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Macht und Missbrauch: Franz Josef Strauß und seine Nachfolger. Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten
 
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Macht und Missbrauch: Franz Josef Strauß und seine Nachfolger. Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten [Gebundene Ausgabe]

Wilhelm Schlötterer
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Fackelträger-Verlag (6. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3771644348
  • ISBN-13: 978-3771644345
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 125.963 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wilhelm Schlötterer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein pensionierter bayrischer Finanzbeamter stellt höchst unbequeme Fragen über die kriminellen Verquickungen der Amigos der CSU mit Händlbratern, Bäderbetreibern und Waffenhändlern. "Warum konnte F.J. Strauss seine Machenschaften so lange treiben, bis er in die Ewigkeit abberufen wurde?" fragt Schlötterer. "Warum habt Ihr dem Mann Gefolgschaft geleistet, warum habt ihr ihn immer wieder auf den Schild gehoben?" Seine Memoiren sind ein ernüchterndes Lehrstück über Filz und Korruption und trösten nur durch eine schöne Pointe: der Verfasser ist seit 1975 Mitglied der CSU.
(Denis Scheck in der ARD-Sendung "Druckfrisch" vom 6. 9. 09)

Kurzbeschreibung

Franz Josef Strauß gilt als Ikone der CSU. Edmund Stoiber bezeichnete ihn als »größten Sohn« der Partei. Andere CSU-Spitzenpolitiker verlangen für Strauß gar einen Platz in der Ehren- und Ruhmeshalle Walhalla bei Regensburg. Mehr als 20 Jahre nach Strauß Tod wird so ein Mythos gehegt, der im krassen Gegensatz zur Realität steht. Seine Gier nach Macht und Geld ließ den einstigen CSU-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten sich selbst zum Gesetz erheben: Er setzte ihm genehme Beamte in Schlüsselpositionen ein, begünstigte befreundete millionenschwere Unternehmer und griff in amtliche Entscheidungen ein. Wer sich ihm entgegenstellte, wurde ausgeschaltet. Dieser Regierungsstil, die Ausbeutung des Staates für Partei- und Privatinteressen, endete jedoch nicht mit der Ära Strauß, sondern reicht über Max Streibl und Edmund Stoiber bis hin zu Erwin Huber. Wilhelm Schlötterer arbeitete fast 30 Jahre im bayerischen Finanzministerium. In der Ära Strauß war er mit dubiosen Steuerfällen betraut, die sich später zu spektakulären Affären ausweiteten und schließlich in der Amigo-Affäre mündeten. Er führt die Ausmaße des Strauß-Netzwerkes sowie dessen Machenschaften auch unter den Nachfolgern vor Augen und berichtet von seinem persönlichen Widerstand gegen ein schamloses Machtsystem, das Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in besorgniserregender Weise missachtet.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Faszinierende tiefe Einblicke 29. September 2009
Von flu
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autobiografie eines Finanzbeamten - kann man sich einen langweiligeren Plot vorstellen? Aber gut, dieses Buch gibt schon auf dem Umschlag das Versprechen, die heilige Kuh der CSU anzupinkeln, also kann man mit Unterhaltung in Form von Realsatire und der Bestätigung einiger Vorurteile rechnen, auch wenn der Autor kein bekannter Enthüllungsjournalist ist. In dieser Hinsicht werden die Erwartungen auch nicht enttäuscht, selten enthielt ein Buch eine solch umfassende Sammlung von Anmaßungen und Rechtsbeugungen unserer lieben Volksvertreter. Aber ist das ein Grund, die 97te positive Rezension eines Buches zu schreiben?

