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Macht nichts: Eine kleine Trilogie des Todes Taschenbuch – 2. April 2002


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (2. April 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499231611
  • ISBN-13: 978-3499231612
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 1 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 166.271 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Geboren am 20.10.1946 in Mürzzuschlag (Steiermark), studierte in Wien Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Musik. Ausbildung zur Organistin, seit 1966 freie Autorin. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1989 den Würdigungspreis der Stadt Wien für Literatur, 1998 den Georg-Büchner-Preis, 2002 den Theaterpreis Berlin und den Heinrich-Heine-Preis. Im Oktober 2004 folgte schließlich der Literatur-Nobelpreis.Jelineks Texte zeigen manipulierte Existenzen in entindividualisierender Gesellschaft, bestimmt durch falsche Glücksvorstellungen. "Wir sind Lockvögel, Baby" zeigt das Nebeneinander von Sprach- und Bewusstseinsmustern in der Gesellschaft. Den geschlossenen Zusammenhang des traditionellen Romans parodierend, verwebt Jelinek in einer Pseudohandlung die sprachlich-ideologischen Muster eines Heimatromans mit Porno- , Comic- und Horrorelementen. In "Michael. Ein Jugendbuch für die Infantilgesellschaft" entlarvt sie Schablonen und Stereotypen von Medienhelden, indem sie im Stil scheinbarer Naivität diese der Wirklichkeit derer gegenüberstellt, die aus dem Fernsehen ihre Orientierung und Sehnsüchte beziehen. In "Die Liebhaberinnen" werden in schonungsloser Satire Lebensumstände und Bewusstsein zweier unterprivilegierter «Schicksalsträgerinnen» vorgeführt. "Totenauberg", ein Stück über die Philosophen Martin Heidegger und Hannah Arendt, in dem das «urdeutsche Wortgeklingel» Heideggerscher Dunkelheiten zur Kenntlichkeit entstellt wird. "Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr"' ist zugleich eine Absage an modische Naturmystik wie der Versuch einer Satire auf Erscheinungen des Kulturbetriebes. Mit der Erniedrigung der Frau beschäftigt sich der Roman "Lust". Am Beispiel trostloser Sexualität wird die ausbeutende Gewalt von Männern über Frauen geschildert. Ein von der Kritik zwiespältig aufgenommener Roman voller Sprachexperimente, der das große stilistische Können der Autorin dokumentiert.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 25. März 2005
Format: Taschenbuch
Dieses Buch war mein erstes von Elfriede Jelinek. Man hat ja schon so einiges gehört, die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Ich kann sagen, dass ich das Buch nach den ersten Seiten am liebsten weggelegt hätte, denn es werden kurze Sätze aneinandergeworfen, wie es der Autorin scheinbar in den Sinn kam. Erst wenn man sich daran "gewöhnt" hat, merkt man die Sprache zu schätzen. Diese Sprache schafft es, dem Leser genau zu erklären, was die Personen in diesem "Drama" aussagen möchten. Letztendlich war das Buch doch wirklich fesselnd, schon vorbei und viel zu kurz.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von buechermaxe am 8. Oktober 2006
Format: Taschenbuch
Erlkönig. Der Tod und das Mädchen. Der Wanderer. Eine kleine Trilogie des Todes. „Ein Land, wo das Anmaßende die Farbe von Schmutz annimmt, damit es einem von Anfang an vertraut ist.“ Jelineks unerhört einfachen Sätze sind anmaßende Erinnerungen an den Tod, wie er tagtäglich passiert und sich immer wieder wie eine gewohnte Gleichgültigkeit einschleicht. In das, was einer ist und das, was einer tut, denkt oder gedankenlos gehen lässt wie es eben geht. „Na, und wer ist der Sieger in dem Kampf Ware gegen Grund, Glaube gegen Vernuft? DAS TIER.“ Bis noch die Reinste von allen, Schneewittchen, tot ist. Denn egal, was man von Kunst, von Kultur, vom Theater und Kino, erwartet; „das Gute kann Berge versetzen, manchmal auch der Glaube, die Schönheit kanns jedenfalls nicht.“ Und Jelinek kann’s? Mit ihrer Kunst? Jedenfalls rührt sie um, im Denkgewohnten. Diese Theaterstücke rühren auf, jedenfalls in den Gefühlen, Gedanken, Gemütern, vielleicht noch im Denken selbst. Oder sind’s vielleicht gar keine, nichts Spielbares, kein Spiel? Ein schwer zu lesendes lesenswertes Buch in jedem Fall. Schwer zu spielen sicherlich, die, die sich hier aufführen.
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