Die 2001 erschienene Madonna Biographie von Andrew Morton bringt einige neue Fakten und Verläufe aus Madonnas Laufbahn zutage. Das Buch beginnt recht ausführlich mit Madonnas Kindheit und beschäftigt sich ausgiebig mit Madonnas Ankunft in New York. All das liest sich super und aufregend, es folgt sogar das wunderbar geschriebene Kapitel "Die verlorenen ersten Lieder". Nach diesem Kapitel erhofft man sich doch tatsächlich, das Morton auch nun, nach ihrem Aufstieg, auf Madonnas Musik eingeht - doch Fehlanzeige! Das Buch reisst viele Dinge an, die alle aber fast gar nichts mit Madonnas Leben als Musikerin zu tun haben, schliesslich wurde sie als Sängerin berühmt. Interessant wird es noch einmal, wenn Morton zum Filmdreh von "Dangerous Game" schreibt, bei dem es einige Kontroversen mit dem Regisseur Abel Ferrara gab, auch ihre Affären werden im Buch genauestens durchleuchtet. Morton versucht einige Madonna Mythen zu widerlegen und das Buch liest sich tatsächlich interessant. Besonders positiv hervorzuheben, sind die zahlreichen und teils seltenen Fotos! Aber bei jemandem wie Madonna so gut wie gar nicht auf ihr musikalisches Schaffen einzugehen, ist dann doch mehr als verwunderlich. Manche Alben werden im Buch ein einziges Mal erwähnt und das war es dann. Morton geht einfach nicht darauf ein, dabei hätte ich ihm nach dem oben erwähntem Kapitel durchaus zugetraut, ein wenig spezieller über ihre Musik zu schreiben. Das ist ein grosser Nachteil des Buches und von daher gibt es einen Stern Abzug.