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Kundenrezensionen

44
4,2 von 5 Sternen
Mad Men - Season Six [4 DVDs]
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 18. Dezember 2013
Wir befinden uns im Jahr 1969, Zeiten und Moden ändern sich, Nixon ist zur Erleichterung der Madison Avenue neuer Präsident. Und so manch einer ahnt, dass Bourbon am Morgen auf Dauer vielleicht ungesund sein könnte. Frische Charaktere erscheinen, die Agentur stellt sich neu auf: Der ewige Traum der Werber von einer "eigenen Automarke" erfordert ihren Preis und führt im doppelten Sinne auf unbekanntes Terrain.

Die Geschichte von Ex-Ehefrau Betty rückt in dieser Staffel von der reinen Randerzählung wieder etwas mehr in Richtung Zentrum des Geschehens, die wesentlich modernere neue Gattin Megan entdeckt erste feine Risse im Eheglück. Mein Hauptinteresse verbleibt jedoch im Wesentlichen bei Don, Peggy und Joan, die trotz ihres stetigen sozialen Aufstieges weiterhin ihr Glück noch zu suchen scheinen. Für mich (positiv) überraschend kommt jedoch, dass neben Don Drapers üblichem emotionalen Minenfeld von Ehefrau, Ex-Ehefrau und Geliebten nun auch noch Tochter Sally in die Kampfzone des Geschehens drängt.

Gesellschaftliche Konflikte verbleiben wie gewohnt im Subtext, so dass sich der aufmerksame Zuschauer für seine Intelligenz gelobt fühlt. Die Veränderungen in den Zeitläuften wirken, als ob sie nur äußerlich abgebildet seien - wenn da nicht diese Spiegelung auf Don wäre, diese perfekte Verkörperung der 60er, der ganz langsam nicht mehr in diese neue Ära zu passen scheint ...

Es ist ein Drama!
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58 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 9. November 2013
Die sechste Staffel aus dem Jahr 2013 besteht aus 12 Episoden je 45 Min und einer einleitenden Doppelepisode mit der doppelten Länge. Sprache der UK-Version wie üblich Englisch mit englischen UT.

Die Staffel sieht wieder einen Mix aus vielen kleinen Geschichten, wobei das Klein-Klein mir diesmal noch mehr Gewicht zu haben als in vorherigen Staffeln. Es gibt lange durchgehende Geschichten, die aber nie die Gesamterzählung tragen. Viele andere werden wieder sehr kurz erzählt. Ein Thema ist weiterhin, wie die neue Agency versucht, ins Geschäft zu kommen, wobei echte Geschäftsgeschichten nur kurzzeitig Platz bekommen und viel das Innenleben thematisiert wird. Neben Dons Agentur ist es auch die von Peggy bzw. ihrem Chef Ted Chaough, der in dieser Staffel fast eine Hauptfigur ist. Das wiederum hat einen Schwerpunkt, der aber nicht verraten werden kann, um eine überraschende Entwicklung nicht zu spoilern.

Vor allem zu Beginn steht Don stark im Vordergrund, was dann aber zugunsten des breiten Ensembles mehr in den Hintergrund gerät. Eine neue Frau in seinem leben führt zu einer stark erzählten Geschichte und weiteren Einblick in Dons Seele, toll gespielt von.... (wird nicht verraten, um nicht zu spoilern). Nicht wirklich gespoiltert ist wohl, dass seine Ehe weiter nicht ganz einfach verläuft. Auch mit Tochter Sally gibt es ein paar Schwierigkeiten und Bettys Ehe wird punktuell thematisiert.

Andere Subplots sind z.B. Pete und seine Mutter, das Liebesleben von Peggy und ein neuer, etwas mysteriöser Mitarbeiter Bob Benson, der sich mit viel jugendlichem Charme bei allen einzuschleimen versucht. Anspielungen auf Zeitgeschichte kommen v.a. in der ersten Hälfte vor, im speziellen die Unruhen um die Gleichberechtigung Schwarzer und die Bürgerrechte, im ganzen aber wenig. Die Drogen der Zeit spielen einen kleine Rolle (viel kleiner als in Staffel 5).

