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Madame Bovary: Roman
 
 
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Madame Bovary: Roman [Gebundene Ausgabe]

Gustave Flaubert , Guy de Maupassant , Hans Reisiger
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Den meisten ist die Tragödie der Madame B. wohl bekannt, einige wollen sie wieder lesen, manche haben, aus welchen Gründen auch immer, noch nichts von ihr gehört und viele waren bis jetzt zu jung, um sie zu kennen. Flauberts Werk zählt zu den zeitlosen Klassikern, die wegen ihrer nicht abreißenden Aktualität immer wieder aufgelegt werden. Bücher, die über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte für gut gehalten werden, haben viele Ebenen, auf denen man sie lesen, verstehen und interpretieren kann. Madame Bovary gehört dazu. Kritiker und Literaturwissenschaftler befinden sich, was die Analyse des Mythos Emma Bovary betrifft, schon immer im Widerstreit. Auch das zeichnet ein universales Werk aus. Es läßt sich in keine Schublade stecken.

Wer war Madame Bovary? War sie ein Opfer ihrer Umwelt oder ein Opfer ihrer selbst? War sie sehr einfältig oder besonders gerissen? Was macht Madame für viele noch heute so faszinierend? Vielleicht ist das nicht abreißende Interesse mit den unendlichen Interpretationsmöglichkeiten ihres Charakters und ihres Schicksals zu erklären oder mit den vielen Spekulationsmöglichkeiten über das, was vermeidbar gewesen wäre und das, was unvermeidbar war. Nachdenklich macht auf jeden Fall die Gegenüberstellung von verschiedenen Personen zur gleichen Zeit und am gleichen Ort: während die einen ihren Aufstieg erleben, müssen die anderen unaufhaltsam ihrem Niedergang ins Auge blicken.

Madame Bovary ist eine Tochter aus bürgerlichem Hause, die mit einem einigermaßen erfolgreichen Landarzt verheiratet wird. Voller Illusionen und großer Mädchenträume stürzt sie sich in die Ehe, die sie bald bitter enttäuscht. Nachdem sich die Liebesgefühle für ihren angetrauten Mann als oberflächlich und flüchtig erweisen, macht sich statt Leidenschaft, Anbetung und wahrer Liebe nur eine unerträgliche Leere in ihrem Herzen breit. Nicht mal Luxus ist ihr beschert. Ihr Mann arbeitet von morgens bis spät abends, um ihren mäßigen Lebensstandard aufrecht erhalten zu können.

Emma Bovary flüchtet sich in lebensferne Romane und durchlebt in Abständen Phasen von Hysterie. Später stürzt sie sich in heimliche Liebesaffären, von denen sie sich ein ewig andauerndes Glück erhofft. Nebenbei versucht sie ihren bohrenden Lebenshunger mit dem Kauf kostbarer Teppiche, wertvoller Möbel und edler Stoffe zu stillen, wobei sie maßlos über ihre Verhältnisse lebt. Emma begreift nicht, daß die Leidenschaft trotz ihrer berauschenden Höhepunkte ein hartes Brot ist, von dem allein man nicht existieren kann. So muß sie am Ende für ihr blindes Umherirren und ihre verzweifelten Ausschweifungen teuer bezahlen.

Gustave Flaubert zählt zu den größten Schriftstellern des 19. Jahrhunderts, wie auch George Sand, die etliche Romane unter ihrem männlichen Pseudonym veröffentlichte. Die beiden verband eine siebzehnjährige Freundschaft, in der Flaubert seiner Freundin oft durch Briefe über den Fortgang seines Werkes berichtet. Er beneidet Sand dafür, wie sie Nacht für Nacht ihre Romane einfach, ohne die Feder abzusetzen, auf das Papier niedergießt, während er in minutiöser Kleinarbeit jedes einzelne Wort unzählige Male abwägt, bevor er es gelten läßt. Immerhin, diese akribische Kleinarbeit hat sich gelohnt. Es ist ein Meisterwerk entstanden.

Eventuell könnte die Sprache des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wie Flaubert sie verwendet, in den Ohren des einen oder anderen Lesers etwas ungewohnt klingen, aber das ist Geschmackssache. Eher hebt sie die Atmosphäre der Zeit hervor, in der Madame B. gelebt und gelitten hat.

