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Kaltblütiger Gangster, umjubelter Volksheld, gefeierter Entertainer und hingebungsvoller Vater - Joao Francisco dos Santos ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der brasilianischen Geschichte. Joao Francisco ist Madame Satã. Der imposante Schwarze kam aus dem Nichts und eroberte Anfang der 30er Jahre als Sänger und Tänzer die Bühnen von Rios Künstlervierteln. Abseits der Bühne fürchteten ihn die Menschen als unerbittlichen Kriminellen, der in seiner Wut über die Ungerechtigkeiten des Lebens niemanden verschonte.
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Auf zahlreichen lateinamerikanischen und internationalen Festivals mit Preisen überhäuft, in Cannes 2002 mit "Un Certain Regard" bedacht, begeistert Karim Aïnouz' Regiearbeit als wunderbar gefilmtes und ausgestattetes Porträt eines Besessenen. In der Hauptrolle des von Walter Salles ("Central Station") ausführend produzierten Werkes bündelt der damals 24-jährige Theaterschauspieler Lazaro Ramos Energien und Aufmerksamkeit und dürfte insbesondere den weiblichen Latino-Filmfans beglückende Momente schenken.
Blickpunkt: Film
Kraftvolles brasilianisches Kino, an dem der einflussreiche Regisseur Walter Salles ('Die Reisen des jungen Che') wie in so vielen Fällen als Produzent ('City of God') und treibende Kraft des Filmschaffen seiner Heimat beteiligt war. Das Erstlingswerk von Karim Ainouz basiert auf wahren Geschichten, führt in die 30er Jahre und stellt eine entscheidende Periode aus dem Leben des legendären schwarzen Schwulen, Kriminellen, Straßenkämpfers und Killers Joao Francisco dos Santos vor, der von sich sagte: 'Ich wollte Transvestit sein, aber deshalb bin ich nicht weniger ein Kerl'. Was für ein Kerl Joao war, wird in zahlreichen lebhaften und aufregend von Walter Carvalho (Walter Salles' 'Central Station' und 'Hinter der Sonne') aufgenommenen Szenen deutlich.
Joao (Lazaro Ramos) arbeitet im Armenviertel Lapa von Rio de Janeiro in einem Bordell und lebt mit der Prostituierten Laurita, ihrer kleinen Tochter und Kumpel Tabu zusammen. Sie besuchen den Nachclub 'Blaue Donau' und hängen Träumen von besseren Leben nach. Joao trennt sich von Lover Renatinho, der ihn nach dem Sex ausrauben wollte, und landet, weil er seinen ausstehenden Lohn mit Gewalt eingefordert hat, kurzfristig im Gefängnis. Entlassen, entwickelt Joao eine Vorliebe für Frauenkleider, nachdem er im Kino die weltberühmte Tänzerin Josephine Baker gesehen hat. Er tritt zu Ehren Lauritas als Glamourtransvestit auf und wiederholt die Performance mit großem Erfolg. Als er direkt danach von einem Betrunkenen beschimpft wird, erschießt er den Rassisten der Ehre wegen und landet für zehn Jahre im Knast.
Rolltitel im Nachspann informieren, dass Joao (1900 - 1976) 1942 im Karneval von Rio den Preis für das Beste Kostüm gewann und die Auszeichnung wiederholt einfuhr. Im Zentrum des Film stehen die Jahre, in denen aus dem widersprüchlich gewalttätigen, jähzornigen, narzisstischen und von Wut auf die elenden Lebensumstände zerfressenen Joao der Künstler wurde. Dabei ist es dem Film weniger um Heldenbildung des athletischen und kämpferischen Joao zu tun, als um seine offen gezeigte Sexualität, die er mit Stolz trägt und jeden angeht, der ihn verspottet oder verflucht. Im Zuge des durch 'City of God' und 'Die Reisen des jungen Che' neu erwachten Interesses an Brasilien sollten Programmkinos die Chance mit Ainouz' vitaler, mit viel Samba-Rhythmen unterlegten Biografie nutzen. ger.