Die Staffel kann leider nicht an das bisherige Niveau anschließen. Die einführende Doppelfolge hat als Kern Dons existentielle Ängste um Tod und Sterben, die u.a. anhand der Begeisterung für einen Urlaub in Hawai (als Symbol für Leben) erzählt werden. Das ist ein starker Ansatz, der aber in den Dialogen und Einzelszenen nicht genug Präzision, Schärfe und Kraft bekommt. Ein etwas mühsamer Auftakt, den man noch der ungewohnten Doppellänge zuschreibt, vor allem weil...

... die Episoden 2-4 dann wieder echte Mad-Men-Qualitäten liefern. Starke Geschichten, kraftvoll trotz dezenter Erwählweise, über ein paar Episoden erzählt, ergänzt und Miniplots in einer Episode und in einen längeren Rahmen eingebunden. In der Gesamtkonstruktion harmonisch und mit viel Gefühl für Rhythmus angelegt. Die Dialoge nicht ganz so hochklassig wie in den ersten Staffeln, aber gut bis sehr gut. Visuell schöne Bilder mit farblich starken Kompositionen (der Zeit entsprechend wird alles etwas bunter).

Dann aber verfällt es wieder in die Schwächen der ersten Episode und verbleibt darin bis zum Ende. Das betrifft den Erzählrhyhtmus, in dem die Subplots der üblich komplexen Mad-Men-Welt nicht mehr harmonisch genug ineinander verschachtelt werden. Das betrifft die Dialoge, die gewöhnlicher werden, und nur noch selten die besondere Brillanz der Serie aufweisen. Das betrifft die Figuren, die in ihrer Ausstrahlung schlaffer werden. Ihnen fehlt die Weiterentwicklung. Staffel 5 begann den Aufbruch der Figuren in einen neue Welt der Spätsechziger und nahenden Siebziger. Staffel 6 bleibt in dieser Entwicklung stehen. Die Figuren scheinen plöztlich in ihrer alten gewohnten Mad-Men-Manier zu verharren - aber lascher - und die Welt außenrum wandelt sich. Das führt aber weder zu besonderen Konflikten noch zu einem harmonischen Ineinander und die beiden Welten werden eher parallel, ohne echten Bezug aufeinander erzählt. Die Einbindung der Ereignisse der späten Sechziger Jahre war für mich auch nicht gelungen. Sie sind im ganzen zu sehr im Hintergrund, wobei es am Anfang noch ganz gut anfängt, v.a. durch den Raum, der zwei schwarzen Sekretärinnen gegeben wird. Im Laufe der Episoden wird das dann aber völlig vergessen, was dramaturgisch unglaubwürdig wirkt und einen sehr interessanten Plot einfach fallen lässt.

Man ist geneigt, der Serie ob ihrer bisherigen Intelligenz eine Absicht dahinter zu unterstellen, etwa in der Art zu zeigen, wie das etablierte Amerika nicht in der Lage war die neuen Bewegungen zu integrieren. Aber das ist schon recht um die Ecke gedacht und das Gefühl stellt sich beim Sehen nicht spontan ein. Mein Verdacht wäre eher, dass sich die Macher nicht vom lieb gewonnen Style der ersten Staffeln lösen konnten.

Fazit: Es tut mir im Herzen weh, aber dieser Staffel kann ich als erstes keine fünf Sterne mehr geben. Die Grundqualitäten wie Ausstattung, Design und Schauspiel sind weiter vorhanden (wenn auch mit etwas weniger Präzision und Brillianz), drei sehr starke Episoden und auch im folgenden ein paar sehr starke Mini-Sequenzen (wie z.B. eine der skurrilsten Einbruchszenen, die ich je gesehen habe). Da ich aber über weite Teile nicht in irgendeiner Weise gepackt war, sondern sich eher ein Gefühl der Behäbigkeit in mir ausbreitete, halte ich nur vier Sterne für gerechtfertigt.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 10. Dezember 2013
Auch die sechste Staffel der Kult-Serie versucht wieder einen Balance-Akt aus Altbekannten und Innovationen. Don Draper ist zwar einerseits der Prototyp des abgebrühten New Yorker Werbeprofis, doch die erste fast schon an einen Spielfilm erinnernde Doppelepisode “The Doorway“ zeigt ihn ausführlich beim Weihnachtsurlaub mit seiner zweiten Ehefrau Megan und im Laufe der weiteren Folgen liebäugelt er damit in Los Angeles einen Neustart zu wagen.