Das Thema bleibt brennend: Befreiung oder Untergang? Selbstverwirklichung oder Unterwerfung ? Welcher Pfad wurde an den Scheidewegen des Lebens jeweils eingeschlagen, der Richtige oder der Falsche? Wo liegen die persönlichen Fehler, wo die der Umwelt? Kurz: Wieviel Einfluß hat der Mensch auf seinen Charakter und sein Schicksal? Die Geschichte der Madame Bovary läßt viele Antworten zu. Für jeden eine. --Daphne Großmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Madame Bovary
OT Madame Bovary OA 1857 (Vorabdruck 1856 in Revue de Paris) DE 1892 Form Roman Epoche Realismus
Der Ehebruch-Roman Madame Bovary von Gustave Flaubert gilt nicht wegen seines Inhalts als bedeutendes Werk französischer Literatur, sondern aufgrund seiner neuartigen Art der Erzählweise durch die erlebte Rede, mit der die innere Welt der Figuren ironisch präsentiert wird.
Indem der Autor seine Heldin zu Grunde gehen lässt, weil sie Wunschwelt nicht von Wirklichkeitswelt unterscheiden kann, bricht Flaubert mit der Romantik in der Literatur und trägt damit entscheidend zur Entwicklung des modernen realistischen Romans bei. Der Untertitel Ein Sittenbild aus der Provinz deutet bereits auf das Ziel einer realitätsnahen Darstellungsweise hin. Im Roman findet dies auch seine Umsetzung in präzisen Orts- und Zeitangaben sowie in zahlreichen medizinischen Details.
Entstehung: Freunde hatten Flaubert geraten, er möge für seinen nächsten Roman einen Stoff aus dem Alltag wählen. In Zeitungen fand er die Notiz über eine unglückliche Ehefrau, die fremd ging und sich schließlich vergiftete.
Inhalt: Der zur Passivität neigende Landarzt Charles Bovary heiratet Emma Rouault, Tochter eines Landwirts. Sie wurde in einem Kloster erzogen und fand dort die Gelegenheit, durch die Lektüre von François-René Vicomte de Chateaubriand (1768–1848), Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre (1737–1814) und Sir Walter R Scott ihrem Hang zum Romantisieren nachzugehen. Kurz nach ihrer Heirat macht sich bei Emma die Gleichförmigkeit ihres Alltags bemerkbar. Selbst die Geburt einer Tochter vermag daran nichts zu ändern. Der Notariatsangestellte Léon Dupuis weckt ihr Interesse, doch dieser zieht bald nach Paris. Allmählich wächst mit Emmas Vereinsamung auch der Hass gegen ihren Mann. Dann lernt sie den wohlhabenden Rodolphe Boulanger kennen, ein Verführernaturell, in dem sie die Verwirklichung ihrer Träume zu erkennen glaubt. Schnell finden beide zueinander. Doch als Rodolphe sie verlässt, sind ihre Illusionen zerstört.
In der Oper sieht sie Léon wieder und trifft sich in der Folgezeit regelmäßig mit ihm. Trotzdem wird auch diese Beziehung schnell zur Gewohnheit für sie. Um sich abzulenken, kauft Emma ständig neue Luxusgüter und verschuldet sich. Angesichts einer bevorstehenden Pfändung erkennt Emma die Sackgasse, in die sie geraten ist, und vergiftet sich schließlich mit Arsen.
Wirkung: Die schonungslose, wirklichkeitsnahe Beschreibung der Figuren führte dazu, dass die Zensurbehörde Flaubert der Verletzung der öffentlichen Moral bezichtigte. Man warf ihm vor, dass er es versäumt habe, Emma mit Charakterzügen auszustatten, die ihre Verurteilung erleichterten. Es kam zu einem Aufsehen erregenden Prozess, zumal man in der Erstausgabe – gegen Flauberts ausdrücklichen Willen – einige Passagen gestrichen hatte. Das Gericht folgte der Anklage jedoch nicht. Charles R Baudelaire, Guy de R Maupassant, Émile R Zola und Marcel R Proust wurden zu Befürwortern des Werkes; auf ihrer Gegenseite stand noch im 20. Jahrhundert Jean-Paul R Sartre. Andere, wie Theodor R Fontane in Effi Briest (1895), griffen zentrale Motive in ihren Werken auf. Der »Bovarismus« wurde sprichwörtlich. C. V. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Pressestimmen

»Zeitlos« (Schweizer Illustrierte, Juni 2010 )

Kurzbeschreibung

Dank seiner erzählerischen Radikalität ist dieser epochemachende Roman heute so brisant wie bei seinem Erscheinen im Jahre 1857, als er in Frankreich für Furore sorgte. «Eine Revolution in der Literatur. Das Leben selbst erschien. Man konnte glauben, dass selbst die leblosen Dinge aufstünden, als hätte eine unsichtbare Schöpferkraft sie beschworen.» (Guy de Maupassant)

«Madame Bovary» zählt längst zu den unangefochtenen Werken der Weltliteratur. Bei seinem Erscheinen löste der Roman jedoch wegen des angeblichen Verstoßes gegen die Moral einen Skandalprozess aus und war heiß umstritten. Gustave Flaubert (1821–1880) schrieb damals: «Die Moral, der Anstand, die Prinzipien sind für die Aufrechterhaltung der bestehenden Gesellschaftsordnung unentbehrliche Dinge. Aber zwischen der Gesellschaftsordnung und der Literatur besteht keine Gemeinschaft. Der Schriftsteller betrachtet die Seelen und die Herzen, er sucht in sie einzudringen und ihre Heimlichkeiten, ihre schmachvollen oder edlen Neigungen zu verstehen.» Der Prozess gegen Flaubert endete mit einem Freispruch.

