Mit "Made in Germany" haben Peter Ruch und der White Star Verlag ein dickes Fleißwerk abgeliefert. Doch viel ist nicht gleichbedeutend mit gut, wie der halbwegs kritische Betrachter schnell mitbekommt: Die an sich flotten Formulierungen bedienen überwiegend die gängigen Klischees und stecken gleichzeitig voller sachlicher Fehler, inhaltlich wird der Leser mit zahlreichen Fragen allein gelassen. Warum etwa werden die Bilder des VW Scirocco I hauptsächlich mit Fakten zu Corrado und Calibra beschrieben? Warum sind viele der insgesamt ziemlich unstrukturierten Beiträge nur in deutsch verfasst, andere dagegen ausschließlich in englischer Sprache - ein Produktionsfehler? Absolut enttäuschend ist vor allem die Gestaltung: Eckig geschnittene Räder bei freigestellten Fotos geben sich mit einem völlig lieblosen und uneinheitlichen Textlayout ein Stelldichein, Auswahl und Gruppierung der Bilder wirken einfach unprofessionell. Wenig nachvollziehbar auch die Selektion der Autos. Chevrolet Volt oder Lamborghini Reventon gehören wohl genauso wenig in ein Buch mit der Unterzeile 'Legendäre deutsche Automobile' wie VW Touran und Ford Mondeo. Kurz: Diese üppigen 300 Seiten sind sogar mit den zunächst günstig erscheinenden 29,95 Euro deutlich überbezahlt.