Mit Überraschung musste ich feststellen, dass es kein plattes und moraltriefendes jetzt-kriegen-die-Schwarzen-ihr-Fett-ab-Buch ist. Vor allem scheint es mir, als ob sich Herr Schlötterer die Qualen seines Berufslebens von der Seele schreibt. Es wäre ein Leichtes gewesen, so richtig voll vom Leder zu ziehen und - wie oft im Enthüllungsjournalismus üblich - die Moralkeule zu schwingen. Herr Schlötterer verzichtet auch nicht völlig, zitiert immer wieder die Diskrepanz zwischen in Wahlkampfreden geäußertem Anspruch und praktischem Verhalten. Aber er ist selbst überzeugtes CSU-Mitglied. Es geht ihm vor allem um die eigene Rehabilitation, um die Beschreibung seiner Ängste, um sein verzweifeltes Festhalten am Recht, dem er durch seine akribischen Schilderungen im Nachhinein wenigstens zur öffentlichen Kenntnisnahme verhelfen will.

Ich weiß nicht, ob er es beabsichtigt hat, aber es entsteht eine faszinierende Einführung in eine Welt, die dem normalen Bürger völlig verschlossen ist. In den zutiefst menschlichen Vorgängen in den Ministerien, in der heimlichen Ermutigung der einen, in der obrigkeitshörigen Feindschaft der anderen und im pragmatischen Wegsehen der meisten Kollegen zeichnet sich ein erschreckendes Bild von fehlender Zivilcourage. Fernab von aller journalistischen Moralrhetorik leidet man mit Herrn Schlötterer, fragt sich immer wieder, warum er sich das angetan hat (und bekommt so Gelegenheit, die Ernsthaftigkeit der eigenen Zivilcourage zu prüfen).

