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Macht und Ohnmacht. Ein Gespräch mit Inge Kloepfer
 
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Macht und Ohnmacht. Ein Gespräch mit Inge Kloepfer [Gebundene Ausgabe]

Peter Hartz , Inge Kloepfer
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 314 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455500285
  • ISBN-13: 978-3455500288
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 166.102 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Hartz
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Seinen Namen kennt jeder. Und kaum jemand denkt etwas Gutes, wenn er ihn hört. Die nach ihm benannte Reform des Arbeitsmarktes, die größte Sozialreform in Deutschland, wurde zum Inbegriff für Sozialabbau und soziale Deklassierung. Und dann kam der Skandal bei VW, Bestechung, Lustreisen, der Absturz. Nur sein spätes Geständnis bewahrte Peter Hartz vor einer Gefängnisstrafe. Sein Ruf als findiger Personalmanager, der sich aus kleinen Verhältnissen hochgearbeitet hatte, schließlich in höhere politische Kreise aufstieg und zum Architekten der Arbeitsmarktreform wurde (und zum Duzfreund von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder), aber war dahin.

Lange hat Peter Hartz geschwiegen, dann aber entschied er sich, zu reden. Der Wirtschaftsjournalistin Inge Kloepfer, die sich mit einer Biografie über Friede Springer einen Namen gemacht hat, erzählte er in stundenlangen Interview-Sitzungen sein Leben und seine Sicht der Dinge. "In diesem Buch bricht Peter Hartz sein Schweigen und erzählt seine Geschichte", schreibt Inge Kloepfer in ihrem Vorwort. Richtig daran sei nur, dass er rede statt zu schweigen, kommentierte die Presse. In der Tat wurde Hartz sehr wortkarg, wenn Inge Kloepfer Genaueres über den VW-Skandal wissen wollte und nicht nur die alte Geschichte des Peter Hartz, der sich aus proletarischen Verhältnissen zum Topmanager und Berater von Gerhard Schröder hocharbeitete. Dann sieht sich Hartz gerne als Opfer. "Es ist vielmehr der Rufmord, der mir zusetzt. Der ist den Medien vollständig gelungen."

Hartz schwankt zwischen Opferrolle und Selbstrechtfertigung, Resignation und Realismus. Letzteren wird man ihm nicht absprechen könne, wenn er schreibt: "Aber im Grunde ist es zu spät, denn das Bild, ich sei der Kopf einer vergnügungshungrigen Truppe bei Volkswagen gewesen, hat sich in der Öffentlichkeit bereits unverrückbar festgesetzt."

-- Peter Kurtz

Kurzbeschreibung

Erstmals spricht Peter Hartz über sein Leben. Er erzählt von seiner Kindheit, seinem Aufstieg im Saarland, von seinen Jahren in Wolfsburg und seinem großen Abenteuer in der Politik. Es ist seine Sicht der Dinge - schonungslos, offen und selbstkritisch.

Jeder in Deutschland kennt ihn. Die größte Sozialreform der Nachkriegsgeschichte trägt seinen Namen. Lange galt Peter Hartz als der erfindungsreichste Personalmanager Deutschlands. Sein Aufstieg führte ihn an die Spitze des Volkswagen-Konzerns und schließlich an der Seite Gerhard Schröders in die große Politik. Doch aus der Lichtgestalt wurde ein Buhmann, sein Leben als Topmanager nahm ein jähes Ende. »Ich bin nicht gescheitert, aber ich habe Niederlagen erlebt«, sagt Hartz heute. Bisher hatte er zu alldem geschwiegen. Nun aber redet er: über seine Visionen und Ziele, über Macht und Rache, über seine Fehler und über sein neues Leben. Die Geschichte einer einzigartigen Karriere - und der Zeit danach. Diese Biografie packt die brisanten Themen an.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Seine Sicht der Dinge 25. Mai 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Peter Hartz ist der Öffentlichkeit vor allem durch die umstrittenen

Arbeitsmarktreform in Deutschland und den Skandal um den VW-Betriebsrat

bekannt. In diesem gut 300 Seiten starken Buch erzählt er jetzt seine

Geschichte und seine Sicht der Dinge.

Etwas ungewöhnlich für eine Autobiographie ist die Form eines Gespräches

und 300 Seiten Interview sind etwas mühsam zu lesen. Peter Hartz schildert

gegenüber der Wirtschaftsjournalistin Inge Kloepfer natürlich seine Version der Vorkommnisse, aber von einer Autobiographie hat wohl ohnedies niemand absolute Objektivität erwartet.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. Jochen Heistermann TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin auf das Buch gestoßen, als ich etwas über HartzIV nachlesen wollte und habe es gekauft, weil es günstig und mich interessiert hat, was hinter dem Namensgeber der Sozialreform steht.

Der Aufbau des Buches ist gewöhnungsbedürftig, da in Interviewform. Allerdings führt und moderiert Inge Klöpfer sehr professionell und Peter Hartz beantwortet die Fragen präzise und schweift nicht vom Thema ab.

Seine Biographie liest sich als klassisches Aufsteigermärchen der Nachkriegsgeneration. Als Sohn einer armen Familie im Saarland bringt es der ehrgeizige Peter schnell im Berufsleben zu Amt und Würden. Das Ganze wird wohlwollend begleitet durch Gönner bei der SPD und der IG Metall. Er selber bezeichnet sich eher als Praktiker und nicht als Intellektuellen.

