Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Inspiration für ihr Debüt hat sich Macy Gray von der Funkmusik der 70er Jahre geholt: Das Resultat ist ein Album der Kategorie Progressive R&B. Unterstützt durch eine Band, zu der auch Arik Marshall, Ex-Gitarrist der Red Hot Chili Peppers, gehört, zelebriert die rauhe aber gleichzeitig kontrollierte Stimme Grays Themen wie Sex ("Sexomatic", "Caligula"), Gott ("I Can't Wait to Meetchu"), und Ungerechtigkeit ("I've Committed Murder"). Obgleich Grays Songwriting in diesem Stadium noch nicht völlig ausgereift ist, so ist On How Life Is nichtsdestotrotz ein beeindruckender erster Versuch. --Rickey Wright
INTRO
Zu einer meiner liebsten Überzeugungen gehörte immer die, daß es sich bei heutigem Soul in erster Linie um Musik für manikürte Sachbearbeiterinnen mit Radiobett, Bommel-Lampe und kuscheligem Freund handelt. Und wenn dem Weichmacher-Sound noch eine Prise plüschigen HipHops anhaftet: garnichtdrandenken. Bis gestern. Und seitdem stehen vorläufig auch die Sachbearbeiterinnen zur Disposition. Wegen Macy Gray, die einen mit dieser verrückten rauchigen Raspelstimme aus dem Satin-Schlüpfer ins pralle Leben singt: auf schwitzige Parties im August, in krachvolle Kneipen und schwüle Sommernächte, in denen die halbe Welt nur noch ans Füßewaschen denkt. Freilich ist es auch ihrem Herz für lässigen Rhythmus, Percussions und Funk zu verdanken, daß man gar nicht erst richtig genötigt wird, Barry White und ähnlich schlickeriges Zeug zu verdrängen. Wo Gott und die moderne Soul-Welt in Samt und Seide singen, bringt Macy Gray die Schurwolle zum Einsatz: fähig, ein Leibchen zum Fetisch zu krächzen und glatten Philly-Sound höchst aufregend zu gestalten.
Jennifer Koegst / © Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de
Produktbeschreibungen
EPIC, 494423, 10 Track