Sehr spannend verlaufen im New York der späten Sechziger Jahre mit seinen Rassenunruhen und Drogenexzessen auch die Schicksale der weiteren Charaktere rund um jene Werbeagentur, deren ohnehin schon überlanger Name Sterling Cooper Draper Price durch die Aufnahme weiterer Partner ein noch größerer Zungenbrecher zu werden droht. So gelingt es Drapers ehemaligen Protegé Peggy Olson sich im Macho-Umfeld der Werbebranche zunächst etwas freizuschwimmen um dann doch wieder im alten Arbeitsumfeld zu landen, während der ehemals intrigante Pete Campbell an jemanden gerät, der noch rücksichtsloser agiert als er in seinen besten Tagen.

Trotz des nicht minder charismatischen John Slattery als grauhaariger Schwerenöter Roger Sterling bleibt auch in diesen 13 Episoden der von John Hamm sehr souverän verkörperte Don Draper das Zentrum der Serie. Dessen sexuelle Eskapaden mit tatsächlichen oder zukünftigen Exfrauen sowie seine vor Kreativität sprühenden Präsentationen für die Werbemaßnahmen zu oft tatsächlich existierenden Produkten sind auch in dieser Staffel immer noch schwer unterhaltsam.

Bonusmaterial:
Doku "Einschalten, aufdrehen, abschalten" (28:24 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln
Doku "Eine Ära wird zum Leben erweckt" (25:11 min), wahlweise mit deutschen Untertitel
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Sehr intensiv. Bewegend bis zum Schluss. Sämtliche Charaktere überzeugend und realistisch dargestellt. Lange in diesem Sumpf von Krimis und Soaps danach gesucht.
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am 9. Mai 2014
Mad Men is many shows at once—an intimate character study, a period piece, even a sharp sitcom at times—but I like it best when it zooms along on the zingy momentum of office drama.

My wish for next season: It’s Peggy’s time. We’ve wrung all we can out of Don’s internal struggle. I want to watch a late ’60s working girl take control of her career while possibly turning into a one-woman wrecking ball in her personal life. Bring on the pantsuits!

Still a very enjoyable series to watch, despite all the ups and downs. In that way Mad Men is related to our personal struggles, but you can just sit back here and either suffer with your favourite character or you can ask yourself what you would have done.

