And you will know us by the trail of dead.. hauen nach ihrem selbstbetitelten Debut von 1998, welches wie eine Schlacht um Leben und Tod zwischen der Band und der russischen Volksarmee klingt, ein nicht weniger brutales album raus, welches jedoch erstmal mit einem furztrockenen Indierockklumpen beginnt. "If I could make a list of my mistakes and regrets I`d put your name on top" krakeelt und brüllt Conrad Keely dem werten Hörer ins Gesicht, Unruhe macht sich breit, etwas kündigt sich an. Ein fulminanter Start in die sagenhafte Achterbahnfahrt namens "Madonna". Um auch dem Rest klar zu machen, dass es für diese Band aus Texas keine Grenzen gibt, zumindest keine natürlichen, folgt eine vierminütige Sternstunde des aggro aggressiven Hardcore. "Totally natural" beginnt mit einem sich in Ekstase steigernden Riff, welches drei Minuten lang brodelt wie ein Vulkan und letzendlich seinen Ausbruch in der wilden Zerstörung des Instrumentariums findet. Einfach herrlich. Großartig. Kompromissloser als auf dem sagenumwobenen Debut. Aber selbst die verrücktesten Texaner seit At the drive-in droppen nicht nur einen Hardcore Smasher nach dem Anderen, warum auch. Ihr Feingefühl für markante und schlicht wunderschöne Melodien hat einen ebenbürtigen Platz neben der Brachialität verdient. Der Mittelteil der Platte widmet sich eben jener Melodien, welche auf dem Vorgänger kaum zum Zuge kamen. Es darf sich gefreut werden. All die Melodien, die großen Gesten, die den Nachfolger "Source tags & codes" so übergroß und noch größer werden ließen, bis es schließlich über sich und die Summe der einzelnen Teile hinauswuchs, sind in Songs wie "Mark David Chapman", "Clair de lune" oder dem großartigem Einminüter "Sigh your children" verpackt. Lasst die Korken knallen, liebe Indierock Jünger und Posthardcoreler. Dieses Album weiß zu beweisen, dass Indierock nicht auf ewig in den Neunzigern verstaubt, im Gegenteil, er blüht auf, breitet sich aus und sorgt allerorten für staunende Gesichter.