Jetzt eintauschen
und EUR 0,15 Gutschein erhalten
Eintausch
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Madame: Roman [Taschenbuch]

Antoni Libera , Karin Wolff
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Taschenbuch EUR 10,90  
Taschenbuch, 1. Mai 2002 --  

Kurzbeschreibung

1. Mai 2002
»Madame ist ein wundervolles, seltenes Meisterstück.«
›Los Angeles Times‹


Was für eine Frau! Eine strahlende Erscheinung voll kühler Eleganz, umweht von einem Hauch französischen Parfüms – und das mitten im grauen Polen der 60er Jahre. Eine gewisse Zeit kann der Ich-Erzähler der Faszination widerstehen, die von Madame La Directrice, der neuen Schuldirektorin und Französischlehrerin, ausgeht, während seine Mitabiturienten ihr längst erlegen sind und sich erotischen Fantasien hingeben. Doch dann trifft auch ihn der Ansturm der ersten großen Liebe mit voller Wucht. Er versucht, die Aufmerksamkeit der Einunddreißigjährigen auf sich zu ziehen.

Aber so leicht ist die weltgewandte Frau nicht zu beeindrucken. Zielstrebig macht er sich daran, mehr über die geheimnisvolle Schönheit herauszufinden, die eine auffallende Affinität zu Frankreich, Inbegriff des dekadenten Westens, erkennen läßt: zunächst ihre Adresse, dann ihre Vergangenheit. Er stößt auf verstörende Antworten und lernt neue Fragen zu stellen. Eine menschliche Tragödie breitet sich vor seinen Augen aus, die bis in die dreißiger Jahre zurückreicht. Durch sein Wissen kommt er der Unnahbaren näher, als sie ahnt. Stets darauf lauernd, ob die Angebetete durch eine Bemerkung oder eine Geste verrät, daß sie seine in Aufsätzen und Gesprächen eingestreuten Anspielungen aufgelöst hat, erlebt er einen ständigen Wechsel von Illusionen und Desillusionierung.

Der ehrgeizige Umgang mit dem Wort und die Erkenntnis harter Realitäten setzen ungeahnte Fähigkeiten in dem jungen Mann frei. In der intensiven Auseinandersetzung mit Literatur, Kunst und Wirklichkeit entdeckt er die Macht und Bedeutung der Imagination. Sie spielt eine wichtige Rolle in seiner Deutung der Welt. Seine Sprache formt sich und mit ihr er selbst. Zwar läßt den Ich-Erzähler die Macht der Worte, auf die er in seiner Jugend noch ganz vertraut, Konfliktsituationen mit den Handlangern des Staates gewitzt meistern, doch muß er plötzlich auch die Gefährlichkeit des Machtapparats im Polen der Gomulka-Ära erkennen, der mit Worten allein nicht zu begegnen ist.

Was als Education sentimentale beginnt, wird zu einer Initiation in mehrere Bereiche: in die Liebe, in das reale Leben und in die eigene Zukunft. Er wird zum Schriftsteller.

Antoni Liberas erster Roman löste in Polen zum Teil heftige Reaktionen aus. Gegenstand der Diskussion war nicht nur die außerordentliche literarische Qualität des Buches, sondern vor allem die Thematisierung von Widerstand und Anpassung, Kleinbürgertum und Weltoffenheit im kommunistischen Polen der Nachkriegszeit. Völlig neu war zudem die Thematisierung der Rolle der Stalinisten im Spanischen Bürgerkrieg, die jenseits des Eisernen Vorhangs jahrzehntelang verheimlicht wurde. Eingebettet hat der Autor die politischen und künstlerischen Aspekte seines fein motivierten Romans in eine zarte Liebesgeschichte, die ihren Reiz aus dem Spiel von Nähe und Ferne der Beteiligten bezieht.


Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen


Produktinformation

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423129743
  • ISBN-13: 978-3423129749
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 589.645 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Politischer Roman, Literaturzitatkunstwerk und eine der vornehmsten Liebesgeschichten überhaupt.

Der Verlag über das Buch

»Es geht in diesem vieldiskutierten Bildungsroman eben nicht nur um Herzensangelegeheiten, sondern um Widerstand und Anpassung, Kleinbürgertum und Weltoffenheit im kommunistischen Polen der Nachkriegszeit.« Nürnberger Nachrichten

»Was die Stärke des Buches ausmacht, ist sein Schauplatz, das Warschau der sechziger Jahre, sein intellektuelles und politisches Klima, in das Libera den Leser bis in die letzten Einzelheiten hinein zu versetzen vermag.«›Frankfurter Allgemeine Zeitung‹

»...brillant erzählt, voller musikalisch durchgeführter Motive - und dabei unterhaltsam, leserfreundlich, süffig [...]. ... dies ist vor allem der Roman des Jahres, weil er bis in die letzte Faser seines dichten Gewebes durchdrungen ist von einem auf geradezu altmodische Weise unerschütterlichen Glauben an die Kunst ...«

