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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Syd's Solo Debut, 5. April 2001
Von Ein Kunde
Im Frühjahr 1968 trennten sich Pink Floyd von ihrem Gründer, dem Gitarristen und Sänger Syd Barrett, da er wegen seiner Unzuverlässigkeit und psychischen Labilität die Arbeit der Band eher behindert hatte. Pink Floyd ersetzten ihn durch David Gilmour. Syd Barrett veröffentlichte schließlich 1969 sein erstes von zwei Soloalben. Eine Kritik zur Musik von Syd Barrett ist immer eine sehr schwierige Angelegenheit. Ehrlich gesagt war Barrett ein lausiger Sänger und ein bestenfalls durchschnittlicher Gitarrist. Auf der anderen Seite stand die ungeheure Phantasie eines genialen Menschen, der ständig eine Fülle neuer Ideen aus dem Hut zaubern konnte. Die musikalische Realisierung dieser Ideen scheiterte oft an Barrett's eher geringen musikalischen Fähigkeiten und an seiner Ungeduld, die dafür sorgte, dass er sich der zeit- und nervraubenden Angelegenheit, Musik im Studio aufzunehmen, zu mischen und zu produzieren so gut wie nie unterziehen wollte. Dank der Unterstützung diverser Gastmusiker ist The madcap laughs dennoch zu einem hörbaren Album geworden - zu einem Album, dass eher von den Texten und Ideen als von der Musik selbst lebt.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Verstörend- charmantes Solo- Debüt vom Pink Floyd- Begründer, 23. November 2000
Von Ein Kunde
Syd Barretts Solo Debüt war in vielerlei Hinsicht ein Fiasko: Schon Mitte 1968 versuchte sich der Gitarrist an ersten Unternehmungen außerhalb Pink Floyds. Jedoch erst die organisatorischen Bemühungen des frischgebackenen Harvest- Boss Malcolm Jones verschaffte Barretts Alleingängen einen Anflug von Struktur. Barrett singt häufig falsch, die Texte gehen scharf am Wahnsinn vorbei und die visionäre Musik - eingespielt zum Teil mit den Soft Machine- Musikern Robert Wyatt, Hugh Hopper und Mike Ratledge - taucht den Hörer unweigerlich in ein Wechselbad von Wonne und Entsetzen ein. Wunderschön und ergreifend einfach ist Barretts Umsetzung des James Joyce- Gedichts "Golden Hair". Unerträglich hingegen der Akustiktrip "Dark Globe". Mit "Octopus" enthält die Platte auch einen griffigen Popsong, der dann auch als Single veröffentlicht wurde. "It's No Good Trying" ist dann wieder eine Fahrt durch Electronic Wonderland. Der charmante Nonsens- Witzbold von "The Gnome" scheint dann wieder in "Here I Go" durch.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der erste Take soll der beste sein, 26. Mai 2003
1967 waren Pink Floyd das Synonym der Londoner Gegenkultur. Im ersten Sommer of Love gastierten sie in Underground-Clubs wie dem UFO oder dem Middle Earth. Die treibende schöpferische Kraft der Band war Syd Barrett (Sorry Roger, ist aber so!). Er schrieb die beiden psychedelischen Hitsingles Arnold Layne und See Emily Play, gab sich dann aber wohl eine Pille zu viel und wurde aus der Band geschmissen. Danach durfte er leider nur noch zwei , wenngleich exzellente Alben veröffentlichen, Barrett und The Madcap Laughs, bevor er ein frühes prominentes Acid-Opfer wurde.Gerade auf seinem Solo-Debut, The Madcap Laughs, zeigten sich seine vielfältigen, teilweise revolutionären Ideen, die er am liebsten alle auf einmal umsetzen wollte. Das Album ist aber auch Dokument seiner Philosophie, wonach der erste Take, wenn auch stümperhaft, stets der beste sein solle und eine Wiederholung der Aufnahmen prinzipiell abzulehnen sei, da sie den Songs lediglich ihre Spontanität rauben würden. Kein Wunder, dass sich die Verantwortlichen bei EMI Gedanken über den Erfolg des Albums machten, das nach Wochen im Studio doch erst in seinen Grundzügen fertig war. So kam es, dass David Gilmour und Roger Waters in wenigen konzentrierten Sessions halfen, das Album abzumischen und zu vervollständigen. Mit ihrer Mithilfe entstanden auch die beiden ernsthaften Kompositionen des Albums, das außergewöhnliche Octopus, das ich als Anspieltipp nur empfehlen kann, und Golden Hair, ein Gedicht von James Joyce, das Barrett bereits als Teenager vertont hatte und das nun mit Bass, Schlagzeug, Vibraphon und Orgel unterlegt wurde.
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