Hartz verdient sich die ersten Meriten im Saarland in der Stahlindustrie. Dabei erlebt er neben dem persönlichen Aufstieg den Niedergang des Saarstahls. Anders als andere Manager, die bei Kapazitätsproblemen einfach Mitarbeiter entlassen, versucht er, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Das bleibt nicht unbemerkt und als VW eine Überkapazität von 30.000 Mitarbeitern hat, wird Peter Hartz als Personalvorstand berufen.

Dieser Job bringt ihn weiter voran, er löst das Problem durch innovative Arbeitszeitmodelle und vermeidet Massenentlassungen. Dieser Teil des Buches, in dem er seine Ideale schildert, machen ihn auch menschlich sympathischer, als er heutzutage in den Medien erscheint.

Kurz vor der Bundestagswahl 2002 steht Gerd Schröder vor dem Dilemma, dass er auf dem Gebiet der Arbeitsmarktpolitik wenig bis nichts zu bieten hat. Schnell ist die Idee geboren, innovative Konzepte zu entwickeln und auch umzusetzen, mit Peter Hartz wird auch der ideale Mann gefunden, der diese Aufgabe bei VW geschafft hat und gleichzeitig tief verwurzelt in SPD und IG Metall ist. Hartz leitet die nach ihm benannte Kommission und legt auch Konzepte vor, die später teilweise in den vier Stufen HartzI bis HartzIV zur Umsetzung kommen.

Hartz selber sieht diese Aufgabe als eine Gesamtgesellschaftliche an. Er will die Arbeitslosen nicht einfach durch Zahlungen ruhig stellen, sondern sie möglichst wieder integrieren in die Arbeitswelt. Allerdings werden diese Ziele durch die nur partielle und zerstückelte Umsetzung geradezu pervertiert, insbesondere HartzIV als Sammelbecken der Gescheiterten macht ihn persönlich betroffen und unglücklich.

Schon kurz vor dem Ruhestand stehend wird Peter Hartz in den bekannten Korruptionssumpf von VW gezogen. In dem Buch nimmt er nur mangelhaft Stellung dazu, zum einen sicher aus Sorge um rechtliche Konsequenzen, dann aber auch, weil er sein Privatleben schützen möchte. Diese Teile des Buches sind nicht lesenswert, weil nur noch wenig Informationen vermittelt werden.

Klar ist wohl, dass der Betriebsratsvorsitzende Volkert mit 500.000 Euro Jahresgehalt wohl der bestbezahlte Betriebsrat der Welt war und dubios auch, dass allein Volkert noch 2 Millionen Euro Bonuszahlungen erhielt. Darüber hinaus wurden Spesengelder in Millionenhöhe verschwendet, was Peter Hartz zu verantworten hat.

Glaubhaft ist, dass er diese Zustände lange hingenommen hat bzw. vieles an ihm vorbei gegangen ist, auch gibt er an, dass die diversen Vergnügungen - insofern er teilgenommen hatte - auch von ihm selber bezahlt wurden.

Den Prozess gegen sich erlebt er als Tiefpunkt seines Lebens. Angetreten mit idealistischen Zielen sieht er sich nun als Zielscheibe der Medien und spricht von Rufmord.

Da hat er nicht unrecht, denn die Medien gehen hart mit ihm ins Gericht, aber Hartz steht auch sehr in der alten Gewerkschaftstradition der Zwickel, Steinkühler usw. die immer gut nach dem Spruch "Sie prdigten Wasser und tranken Wein!" gelebt hatten. Für ihn erschreckend ist auch, dass er allein gelassen wird, auf dem Weg ins Gericht bekommt er nur von einem Mann ein aufmunterndes Wort, ansonsten nur Hohn.

Das Verfahren bringt er schnell hinter sich, indem er alle Schuld zugibt. Damit vermeidet er peinliche Zeugenaussagen, manche Boulevardzeitungen hatten zB sich regelrecht auf die Vernahme der durch VW engagierten Huren vor Gericht gefreut und die damit verbundenen Auftritte.

Am Ende steht er recht traurig da und zieht sich mit seiner Frau, die er schon von Jugend an kennnt, ins Private im Saarland zurück.

Aus meiner Sicht stellt das Buch nicht nur Aufstieg und Fall des Peter Hartz dar, auch begleitend dazu den Aufstieg und Fall der großen Arbeiterbewegungen in IG Metall und der SPD nach dem zweiten Weltkrieg. Diese Organisationen verblassen derzeit fast genauso wie der ehemals leuchtende Stern des Peter Hartz.

Glaubhaft ist, dass er es gut meinte, dass er für die Menschen da sein wollte und allen gerne Arbeit gegeben hätte. Aber erreicht hat er das nicht und muss wohl damit leben, dass sein Name unverrückbar mit HartzIV verknüpft ist.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Warum dieses Buch? 7. April 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Ich frage mich was Peter Hartz mit der Veröffentlichung dieses Buches erreichen will? Will er sich erklären, verteidigen, rechtfertigen oder irgend etwas anderes bezwecken? Viele Abnehmer wird das Buch meiner Einschätzung nach nicht finden, da Peter Hartz nicht wirklich etwas Gehaltvolles zu erzählen hat und die meisten sich mit ihm ja gar nicht mehr beschäftigen wollen. Sein Name wird auf Jahrzehnte hinaus in den Köpfen der Massen mit negativen Assoziationen verknüpft sein. Da kann er jetzt machen was er will. 2 Punkte noch für die Gesprächsführung von Inge Kloepfer, ansonsten halte ich das Buch für überflüssig.
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