»Madame ist ein Roman, der dem wieder vereinten deutschen Leser viele Aha-Momente geben wird. Er steht für den Reichtum der polnischen Gegenwartsliteratur, die es im Bücherherbst 2000 zu entdecken gilt.«›Financial Times Deutschland‹

»Ein fulminantes Capriccio über die Macht von Kunst und Liebe, Bildung und Humor.«›Welt am Sonntag‹

»Antoni Libera [...] hat nicht nur ein faszinierendes Buch über die Liebe und die Kunst geschrieben, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zur Aufdeckung der Wahrheit über die kommunistische Vergangenheit geleistet.«›Stuttgarter Zeitung‹

»Überschäumend vor Bildung, gedämpftem Humor und leidvoller Satire, eine nahezu höfische Liebesgeschichte und eine Hymne auf die Macht der Kunst - was kann man mehr verlangen.«Washington Post

»›Madame‹ ist ein wundervolles, seltenes Meisterstück.«Tygodnik Powszechny

Von der schicksalhaften Liebe eines Teenagers zu seiner betörenden Französischlehrerin im Polen der 1960er Jahre erzählt das meisterhafte Debüt des Warschauer Kritikers und Theaterregisseurs Libera. (...) Libera zeichnet die Obsession des Erzählers mit einem Witz, der Nabokovs würdig wäre, wenn seine Satire auf den impulsiven romantischen Leichtsinn des Jungen sich mit hitziger Leidenschaft mischt.(...) Ein höchst gelungenes, fesselndes und bewegendes Werk.« Publishers Weekly (Auszeichnung mit Stern)

»Antoni Liberas Roman ›Madame‹ ist keine saisonale Erscheinung: keines dieser ›Bücher des Monats‹, das man vergisst, sobald es aus der Bestsellerliste verschwunden ist. ... Es ist ein vielschichtiges, bedeutungsreiches Werk, ein Buch über die Liebe, die Kunst, über Politik und vor allem über Sprache, mit der wir uns selbst und die Realität um uns herum schaffen. Es besteht Grund zur Annahme, dass es ein dauerhafter und wichtiger Markstein der polnischen Literatur werden wird.«Tygodnik Powszechny

