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© Stereoplay -- Stereoplay
Um dieses Album muß man nicht viele Worte machen: Es ist die Live-Einspielung der Top-Rocker - und ihr größter Erfolg (Platz 6) im britischen Mutterland. Selbst nach 25 Jahren treibt das Konzert Schweißperlen auf die Stirn - bei Songs wie "Child In Time", "Smoke On The Water" oder "Strange Kind Of Woman". Der Clou: Eine Bonus-CD glänzt mit drei Zugaben, "Black Night", "Speed King" und "Lucille". Daß die Songs, klasse remastert, nun ihr Klangpfund ausspielen können, macht diese Edition zum Muß für Fans!
© Audio -- Audio
Die erste CD ist die Remastered Version der originalen "Made in Japan", und ist -- für ein Doppelalbum bzw. eine 70+ Minuten CD -- mit sieben Tracks auf den ersten Blick etwas spärlich belegt. Allerdings haben es diese sieben Tracks ganz schön in sich, denn jeder Song ist in einer Überlängen-Version zu haben, die nur so von ausufernden Soli und Improvisationen strotzt, die Deep Purple's Live Präsenz nur bestätigen.
Die erste Seite beginnt mit dem alt-bekannten 'Highway Star', die damals viel besser als Opener als (wie heute) als Zugabe geeignet war.
'Child in Time' überzeugt vor allem im legendären Mittelteil, mit heftigem Gitarrenspiel von Blackmore, wenngleich die ruhigen Anfänge durchaus mit der Studioversion mithalten können, was allerdings in der Natur des Stückes liegt.
'Smoke On The Water' - damals ebenfalls der "Rocker zu Beginn" - regt noch mehr zum Haarewedeln und Kopfschütteln an als die Studioversion, und reizt mit den siebeneinhalb Minuten zum absoluten Auspowern an.
'The Mule' mit Paice' Drum Solo ist meiner Meinung nach das eigentliche Glanzstück dieser CD, und ein würdiger Abschluss der ersten LP (sofern es noch Leute gibt, die eine LP Version ihr eigen nennen...). Auch erwähnenswert ist Gillians Gesang und das generelle, lockere Feeling, dass diese Live Version vermittelt. Hier zeigt die Gruppe wirklich, was in Ihnen steckt.
'Strange Kind of Woman' und 'Lazy' läuten die zweite Platte an (bzw. die zweite Hälfte der ersten CD, oder wenn man die Live in Japan Variante besitzt, die zweite CD ... Veröffentlichungschaos), und können vor allem durch die Gitarre bezeugen und ihren Wert gegenüber den Studioversionen ausmachen.
Schließlich und endlich geht es mit einer 19:53 (ja, beinahe 20 Minuten) Version von Space Trucking zum grandiosen Finale über, wo die Gruppe noch einmal alle Register zieht und keine Muskelfaser der Hörer entspannt hält.
Wo allerdings der Remasters-Release besonders besticht, liegt in der zweiten CD dieser Veröffentlichung, die -- unscheinbar betitelt mit "The Encores" wahrliche Live Glanzstücke zeigt:
'Black Night' und 'Speed King' sind um einiges schneller, flotter, härter und -- mit einem Wort -- grandioser als bei jeder anderen Live oder Studioveröffentlichung, die es bislang von Deep Purple gegeben hat. Die Kraft die die Band bei diesen Stücken zu Tage legt ist wahrlich gigantisch!
Die wahre Perle ist allerdings die Rock and Roll Cover 'Lucille', welches bis zu dem Zeitpunkt (sofern ich Deep Purples Veröffentlichungschaos überblickt habe) noch in keiner Aufnahme zu hören war, und wenn, zumindest nicht derartig rockig. Das Stück, das heute immer noch als Encore, also Zugabe, gespielt wird, entfacht in dieser Aufnahme vom 16. August 1972 die ganze Faszination, die es auch heute noch auf die Konzertgänger ausübt. Ein Stück, auf das der Hörer immer wieder - und vor allem immer wieder gerne - hinspielt.
Abschließend kann man sagen, dass diesen Aufnahmen, die an drei Tagen im August 1972 in Japan getätigt wurden, den Flair von Deep Purples Live Auftritten wohl am besten einfängt, wohl als eines der größten Live-Alben aller Zeiten gilt, und von dem manche Fans zu Recht behaupten, dass die Versionen auf dieser Scheibe um einiges besser sind, als die Studio-Versionen, die getätigt wurden. Deep Purple auf ihrem Höhepunkt, ein unverzichtbares Must-Have für alle Rock-Fans
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