Was ist das für ein merkwürdiges Buch „Machtlos, aber frei" von Jacques Gaillot? Eigentlich sind es auf 203 Seiten (nur) Momentaufnehmen eines bewegten Lebens. Der „Internetbischof von Partenia" ist zu den Menschen unterwegs. Was er in knapp vier Jahren erlebt, was ihn freut und was er mit leidet, zeugt von seiner großen Nähe zu den Menschen am Rande der Gesellschaft. Diese Menschen waren die Lieblinge, die Bevorzugten Jesu; es sind jene Menschen, denen die Liebe von Jacques gilt. Die „Losen", wie er sagt: Die Wohnungslosen, die Heimatlosen, die „Papierlosen". Das englische Wort „looser" (Verlierer) liegt nahe. Jacques zeigt ein Verständnis, das aus dem Herzen kommt. Ich habe diese kurzen, spannenden, Artikel, die ein Blitzlicht auf die gesellschaftliche Situation (nicht nur) in Frankreich werfen, in einem Zug gelesen und mir an einigen Stellen im Blick auf unsere kirchlichen Würdenträger Notizen gemacht. Zum Beispiel: „Diplomatie und Evangelium vertragen sich nicht". Oder: „Irren ist menschlich, darin verharren kirchlich