wechseldatenträger vom PC erkannt.
abstöpseln
starten
fertig.
somit hat man innerhalb von kürzester Zeit mal eben tausende seiner Lieblingscaches auf dieses Gerät gepackt und kann losziehen.
Cachen selber...
Cache aus der Liste auswählen, hinführen lassen und i.d.Regel eine Punktlandung machen.
Der SirfIII macht einen guten Job, wobei ich jetzt eine Einschränkung bringe,welche der Vorrezensent bereits angesprochen hat.
Wenn aus der Punktlandung nichts wird, dann wird es schwierig, denn mit geringerer Geschwindigkeit und direkt im Umkreis des Caches springt der eXgc gerne mal in den Meterangaben von 4m plötzlich auf 20m.
Der nicht vorhanden "richtige" Kompass trägt da aufgrund der Trägheit und Reaktionszeit nicht gerade zur Besserung bei.
Das und der Bug mit dem scrollen auf der Karte hatten mich damal dazu bewogen das Gerät retour zu schicken.
Mittlerweile gibt es aber auch schon die FW 1.5. bei Europa-Geräten wo der Scroll-Bug nicht mehr auftritt.
Eine weitere soll wohl auch noch erscheinen, mal sehen was diese Gutes bringt.
Meine Kinder, welche auch ab und an mitcachen gehen haben den Kleinen auch ins Herz geschlossen und haben in ihm eine neue tolle Alternative zum " Magellan eX100" gefunden. Dieser ist zwar noch ein bißchen einfacher zu bedienen, bietet aber natürlich nicht so viel fürs Auge wie der eXgc.
Nimmt man zusätzlich auf dem PC noch ein Programm wie Vantage Point oder GSAK dann kann man auch die ganzen Bilder in den Cachebeschreibungen mit auf das Gerät packen. Nicht direkt in den HTML Texten aber aus dem Cache heraus darf man den entsprechenden Bilderordner öffnen.
Dabei ist natürlich der Speicherplatz des kleinen Grünen die Beschränkung. Mit 1.000 Caches Bilder eingebettet habe ich es bereits probiert und es hat geklappt.
GSAK bietet direkte Integration für den eXgc.
Zusätzlich sind noch kleine nette Spielereien wie eine Awards-Tabelle, welche das Gerät für z.B. so und so viele gefundene Caches, oder z.B. für einen gefundenen unter 5 Min Suchzeit, vergibt.
Nett aber nicht mehr und nicht weniger.
Für Leute die auch andere Dinge wie richtigen Kompass, Routen, Tracks und
Fazit:
Zum Stadtcachen und "immer dabei" haben ist das Gerät einfach klasse. Für die dickeren Brocken außerhalb der Stadt und wenn ich zusätzlich mit dem Auto hinnavigiere gibts dann den Colorado. Aber auch dann ist der eX dabei weil sich den dann die Kinde unter den Nagel gerissen haben.
eXgc...no frills unit...well done!
Gibt glatte 4 Sterne!