»Die Nachhaltigkeit dieses Erfolgs ist verblüffend.« Janusz Tycner in Die ZEIT


Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
4.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Madames 9. Januar 2006
Von Lupa
Format:Taschenbuch
"Bist du aber sicher, dass der, dem Deine Seele nachtrauert, Dir zu begegnen hervortritt? Dass er Deine Gefühle erwidert? Dass er auf sie wenigstens antwortet? Was, wenn es anders kommt? Wenn es sich zeigt, dass er jedoch nicht Schubert ist, der deinem jungfräulichem Gesang die Musik schreibt? Was dann? ..."
Mit Sätzen wie diesen arbeitet der polnische Verfasser Antoni Libera seine Philosophie der Liebe in seinem Roman Madame heraus. Der Protagonist, ein Ich Erzähler, der aus der Perspektive eines längst schon erwachsenen Mannes, die Geschichte seiner Jugend im Nachkriegswarschau nacherzählt. Er reflektiert das letzte Jahr seiner Gymnasialzeit und beleuchtet die Ereignisse vor, um und kurz nach dem Abitur. In den Mittelpunkt des Romans tritt eine Erfahrung des Verliebtseins, die der Erzähler als Junge bezüglich seiner selbst noch jungen gerade erst anfangs der 30er stehenden Direktorin und Französischlehrerin erlebt.
Antoni Libera schmiedet zwar eine Liebesgeschichte, gießt sie aber als inhaltlichen Umbau über eine Kritik des kommunistischen Systems. Er schreibt aus der Sicht von heute über die 60er bis 80er Jahre, die eine grauenvolle Zeit für Polen, den Handlungsort der Geschichte gewesen sind.
Es werden die Unmenschlichkeiten, Schwächen und Umstände des korrupten und alles zersetzenden kommunistischen Regimes, mit seiner Treue zur Sowjetunion, bis hin zur vollkommenen Untergebenheit, die Repression und Deportationen ins stalinistische Sibirien auszeichnen, an Hand einer Liebesgeschichte erzählt.
Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlich mittreissend 7. Januar 2004
Format:Taschenbuch
Von dem mir unbekannten Namen „Antoni Libera" und dem Titel „Madame" erwartete ich Unterhaltung, und nicht mehr; eigentlich kann ich Unterhaltungsliteratur nicht leiden und habe nur zu lesen begonnen, weil mir das Buch geschenkt worden war.
Diese negative Erwartung wurde aber ganz und gar nicht bestätigt und im Sturm widerlegt: Denn das hier vorliegende Buch ist eine große Hommage an das Leben und die zarte, wartende, betrachtende, hoffende, verträumte Liebe. Vordergründig geht es um die Verliebtheit eines intelligenten, belesenen polnischen Schülers in seine Französischlehrerin - jene merkwürdig geheimnisvolle westliche Schönheit, die Verschlossene, Undurchdringliche.
Der junge Mann ist zugleich der Erzähler der Geschichte - und hier beginnt bereits die Faszination, die von dem Buch ausgeht: Denn der Erzähler ist nicht nur gewitzt und belesen, er ist ungeheuer frech, geistreich - elitär, angeberisch spöttelnd - liebevoll nachdenklich, poetisch. Man kann den Blick nicht von seinen Worten wenden. Manchmal muss man sogar laut lachen, dann wieder schwer schlucken, und dann wieder die Faust ballen, aus mitfühlendem Zorn oder in Siegesfreude.
Langsam folgen wir seinen Erkundungsgängen, auf denen er „Madame", wie er seine Lehrerin nennt, verfolgt, um sie in allen Facetten ihres Lebens kennenzulernen. Und bangen mit ihm, wenn er seinen - drekt an sie gerichteten - Aufsatz einreicht, wenn er um ihr Haus streicht, sie im Theater von Ferne betrachtet: und all das doch nur, um ihn sich selbst und uns ein Bild von einer Frau zeichnen zu lassen, die sehr zart und traurig und zugleich voll Hoffnung ist - einer Existenzialistin im Polen der 70er Jahre.
Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Was ist es, das den Leser 500 Seiten lang in einem Roman ohne nennenswerte Handlung in Atem hält? Antoni Libera schickt den Leser auf eine Reise des Geistes und geistreicher Entdeckungen. Seine faszinierende Botschaft, die er genüßlich langsam enthüllt, lautet: das größte erlebbare Abenteuer sind Geist und Seele eines Menschen. Auch wenn der Roman im stickigen, von Misstrauen und Engstirnigkeit geprägten kommunistischen Polen angesiedelt ist, gleicht das Grundmuster doch eher einem mittelalterlichen höfischen Epos: Der junge Held, ein Gymnasiast, zieht - im übertragenen Sinne - aus, um die Aufmerksamkeit und Minne einer edlen Herrin, seiner Französischlehrerin, zu erringen. Die geringsten Gunstbeweise, etwa ein blutgetränktes Taschentuch, werden zu Liebestrophäen von unschätzbarem Wert. Madame, die Königin in einem königlichen Spiel, alle anderen Personen an Glanz und Herrschaftsanspruch übertreffend, macht es ihrem Ritter nicht leicht. Er muss sich von Station zu Station bewähren, Missachtung und Erniedrigung erdulden, bis er sich der Herrin als würdig erweist und vom grauen Knappen zum Prinzen aufsteigt. Mit detektivischem Spürsinn versucht der Gymnasiast das Geheimnis der Persönlichkeit und der Vergangenheit seiner Lehrerin zu lüften. Er plant die erhoffte Eroberung der Königin wie ein genialer Schachspieler, der nichts dem Zufall überlässt, um am Ende zu erkennen, dass das Mysterium der Liebe in der gegenseitigen Achtung der Persönlichkeit und des Geistes des anderen besteht. Leitmotivisch, verstärkt durch viele literarische Belege, durchzieht den Roman der Glaube des Autors an die Macht und Magie des Wortes, die er selbst in erstaunlichem Maße beherrscht. Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Eine Hymne an das Wort
Libera läßt uns in seinem Romandebüt tief in die Gefühls- und Gedankenwelt eines pubertierenden Außenseiters blicken. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. September 2004 von Holger G.
3.0 von 5 Sternen Zwiespältig
Eigentlich passiert sehr wenig: der siebzehnjährige Ich-Erzähler verliebt sich in seine geheimnisvolle Französischlehrerin und beginnt ihr nachzuspionieren um mehr... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. August 2004 von C. Holst
3.0 von 5 Sternen Von der Schwierigkeit, Pole zu sein
Madame ist ein literarisch hochwertiges Buch und der Autor ein begabter Schriftsteller. Die Geschichte des Schülers, der sich in seine Französischlehrerin verliebt und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. November 2003 von "elefanto1"
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch, das ich kenne
Meine Vorgänger haben die Brsonderheiten Madames treffend beschrieben und mir bleibt nur zu sagen, dass mich noch nie ein Buch so angesprochen hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. September 2001 von "irinafuchs"
5.0 von 5 Sternen Fast schon selbst ein Glasperlenspiel
Liberas Hommage an Bildung, Ästhetik und Stil ist ein wunderschöner, berauschender, farben- und detailsprühender Roman. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2000 von uta.arnold@gmx.de
5.0 von 5 Sternen Leicht und glänzend wie ein blauer Zeppelin
"Sie war stark und stolz. Und sie schien unabhängig von der entsittlichenden polnischen Realität, geschaffen in düsterem Wahn von der Volksdemokratie. Lesen Sie weiter...
Am 6. Dezember 2000 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eins der besten polnischen Bücher überhaupt
Das Buch hat Witz, Charme und intelligent gestaltete Handlung. Es ist rührend und klug zugleich. Ich würde diesem Buch möglichst grossen Leserkreis wünschen. Lesen Sie weiter...
Am 12. September 2000 veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar