Jetzt eintauschen
und EUR 0,30 Gutschein erhalten
Eintausch
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Die Machtprobe 1975. Wie RAF und Bewegung 2. Juni den Staat erpressten. [Broschiert]

Michael März
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Derzeit nicht verfügbar.
Ob und wann dieser Artikel wieder vorrätig sein wird, ist unbekannt.



Kurzbeschreibung

April 2007
27. Februar 1975: Die „Bewegung 2. Juni“ entführt den Berliner CDU-Landesvorsitzenden Peter Lorenz und presst inhaftierte Linksterroristen frei. Der vormalige Regierende Bürgermeister von Berlin Heinrich Albertz begleitet die Freigelassenen auf einem Irrflug nach Aden. 24. April 1975: Das „Kommando Holger Meins“ der RAF besetzt die bundesdeutsche Botschaft in Stockholm. Die Bundesregierung verhandelt nicht .... Zwei Anschläge aus knapp 30 Jahren Linksterrorismus in der Bundesreoublik. Für die Debatte um die Innere Sicherheit waren sie maßgeblich. Autor Michael März hat die Ereignisse und die Reaktionen in Berlin, Bonn und Stockholm rekonstruiert.

Hinweise und Aktionen

  • Sie suchen preisreduzierte Fachbücher von Amazon Warehouse Deals? Hier klicken.

  • Sichern Sie Ihre Daten kostengünstig und sicher im europäischen Amazon Web-Services-Rechenzentrum. So einfach geht‘s


Produktinformation

  • Broschiert: 216 Seiten
  • Verlag: Forum Vlg Leipzig; Auflage: 1., Aufl. (April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3931801225
  • ISBN-13: 978-3931801229
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.306.836 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Der 1981 in Westsachsen geborene Autor hat nach dem Romandebüt "Stilles Finale" (2005) ein politisch-historisches Sachbuch vorgelegt, das auf seiner Magisterarbeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena basiert.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

/Härtefall Lorenz-Entführung/
Trotz langwieriger Vorbereitungen sahen die Linksterroristen bald von einer
Entführung des Baumagnaten Pepper ab. Zwei Ereignisse spielten bei dieser
Entscheidung eine Rolle: Zum einen der Tod von Holger Meins, den die
»Bewegung 2.Juni « mit dem Entführungsversuch und der Ermordung Günter von
Drenkmanns erwiderte, zum anderen die West-Berliner Bürgermeisterwahl am 2.
März 1975.Auf der gemeinsamen Weihnachtsfeier beschloss die Gruppierung,
noch einmal den Versuch zu unternehmen, eine wichtige Persönlichkeit von
“so weit oben wie möglich ”,wie Baader angewiesen hatte,39 zu
entführen. Die Wahl fiel auf Peter Lorenz. Der 52-jährige gebürtige
Berliner war seit 1969 CDU-Landesvorsitzender. ...

Peter Lorenz befand sich mittlerweile im Kofferraum eines VW Golf, in den
die Täter ihn in einer Tiefgarage in der Neuen Kantstraße verfrachtet
hatten. Der Fahrer dieses Wagens hieß Till Meyer. Er hatte eine Stunde
länger als vereinbart auf seine Komplizen gewartet. Nachdem alle vier
Entführer zugestiegen waren, steuerte er das Auto zur nächsten
Umsteigemöglichkeit, die in der Nähe des Polizeireviers in der
Friesenstraße in Tempelhof lag. Hier wartete Gabriele Rollnik in einem Ford
Transit:“Irgendwann ist Till gekommen und hat gesagt, ich soll hinter
ihm her fahren Die Fahndung war bereits ausgelöst. Uns kamen Polizeiwagen
mit Blaulicht und Sirene entgegen. Wir sind in aller Ruhe
weitergefahren.” Rollnik folgte dem VW Golf bis in die
Lilienthalstraße am Standortfriedhof Hasenheide, wo Lorenz aus dem
Kofferraum befreit und in eine Kommode gezwängt wurde ...

Das Bundeskanzleramt richtete sich zunächst auf eine Krisenbereitschaft bis
3.März ein. Hierfür wurde eine Standleitung zum Lagezentrum des
Bundesinnenministeriums geschaltet und ein Sonderdienstplan erstellt, der
garantieren sollte, dass “rund um die Uhr Beamte vom höheren Dienst,
gehobenen Dienst, Schreibkräfte, Boten und Kraftfahrer […] zur
Verfügung stehen ” Die Ständige Vertretung der Bundesrepublik in
Ost-Berlin setzte für diesen Zeitraum drei Beamte ein, die gegebenenfalls
in der Lage sein sollten, “an die Regierung der DDR
heranzutreten.” ...

Bundesjustizminister Hans-Jochen Vogel machte geltend, “dass die fünf
Häftlinge im Falle ihrer Freilassung mit größter Wahrscheinlichkeit früher
oder später neue Morde begehen würden ” und eröffnete im
Unverständnis über diese frühe Tendenz zum Nachgeben eine Kontroverse ...

Um 9.55 Uhr hob die Lufthansa-Machine »Afrika « zunächst mit Kurs auf
Salzburg ab. Wie der Flugkapitän Nils Nilsen erinnert, kam nach einer
Viertelstunde die Wortführerin Ina Siepmann ins Cockpit und forderte ihn
auf, in Richtung Rom zu fliegen. Auf Höhe der italienischen Hauptstadt
wurde Tripolis als nächstes Ziel bekannt gegeben. Libyen wie alle anderen
Länder im Mittelmeerraum verweigerten die Landeerlaubnis.

/Entscheidung in Stockholm/
Nach der Ankunft in Stockholm hatte das »Kommando Holger Meins « innerhalb
weniger Tage alle Vorbereitungen für die Geiselnahme in der bundesdeutschen
Botschaft abgeschlossen. Nur die Beschaffung eines schwedischen Pkw, mit
dem sich die Linksterroristen unauffällig durch die Stadt bewegen konnten,
stand aus. Karl-Heinz Dellwo reiste am 19.April ins 150 Kilometer entfernte
Norrköping, wo er bei einer Autovermietung auf falschen Namen einen Volvo
245 entlieh. Mit diesem und einem weiteren Pkw, den wahrscheinlich Stefan
Wisniewski fuhr, näherten sich die sechs am Donnerstag, den 24.April 1975,
etwa um 11.30 Uhr der deutschen Botschaft. Mit den Waffen und dem
Sprengstoff unter ihren Jacken gingen Bernhard Rößner, Karl-Heinz Dellwo,
Siegfried Hausner, Hanna Krabbe, Lutz Taufer und Ulrich Wessel jeweils
paarweise und in zeitlichem Abstand zum Eingangsbereich, um als harmlose
Touristen und Studenten beim Pförtner aus unterschiedlichen Gründen um
Einlass zu bitten. ...

Von Schweinitz war der Geiselnahme entgangen und hatte seit dem Eintreffen
der Polizei versucht, “von der Botschaft aus eine Telefonverbindung
mit dem Auswärtigen Amt in Bonn herzustellen ” .Erst um 14.03 Uhr
stand ihm eine Fernsprechleitung zur Verfügung, die vom Hausmeister der
Botschaft vermittelt worden war. So erfuhr Norman Dencker drei Minuten nach
Ablauf des Ultimatums, dass es überhaupt ein solches gab. ...

“Bonn wollte offensichtlich tabula rasa und sonst nichts ”,
erinnert sich Lutz Taufer.


Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
5.0 von 5 Sternen
5.0 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Michael März hat ein Buch geschrieben, das mitten im Wirbel um die Begnadigung linker Terroristen und der mittlerweile dreißigsten Jährung des "deutschen Herbstes" erscheint. Im Rahmen seiner Magisterarbeit entstanden, gibt es einen erhellenden Einblick in ein dunkles Kapitel westdeutscher Geschichte und liefert neben den minutiös rekonstruierten Vorgängen um die Entführung Peter Lorenz' und der Besetzung der deutschen Botschaft in Stockholm einen umfassend recherchierten Überblick zum Linksterrorismus in der BRD und dessen wissenschaftlicher Bearbeitung.

Hervorzuheben ist, dass März zwei Vorfälle für eine genauere Untersuchung ausgewählt hat, die im populären Diskurs eher eine untergeordnete Rolle spielen, aber doch als wichtige Initialzündungen für die Spirale aus Gewalt, Erpressungen und Verhaftungen gelten können, die den deutschen Staat im radikalen Nachklapp der 68er-Bewegung beschäftigten. Der Autor nutzt die Detailuntersuchung, die ihm in diesem Maße erst durch die kürzlich erfolgte Aufhebung von Archivschranken gelang, um zu einer diffenzierten Betrachtung des Terrorismus als auch der staatlichen Reaktion zu gelangen. Besonders das Aufzeigen der Unterschiede der Aktionen von RAF und Bewegung 2. Juni und der Entwicklung der Haltung des Staatsapparates sorgen für eine detailierte Aufklärung, die in der populär-medialen Aufarbeitung des Themas öfters fehlt.

Dazu ist das Buch kein staubtrockener Faktenschmöker, sondern immer interessant und spannend geschrieben.
Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar