Dieses Buch gab es schon, als ich ein Kind war, und ich habe es wieder vorgeholt, um es unserer 6jaehrigen Tochter vorzulesen, nachdem sie Pippi Langstrumpf bisher immer noch ablehnt (irgendwie zu unheimlich, diese Pippi). Madita ist ganz anders, sehr normal, das gefaellt unserer Kleinen. Sie hat eine kleinere Schwester,mit der sie sich in der Regel gut versteht, lebt in einer idyllischen Welt in Birkenlund in Schweden, geraet oefter mal in Schwierigkeiten, aber nie zu schlimm, ist keck und lustig und gutherzig und koennte irgendwie ein Kind der heutigen Zeit sein, obwohl sie mit Magd Alva und Knecht auf einem Hof lebt,was Kindern heute wahrscheinlich merkwuerdig vorkommt,aus einer "Fibel "lesen lernt, mit der Schwester Lisabet am Fluss und auf dem Dachboden und sonstwo spielen darf, was ja auch nicht mehr selbstverstaendlich ist. Maditas guter Freund und Beschuetzer ist der Nachbarsjunge Abbe, der schon ein Teenager ist und dessen Vater reichlich dem Alkohol zuspricht und sich meistens auf der Kuechenbank ausruht, waehrend Abbe und seine Mutter arbeiten und die Zuckerkringel backen: Herrlich, wie das so ganz selbstverstaendlich und ohne Aufregung beschrieben wird...Alles in allem ist die Geschichte ueberhaupt nicht angestaubt, sondern freundlich, warmherzig und zeitlos. Sie fuehrt einen durch die Jahreszeiten bis hin zu einer wunderbaren Schilderung der Weihnachtsvorbereitungen und des Weihnachtsfestes auf Birkenlund. Fuer uns eignete sie sich gut abends zum Vorlesen .