Joao (Lazaro Ramos) arbeitet im Armenviertel Lapa von Rio de Janeiro in einem Bordell und lebt mit der Prostituierten Laurita, ihrer kleinen Tochter und Kumpel Tabu zusammen. Sie besuchen den Nachclub 'Blaue Donau' und hängen Träumen von besseren Leben nach. Joao trennt sich von Lover Renatinho, der ihn nach dem Sex ausrauben wollte, und landet, weil er seinen ausstehenden Lohn mit Gewalt eingefordert hat, kurzfristig im Gefängnis. Entlassen, entwickelt Joao eine Vorliebe für Frauenkleider, nachdem er im Kino die weltberühmte Tänzerin Josephine Baker gesehen hat. Er tritt zu Ehren Lauritas als Glamourtransvestit auf und wiederholt die Performance mit großem Erfolg. Als er direkt danach von einem Betrunkenen beschimpft wird, erschießt er den Rassisten der Ehre wegen und landet für zehn Jahre im Knast.
Rolltitel im Nachspann informieren, dass Joao (1900 - 1976) 1942 im Karneval von Rio den Preis für das Beste Kostüm gewann und die Auszeichnung wiederholt einfuhr. Im Zentrum des Film stehen die Jahre, in denen aus dem widersprüchlich gewalttätigen, jähzornigen, narzisstischen und von Wut auf die elenden Lebensumstände zerfressenen Joao der Künstler wurde. Dabei ist es dem Film weniger um Heldenbildung des athletischen und kämpferischen Joao zu tun, als um seine offen gezeigte Sexualität, die er mit Stolz trägt und jeden angeht, der ihn verspottet oder verflucht. Im Zuge des durch 'City of God' und 'Die Reisen des jungen Che' neu erwachten Interesses an Brasilien sollten Programmkinos die Chance mit Ainouz' vitaler, mit viel Samba-Rhythmen unterlegten Biografie nutzen. ger.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Spannendes Porträt des legendären Transvestiten und Kriminellen Joao Francisco dos Santos aus Rio de Janeiro.
Kurzbeschreibung
Kraftvoll und verletzlich. Gefeiert und gehasst. Umschwärmter Sänger. Hingebungsvoller Vater. Zügelloser Verbrecher. Leidenschaftlicher Liebhaber. Er war eine Legende. Er war Madame Sata.
Joao Francisco kam aus dem Nichts und war ein Niemand. Groß, schwarz, eine imposante Gestalt. Die Menschen aus Lapa, jenes berühmte Künstlerviertel von Rio de Janeiro, sie mochten ihn, seine Art des Tanzens, seine Begeisterung und sein unbedingter Wille nach Freiheit. Und sie hassten Joao Francisco, den herrschsüchtigen Tyrann, der blind vor Wut, Ungerechtigkeit und unerwiderter Liebe durch die Strassen zog. "Ich bin als Außenseiter geboren und so will ich auch leben", schreit er denen entgegen, die ihm keinen Respekt zollen. Sein Weg ist klar. Bald wird er ein gefeierter Star sein und sein Publikum finden.
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Joao Francisco kam aus dem Nichts und war ein Niemand. Groß, schwarz, eine imposante Gestalt. Die Menschen aus Lapa, jenes berühmte Künstlerviertel von Rio de Janeiro, sie mochten ihn, seine Art des Tanzens, seine Begeisterung und sein unbedingter Wille nach Freiheit. Und sie hassten Joao Francisco, den herrschsüchtigen Tyrann, der blind vor Wut, Ungerechtigkeit und unerwiderter Liebe durch die Strassen zog. "Ich bin als Außenseiter geboren und so will ich auch leben", schreit er denen entgegen, die ihm keinen Respekt zollen. Sein Weg ist klar. Bald wird er ein gefeierter Star sein und sein Publikum finden.
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