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Der Madagaskar-Plan. Die beabsichtigte Deportation der europäischen Juden nach Madagaskar.
 
 
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Der Madagaskar-Plan. Die beabsichtigte Deportation der europäischen Juden nach Madagaskar. [Gebundene Ausgabe]

Hans Jansen , Simon Wiesenthal
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 591 Seiten
  • Verlag: Langen/Müller (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3784426050
  • ISBN-13: 978-3784426051
  • Größe und/oder Gewicht: 24,8 x 17,6 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 183.509 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Autor befaßt sich mit dem Vorhaben Hitlers, die deutschen Juden nach Madagaskar zu deportieren. Anhand zahlreicher Dokumente, die zum Teil erst durch die Öffnung der Sonderarchive in Moskau zugänglich wurden, weist Hans Jansen nach, daß Hitler die Deportation der Juden nach Madagaskar zwischen 1938 und 1941 viel ernsthafter als bisher angenommen ins Auge gefaßt hatte. In seiner umfassenden Studie widerlegt der Autor die jahrzehntelang vorherrschende Meinung, beim Madagaskar-Plan habe es sich nur um ein Ablenkungsmanöver gehandelt.Prof. Dr. Hans Jansen, grboren 1931 in Groenlo (Niederlande), studierte Philosophie, Geschichte und Theologie. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Studien zum Thema Antisemitismus. Jansen lehrt an der Freien Universität Brüssel.

Autorenportrait

Prof. Dr. Hans Jansen, grboren 1931 in Groenlo (Niederlande), studierte Philosophie, Geschichte und Theologie. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Studien zum Thema Antisemitismus. Jansen lehrt an der Freien Universität Brüssel.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Volkmar Weiss TOP 1000 REZENSENT
Unabhängig voneinander und zu gleicher Zeit bearbeiteten der Deutsche Magnus Brechtken und der Niederländer Hans Jansen die Geschichte des Madagaskar-Planes, oder besser gesagt: Der Madagaskar-Pläne, deren Mehrzahl vor allem bei Jansen deutlich wird. Jeder Historiker erfährt in seinem Studium, daß es 1940 unter Hitler Planungen gegeben hat, die europäischen Juden nach Madagaskar auszusiedeln. Das ist zutreffend, und Jansen belegt die Ernsthaftigkeit dieser Planungen. Da der Siedlungsraum für mehrere Millionen Juden in Palästina niemals auszureichen schien, gab es auch von zionistischer Seite Vorschläge, in Ländern wie z.B. Uganda und Madagaskar zu siedeln. Besonders die polnische Regierung drängte ab 1936 darauf, für einen beträchtlichen Teil der etwa 3,5 Millionen Juden Polens einen neuen Siedlungsraum zu finden. Eine polnische Regierungskommission besuchte Madagaskar und gab ihren Bericht 1938 als gedrucktes Buch heraus. Im selben Jahr kam es zu offiziellen Verhandlungen zwischen Frankreich (da Madagaskar dessen Kolonie war), Polen, dem Deutschen Reich, Großbritannien und den USA über neue Aufnahmestaaten bzw. -kolonien für Juden, die aus dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland, Polen und Rumänien die Konsequenzen ziehen und auswandern wollten oder mußten. Der Krieg stoppte dann alle derartigen Pläne; doch wurde 1940 - nach dem Sieg über Frankreich und einem Frieden im Westen - von Hitler noch einmal ernsthaft erwogen, Frankreich dazu zu zwingen, in Madagaskar Juden in großer Zahl siedeln zu lassen. Ende 1941 ließ man derartige Pläne jedoch fallen und wollte die Juden in den Raum südöstlich des Ural abschieben, dessen Eroberung durch deutsche Truppen nur noch eine Frage der Zeit schien, so daß man mit den Transporten nach Osten bereits begann. Bemerkenswert ist in dem Buch von Jansen vor allem auch das Vorwort von Simon Wiesenthal, der die inzwischen unter Historikern anerkannte These bestätigt, daß mit diesen Transporten ein Mechanismus in Gang kam, der - mit Billigung von Himmler und Hitler - sich über lokale Erschießungen zur Massenvernichtung auswuchs, ohne daß es vor 1941 einen Plan dafür gab. Daß angesichts des arabischen Widerstands 1946 britische Stellen noch einmal erwogen, Juden nach Madagaskar anstatt nach Palästina zu siedeln, ist ein weiteres Kapitel in dem Buch von Jansen, das bei Brechtken fehlt. Der Stoff und seine Quellen sind so vielfältig, daß sich beide auf hohem fachlichen Niveau stehende Bücher in großartiger Weise ergänzen und beide sehr empfohlen werden können.
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