I am still looking forward to next season.
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am 8. August 2015
Ich gebe zu die erste Staffel war noch etwas gewöhnungsbedürftig, der Spannungsbogen wurde erst langsam aufgezogen. Aber mit jeder Staffel wurde es besser - sehr ungewöhnlich bei einer Serie. Normalerweise ist ja das Gegenteil der Fall. Die Handlung und die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, die Dialoge sind intelligent und haben Witz. Kostüme und Setting super, Kameraführung ebenfalls. Die Serie ist für mich zeitlos, die Probleme von damals sind auch die Probleme von heute, trotz dass Farbige und Frauen nunmehr zumindest auf dem Papier gleichgestellt sind - geändert hat sich tatsächlich wenig. Sogar die Mode von damals ist heute wieder in ;-)
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. April 2014
Es stimmt leider: diese Staffel ist die bisher schwächste. Das hat meiner Meinung nach konzeptionelle Gründe. Die ganze Staffel ist auf die letzte Folge hin konstruiert, auf den Schicksalsschlag, der Don dort ereilt und den man paradoxerweise wie eine Erlösung empfindet. Und das geht nur deshalb, weil zuvor das Gefühl aufgebaut wurde, so wie bisher ginge es auf keinen Fall weiter. Don muss durch die Hölle gehen, sozusagen im Fegefeuer geläutert werden - deshalb liest er am Anfang Dantes "Göttliche Komödie". Der alte Don muss sterben - deshalb erfährt man in dieser Staffel so viel über seine Jugend im Freudenhaus und wie sie ihn geprägt hat. Er muss die Maske fallen lassen - deshalb erscheint wie zum Hohn eine jüngere Version seiner selbst, ein amerikanischer Felix Krull. Die ganze erste Folge (eine Doppelfolge) ist voller Motive, die später wieder aufgegriffen werden, namentlich der junge Soldat - noch so ein jüngeres Spiegelbild. Und alles, was die Verbindung schlägt zwischen dem Anfang und dem Ende dieser Staffel, was auf dem Weg dorthin notwendig ist, wirkt stark und überzeugend. Aber daneben - 13 Staffeln wollen gefüllt sein - gibt es auch vieles, was merkwürdig überflüssig wirkt oder wie angefangen und nicht fortgeführt, und manches wird ganz unverhohlen wiederholt.
Einige Folgen sind dennoch brillant, besonders die, in der die halbe Firma Amphetamine genommen hat und Don ein Wochenende lang durcharbeitet. Es gibt grandiose, teils schockierende Höhepunkte mit Trudy, Betty und vor allem Sally, wunderbar bizarre Episoden (wer erkennt das Ensemble-Mitglied aus "Eine schrecklich nette Familie"?), und dramatische Momente, in denen die Weiterentwicklung einzelner Charaktere zum Ausdruck kommt, Peggy und Joan in erster Linie, aber auch Harry Crane. Es gibt einen neuen, etwas schrägen Charakter in der Chefetage - gewissermaßen als Ersatz für Lane Pryce - und Ted Chaogh wird wichtiger als je zuvor, was der Serie ausnehmend gut tut. Und eins ist klar: die Zukunft liegt in Kalifornien.
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am 15. Mai 2015
Wer wie ich auf oldschool Filme steht findet Mad Men hervorragend. Es geht um Wirtschaft und Geld und Frauen halt alles was ein "Mad Men" so macht. Möchte nicht zuviel verraten um einige gute Stunden Film nicht zu verplappern.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Januar 2014
Und noch einmal hat sie es geschafft, mich zu verzaubern. Mad Men Season Six kommt in neuer Aufmachung daher. Nicht nur das Cover hat sich offensichtlich verändert, ist nicht länger in einfachem Schwarz gehalten, sondern farbenfroh(er). Auch die Serie und all ihre Charaktere wirken verändert. Mit einem wirklich, wirklich schwachen Start wird man in die bereits gewohnten Krisen des Don Draper geworfen. Die ersten vier Folgen der sechsten Staffel dürften dem Käufer eigentlich gar nicht in Rechnung gestellt werden: zu gewohnt, zu einfallslos und ohne jegliche Spannung.

Ab Folge fünf jedoch präsentiert sich da eine völlig andere Serie. Wer bis dahin noch nicht abgeschaltet hat, wird einen selten erfahrenen Fernsehgenuss erleben dürfen. Die Serie nimmt noch einmal so richtig Fahrt auf und wirft mit grandiosen Twists nur so um sich, dass einem beinahe schwindelig dabei werden könnte. Die Figuren laufen zu Höchstformen auf und liefern sich erneut ernsthafte, humorvolle, kurz: einfach sehenswerte Wortgefechte.

Am Ende bleibt wieder der Ärger. Der Ärger darüber, dass man noch ein weiteres Jahr warten muss, um endlich, endlich das Finale dieser bis hierher mit vielen, vielen Höhen und leider auch einigen Tiefen ausgestatten Serie sehen zu dürfen.

Meine Empfehlung: Wer kann, wartet noch einige Wochen, bis der Preis deutlich gesunken ist und greift dann zu, denn neun Folgen (13 - 4 langweilige erste Folgen) für dreißig Euro sind doch ein wenig happig.
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am 3. Juli 2014
Toll gemacht! Farbenfroh! Super Schauspieler und prima Handlungs- bzw. Erzählstrang!! Die Charakterentwicklung der einzelnen Hauptpersonen wird mit viel Sorgfalt dargestellt und fügt sich super in die Serie als Ganzes ein
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