Mit einem in der Literatur bis dahin noch nicht dagewesenen Fatalismus schildert der Roman das Schicksal einer verheirateten Frau in kleinstädtischer Lebenswelt, die von ihrer Sehnsucht nach der großen, romantischen Liebe zum Äußersten getrieben wird. Der Konflikt zwischen der nüchternen Wirklichkeit ihres Ehedaseins und den Träumen der Heldin, beherrscht von Leidenschaften, wird zusehends bedrohlicher, ohne dass sich irgendwo ein Ausweg aus der Bedrängnis abzeichnen würde. Mehr noch als am fatalen Verlauf der Handlung wurde daran Anstoß genommen, dass sich der Erzähler bis zum Ende aller moralischen Wertungen enthält.

Klappentext

»In Madame Bovary deutet sich die Entfremdung an, die hundert Jahre später in den entwickelten Gesellschaften Männer und Frauen erfaßt (aber besonders letztere, wegen ihrer Lebensbedingungen): konsumieren, um die Angst zu vertreiben, Versuche, die Leere, die das moderne Leben im Menschen hinterläßt, mit Gegenständen zu bevölkern. Emmas Drama ist der Raum zwischen der Illusion und der Realität, der Abstand zwischen dem Wunsch und seiner Erfüllung.«

Mario Vargas Llosa -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Autorenportrait


Gustave Flaubert
, 1821 in Rouen als Sohn eines Chirurgen geboren, besuchte zuerst die Schulen in seiner (durch "Madame Bovary" berühmt gewordenen) Vaterstadt, studierte eher lust- und erfolglos die Rechte in Paris und mußte sich dann aufgrund eines rätselhaften Nervenleidens aus jeder Berufstätigkeit zurückziehen. Er lebte in strenger schriftstellerischer Askese in Rouen, unternahm immer wieder Reisen in Europa, nach Nordafrika und dem Nahen Osten und starb 1880 im Alter von 59 Jahren. Flaubert war unerbittliche Präzision in der Kunst wichtiger als überhitzte Inspiration und das Suchen nach bisher unbeschriebenen Aspekten derWirklichkeit wesentlicher als romantische Gefühlsdarstellung. Diese strenge Forderung setzte er in "Madame Bovary" in revolutionärer Weise um - doch vorher hatte es in seinem Leben eine Epoche gegeben, die in ihrer anarchischen Heftigkeit ihresgleichen sucht. Gert Westphal (geb. 1920 in Dresden): 1948 - 53 Oberspielleiter bei Radio Bremen, 1953 - 59 Hörspielleiter u. Fernseh-Chefregisseur beim Südwestfunk, 1959- 80 Mitglied des Züricher Schauspielhauses, als Rezitator von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Auszug

1

Wir waren im Arbeitszimmer bei den Schulaufgaben, als der Direktor eintrat. Ihm folgten ein "Neuer", noch in "Zivil", und ein Schuldiener mit einem großen Pult. Wer gerade schlief, wachte auf, und alle sprangen von den Plätzen und taten, als seien sie mitten aus der eifrigsten Arbeit herausgerissen worden.

Der Direktor winkte ab: Setzen! und wandte sich dann an den Studienaufseher.

"Herr Roger", sagte er halblaut, "hier ist ein Schüler, den ich Ihrer Obhut empfehle. Er kommt zunächst mal in die Quinta. Wenn seine Leistungen und sein Betragen entsprechend sind, soll er zu den Großen versetzt werden, zu denen er seinem Alter nach gehört."

Der Neue, der im Winkel hinter der Tür stehengeblieben war, so daß man ihn kaum sah, war ein Junge vom Lande, etwa fünfzehn Jahre alt und größer als wir alle. Er trug die Haare über der Stirn geradegeschnitten wie die Chorknaben in der Dorfkirche und sah ganz verständig aus, nur sehr verlegen. Obgleich er nicht breitschultrig war, war ihm seine grüne, mit schwarzen Knöpfen besetzte Tuchjacke sichtlich zu eng in den Achseln. Durch den Schlitz der Ärmelaufschläge schauten rote Handgelenke hervor, denen man ansah, daß sie für gewöhnlich bloß waren. Seine Beine, in blauen...

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