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Macht und Missbrauch: Von Strauß bis Seehofer. Ein Insider packt aus
 
 
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Macht und Missbrauch: Von Strauß bis Seehofer. Ein Insider packt aus [Taschenbuch]

Wilhelm Schlötterer
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (13. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453601688
  • ISBN-13: 978-3453601680
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 9.941 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein pensionierter bayrischer Finanzbeamter stellt höchst unbequeme Fragen über die kriminellen Verquickungen der Amigos der CSU mit Händlbratern, Bäderbetreibern und Waffenhändlern. "Warum konnte F.J. Strauss seine Machenschaften so lange treiben, bis er in die Ewigkeit abberufen wurde?" fragt Schlötterer. "Warum habt Ihr dem Mann Gefolgschaft geleistet, warum habt ihr ihn immer wieder auf den Schild gehoben?" Seine Memoiren sind ein ernüchterndes Lehrstück über Filz und Korruption und trösten nur durch eine schöne Pointe: der Verfasser ist seit 1975 Mitglied der CSU. (Denis Scheck in der ARD-Sendung "Druckfrisch" vom 6. 9. 09)

Kurzbeschreibung

Der Bestseller über Amigos und Affären der Politik

Als oberster Steuerfahnder bekam Wilhelm Schlötterer – wegen seiner Unbestechlichkeit von der Strauß-Clique schikaniert und verfolgt – hautnah das mit, was vertuscht werden sollte. Jetzt rechnet er mit Strauß und seinen Nachfolgern gnadenlos ab und deckt die Machenschaften der bayerischen Politik auf. Ein Blick hinter die Kulissen der Macht, der längst fällig war.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer über Jahrzehnte die Berichterstattung zum lustigen Treiben in der CSU in den parteiferneren Medien verfolgt hat, mag trotz allem Betrug und "Intrigantenstadel" (Christian Ude) den Eindruck haben, die bekanntgewordenen Vorkommnisse seien Ausnahmen gewesen oder gar Ausdruck bayrischer Folklore und Bauernschläue. Einer, der es besser wissen muss, ist Wilhelm Schlötterer, ein Finanzbeamter, der es Ende der '70er-Jahre durch redliche Arbeit und Rechtschaffenheit an die Spitze des für die großen Steuerfälle zuständigen Referats im Bayrischen Finanzministeriums geschafft hat. Schlötterers Redlichkeit prallte freilich auf einen Amtschef namens Lothar Müller, einen Intimus von Strauß, dessen Aufgabe es offenbar war, den Straußschen Spießgesellen die Steuerfahndung vom Leib zu halten. Schlötterer berichtet, wie er jahrelang genötigt worden sei, seine Pflicht in den Fällen Beckenbauer, Hendl-Jahn, Bäderkönig Zwick usf. zu unterlassen, wie man ihn verleumdet und verklagt habe und gar für geisteskrank erklären lassen wollte, als er sich beispielsweise an den Landtag gewandt habe. Dabei sei Strauß noch nicht mal ansatzweise so intelligent vorgegangen, wie man es ihm nachsagt. FJS, den fast alle Übrigen in der Partei (Schlötterer war ebenfalls Mitglied) fürchteten, habe einfach soviel Macht besessen, dass er in der Lage gewesen sei, sowohl die Finanzbeamten wie die Strafjustiz zu manipulieren.

Auch wer glaubt, Strauß, der gemeinhin als Übervater der CSU gilt und noch immer von vielen Mächtigen in der Partei als Vorbild genannt wird, sei ein großer konservativer Politiker mit ein paar leidlichen Schwächen (Begünstigung von Amigos, Frauen, Alkohol und gelegentliche cholerische Ausfälle) gewesen, den widerlegt Schlötterer gründlich: Strauß habe wahrscheinlich in seiner Amtszeit ein Vermögen von über 400 Millionen D-Mark zusammengerafft, u.a. durch Provisionen für Waffengeschäfte und Schmiergeld für Steuergeschenke - alles freilich verteilt auf ein halbes Dutzend Schweizer Konten. Schlötterer berichtet von den charakterlichen Widersprüchen von Strauß' Helfern, die Täter wie Opfer Strauß' gewesen seien, z.B. denen seines Nachfolgers, des damaligen Finanzministers Max Streibl. Interessanterweise habe das System Strauß nicht mit dessen Tod geendet, denn die Günstlinge Stoiber, Tandler, von Waldenfels, Erwin Huber und wie sie alle heißen seien in die Schweinereien seiner Amtszeit bzw. deren Folgen verwickelt, später dadurch erpressbar gewesen und hätten ihrerseits die gleichen Methoden angewandt. Dass manches aufflog, so kann man aus Schlötterers Aufzeichnungen schließen, lag nur darin, dass niemand nachher soviel Macht konzentrieren konnte wie Strauß und sie derart despotisch ausübte.

Schlötterers Zeitdokument ist dermaßen detailliert, dass die geschilderten Vorkommnisse schwer erfunden sein können. Dabei ist einiges unnötig ausführlich, und auch viele Kommentare des Autors hätte es angesichts der Fülle der offenbaren Fakten nicht gebraucht. Gerhard Polt hat einmal den Witz erzählt, der Unterschied zwischen der CSU und der Mafia sei, dass die Mafia einen Ehrenkodex habe. Man mag ergänzen, dass die CSU ihre Gegner in all den Jahren immerhin nicht erschossen hat. Insofern liegt Bayern noch vor Italien. Andererseits ist der Unterschied Bayerns gegenüber Musterländern der Korruptionsbekämpfung wie Griechenland oder Bulgarien eher ein quantitativer.

