Es ist schon eine Weile her, dass ich die Biographie von Maria Sklodowska-Curie gelesen habe. Ich hatte vorher ein anderes Buch über sie, dass mir aber vom Schreibstil nicht gefiel, daher habe ich mich entschieden, das Buch der Tochter zu lesen. Aus meiner Sicht ist es sehr interessant, die Geschichte dieser einzigartigen Frau aus der Perspektive eines Angehörigen zu betrachten, zumal Eve Curie in ihrem Haushalt aufgewachsen ist. Das die Mutter von der Tochter überhöht wird, kann ich nicht bestätigen. Die Autorin kann auch beim verfassen ihres Werks die Mutter-Tochter-Beziehung nicht einfach aus ihren Erfahrungen und Emotionen rausstreichen. Aber gerade das macht das Buch aus und unterscheidet es von anderen Werken. Gerade wegen dieses subjektiven Blickwinkels habe ich mich für dieses Werk entschieden.
Die Autorin führt auf, was Madame Curie als Wissenschaftlerin und Privatperson ausmachte, zeigt aber ebenso ihre Schwächen auf. Diese Frau war besessen und beseelt von der Wissenschaft. Sie hat sich auf den Weg aus dem damals besetzten Polen nach Frankreich gemacht, weil sie hier die Möglichkeit hatte als Frau Physik zu studieren. Eine toller Mensch, der viel auf sich genommen hat, um ihren Traum zu verwirklichen. Wer sich für die Biographie dieser wichtigen Frau interessiert, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.
(vielleicht überhöhe ich Marie Curie, aber das kann ich mir als Chemikerin, die dazu die polnische Sprache lernt, kaum verkneifen)