Danke Herr Schlötterer! Ich habe viel über die politischen Prozesse in Bayern (und bestimmt nicht nur hier), ihre Akteure und über Zivilcourage gelernt.
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schockierende Einblicke 25. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch sollte nicht nur für Bayern zur Pflichtlektüre werden. Es gewährt einen nachvollziehbaren und dabei gut lesbaren Einblick in die illegalen Machenschaften der bayerischen Politgrößen beginnend bei Franz Josef Strauß. Die Ereignisse werden dabei sehr detailgetreu dargestellt. Es gibt meines Erachtens auch keine Hinweise, die Glaubwürdigkeit des Autors in Frage zu stellen, da er die von ihm erhobenen Anschuldigungen gegen Strauß, Huber, Stoiber u.a. sehr genau darlegt und sich wohl zurecht sicher sein kann, dass diese juristisch nicht anfechtbar sind. Wäre dies anders, würde das Buch wohl sehr schnell vom Markt verschwinden, bzw. wäre wohl gar nicht erst erschienen.
Entgegen einer anders lautenden Rezension zeigt dieses Buch sehr wohl die Parallelen im Politik/Demokratieverständnis zwischen Strauß und Stoiber. Es wird sehr klar dargestellt, dass Stoiber sich bei seiner Amtsführung unlauterer Methoden bedient hat, die ihrer Art nach die Handschrift seines Mentors Strauß klar erkennen lassen. Die Entlassung Alfred Sauters als Justizminister ist hier nur eines von mehreren Beispielen.
Das Buch dokumentiert damit einen Abschnitt der jüngeren deutschen Geschichte, der auf Grund der Mehrheitsverhältnisse in Bayern bis heute nicht umfassend aufgearbeitet wurde. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Buch dazu beiträgt.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Als ich das Buch gelesen habe, kam ich nicht umhin, dass ich ständig Paralellen zu meinem Fall zog. Ich war Pilot bei der Bayerischen Polizeihubschrauberstaffel. Als ich mich als Flugeinsatzleiter bewarb, mußte ich feststellen, dass das Innenministerium und das Polizeipräsidium das Recht mißbrauchten, nur weil sie einen jüngerer, willfährigen Beamten mit diesem Posten besetzen wollten. Fadenscheinige Disziplinarverfahren wurden angedroht und eingeleitet. Kollegen wurden heimlich befragt umd eventuelle Verstöße meinseits festzustellen. Als alles nichts nutzte, wurde eine polizeiärztliche Untersuchung angeordnet. Die Begründung war, dass ich gehbehindert sei, weil ich alles mit dem Fahrrad fahre. Nachdem auch dieser Versuch nicht zum Erfolg führte, mußte ich mich vor einem Polizeiarzt einer pschologischen Untersuchung unterziehen. Wie Herr Schlötter in seinem Buch treffend bemerkte, werden, Beamte, auch Polizeiärzte vom Ministerium befördert. Sie haben daher ein Bedürfnis Untersuchungen so auszuführen, wie es das Ministerium will. Das hatte Erfolg, ich wurde für polizeiuntauglich befunden. Kurze Zeit später stellte der Fliegerarzt fest, dass ich voll flugtauchlich bin. Obwohl meine Vorgesetzten wußten, dass die Fliegertauglichkeit höher zu bewerten ist, dals die Polizeitauglichkeit, wurde ich vorzeitig mit 51 Jahren in die Pension geschickt. Meine teuere Spezialausbildung, (Berufshubschrauberführer, Intstrumentenflugausbildung usw.) und meine 24jährige Einsatzerfahrung zählten nicht, wenn es um die Personalpolitik geht. Der Steuerzahler zahlt dies schon! In zwei Aktenordner habe ich Schreiben mit unsinnige Begründungen, ein beschämenter Bericht mit vielen Unwahrheiten des Landesanwaltes, angestrengte und teilweise gegen mich durchgeführte Straf- und Disziplinarverfahren und vieles andere mehr aufgehoben.
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Kaum zu fassen
Es ist unglaublich was sich Politiker in den Jahren zwischen 1960 und 1990 in Bayern erlauben durften. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von KDW veröffentlicht
Fachbuch für EX-CSU-ler
Das Buch zeigt deutlich unsere Vorbild-Politiker wie sie nicht sein sollen. Nach unten wird getreten und dem armen Mann der letzte Euro aus der Tasche geleiert. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von roman6605 veröffentlicht
Mutig, mutig Herr Schlötterer!
Macht und Missbrauch - der Titel sagt eigentlich schon alles. Der ehemalige Regierungsdirektor im bayerischen Finanzministerium Schlötterer deckt das System Strauß" mit... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von M. Scholz veröffentlicht
Sehr informativ
Was sich viele gedacht haben wird von Herrn Schlötterer niedergeschrieben; aber glaubts mir: auch in anderen (Bundes-)Ländern unter SPD/Grüne, Berlusconi oder sonst... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Günter veröffentlicht
Bayerischer Filz
Wer immer schon das Gefühl hatte, in Bayern könnten Filz und Korruption stärker ausgeprägt sein als anderswo, bekommt durch die Lektüre dieses Buches... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von testalucida veröffentlicht
Herzlichen Glückwunsch Herr Schlötterer
War schon bevor ich dieses Werk gelesen hatte, kein CSU-Wähler obwohl ich in Bayern, besser gesagt in Franken lebe. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Krauß Alfred veröffentlicht
CSU-Mafia
Jeder Wahlberechtigte in Bayern sollte verpflichtet sein dieses Buch zu lesen! Nur wenn die kriminellen Machenschaften der bayerischen Einheitspatei und ihrer... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von blues-brother veröffentlicht
Das Unfaßbare wird greifbar!
Das Politik gemeinhin als "schmutziges Geschäft" bezeichnet wird ist kein Geheimnis. Das führende Politiker in Bayern, die sich noch dazu mit dem Wort "christlich"... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von NorisM veröffentlicht
Machtmissbrauch
Ich kann nur sagen, dieses Buch gehört zur Pflichtlektüre jedes politisch Interessierten. Vor allem sollten es die lesen, für die FJS immer noch eine Idolfigur am... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von fh veröffentlicht
Erschütternde Halunken-Story
Jedes Mal, wenn ich in München lande und über den Bordlautsprecher ertönt: "Meine Damen und Herren, in wenigen Minuten landen wir auf dem Münchner Flughafen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Mai 2010 von Dr. Hans-Georg Häusel
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