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4.0 von 5 Sternen
Eigenständig und trotzdem tiefschwarz, 23. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mad Grandiose Bloodfiends (Audio CD)
Vermutete man beim Vorgänger noch, dass in dieser Band Talente schlummern, die dem Black Metal bis dato unbekannte Impulse verleihen können, tritt dies mit "Mad grandiose bloodfiends" ganz offen zu Tage. Fronter Aphazel ist in die USA übergewandert und hat sich dort neue Verbündete gesucht. Dieser für schwarze Kost eigentlich unübliche Ort hat der Musik nur genützt - in das unverkennbare Ancient-Klangbild fügen sich eine Vielzahl von genrefremden Einflüssen ein, die auf den ersten Hör so gar nicht in das hasserfüllte Gepolter passen wollen.
Die schon im Vorgängeralbum auftauchenden Heavy Metal-Einflüsse in den Gitarrensoli treten hier noch deutlicher zu Tage und bereiten die Vorlage für noch viel ausgefallenere Ideen. So schrecken die grimmigen Herren und die Quotendame noch nicht einmal vor tibetanischen Mönchsgesängen oder rock'n'rolligen Elementen zurück, die sie schlüssig in die Musik einbauen, ohne dabei ihre dunkelschwarze Linie auch nur einen Zentimeter zu verlassen.
Freilich wirken vor allem die weiblichen Gesangspassagen mit einem Seitenblick auf Cradle of filth etwas abgekupfert, was auch beim Layout kaum zu übersehen ist. Die Vielseitigkeit und Eigenständigkeit der Musik, ja ihre deutliche Distanzierung von gängigen Klischees lassen dies aber eher ironisch als geldgierig erscheinen. Schön, dass man auch in diesem ach so ernsthaften Genre noch so viel Abstand zu sich selbst haben kann! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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