Seehofer hat seiner Partei offenbar auferlegt, das Buch totzuschweigen. Dabei ist "Macht und Missbrauch" ein Werk, das nicht nur jeder Bayer kennen sollte, und es wäre begrüßenswert, wenn nicht nur die Strauß-Nachkommen dumm genug wären, Schlötterer zu verklagen. Wenn nur ein Bruchteil in dem Buch wahr ist, haben sich die Großkopferten der CSU über Jahrzehnte des organisierten Verbrechens in Finanzangelegenheiten und der Strafvereitelung schuldig gemacht. Im Grundsatzprogramm der Partei heißt es: "Bürgerrechte und Bürgerfreiheiten müssen vor Gewalt, Kriminalität, Rechtsbruch und Radikalismus geschützt werden." Genau!
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ohnmächtiger Zorn 25. Dezember 2010
Von Amazon bestätigter Kauf
hat mich bei der Lektüre dieses Buches erfaßt. Über den Inhalt wurde bereits berichtet. Die Art der Darstellung ist für das, was Herr Schlötterer erlebt hat, gefaßt, sachlich, auf Fakten basierend. Erschütternd ist nicht nur, wie die CSU-Mafia handelt(e), noch schlimmer ist die Doppelmoral, mit der die Bürger getäuscht werden.
Leider wird dieses Buch tatsächlich totgeschwiegen, es wird nicht einmal in den Buchhandlungen (z.B. meiner Stadt) in Schaufenster oder Regal präsentiert. Gott sei Dank bin ich Spiegel-Leserin, sonst wäre es mir entgangen.
Grade eben habe ich 3 weitere Exemplare bestellt, die ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis verschenken werde, mit der Auflage, sie nach dem Lesen weiterzureichen. Und ich werde nie wieder CSU wählen, Urbayerin hin oder her, denn eine Partei, die so wenig Aufrechte bzw. so viele angepaßte Karrieristen hat, ist mir nicht einmal in einer Koalition geheuer.
Wie gut, daß dieses Buch einem die Augen öffnet!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Parteibuch 18. April 2011
Von Skeptiker
Finde jedes CSU Mitglied sollte ein Freiexemplar bekommen,eignet sich auch gut um neue Mitglieder zu gewinnen.Die Möglichkeiten in dieser Partei sind " grenzenlos " und hat man erst mal die richtige Position erreicht,kann man viel für sich und seine Freunde bewegen.Ich denke von den Gestaltungsmöglichkeiten ist die CSU sicherlich die inovativste Partei Deutschlands.Ähnlichkeiten mit anderen Parteien wäre rein zufällig.
Dieses Buch ist ein muß für jeden Wähler,es zeigt klar wohin unser System der Parteiendiktatur in Deutschland führt,immer weiter weg von echter Demokratie.Irgendwann wird es auch der Letzte kapiert haben,nur dann ist es wie immer zu spät.Ein fröhliches weiter so bis zur nächsten Enthüllung.
Vielen Dank Herr Schlötterer,Sie sind ein besonderer Mensch und ich hoffe das Ihnen die Reaktion vieler Menschen die Anerkennung gibt,Macht und Missbrauch: Von Strauß bis Seehofer. Ein Insider packt aus die Ihnen als unbeugsamer Beamter in Ihrer Laufbahn versagt worden ist.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Bayerischer Filz
Man spürt natürlich die Verbitterung des Autors, der ein unbestechlicher Beamter im preussischen Stil sein wollte und letztlich wegbefördert wurde. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Megaschotte veröffentlicht
Nur ein CSU-Problem?
Ich hatte es ja geahnt, aber dass es so krass sein würde, hätte ich nicht gedacht. Gut, dass es solche Menschen wie Herrn Schlötterer gibt! Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von motfuzz veröffentlicht
Macht und Mißbrauch
Ich war mit der Bestellung äußerst zufrieden. Es hat alles wie am Schnürchen geklappt: Bestellung aufgegeben - per email eine Nachricht erhalten - Auslieferung... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Marianne Altheimer veröffentlicht
Äußerst spannend
Das Buch liest sich wie ein guter Krimi. Es ist äußerst spannend geschrieben und enthält erschreckende Einblicke in das politische Bayern unter F-J Strauß und... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Musiker veröffentlicht
Heiße Nummer
Ich bin selber aus der Branche und habe seinerzeit auch so manches vom Hörensagen mitbekommen. Aber wenn man das liest,
dann kommt einem schon das kalte Grausen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Big John veröffentlicht
Macht und Mißbrauch; von Strauß bis Seehofer
Das Buch hält was sein Titel verspricht. Es zeigt die OHNMACHT des Bürgers gegenüber den Mächtigen-
Da die erwähnten Personen teilweise noch leben... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von eberhard1206 veröffentlicht
Macht und Missbrauch: Von Strauß bis Seehofer
ist termingerecht zugestellt worden. Habe es nur kurz begutachtet, aber noch nicht gelesen, eine Lektüre für kalte Wintertage am warmen Kachelofen.
Vor 19 Monaten von C. H. Rudolph veröffentlicht
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