Als ich das Buch gelesen habe, kam ich nicht umhin, dass ich ständig Paralellen zu meinem Fall zog. Ich war Pilot bei der Bayerischen Polizeihubschrauberstaffel. Als ich mich als Flugeinsatzleiter bewarb, mußte ich feststellen, dass das Innenministerium und das Polizeipräsidium das Recht mißbrauchten, nur weil sie einen jüngerer, willfährigen Beamten mit diesem Posten besetzen wollten. Fadenscheinige Disziplinarverfahren wurden angedroht und eingeleitet. Kollegen wurden heimlich befragt umd eventuelle Verstöße meinseits festzustellen. Als alles nichts nutzte, wurde eine polizeiärztliche Untersuchung angeordnet. Die Begründung war, dass ich gehbehindert sei, weil ich alles mit dem Fahrrad fahre. Nachdem auch dieser Versuch nicht zum Erfolg führte, mußte ich mich vor einem Polizeiarzt einer pschologischen Untersuchung unterziehen. Wie Herr Schlötter in seinem Buch treffend bemerkte, werden, Beamte, auch Polizeiärzte vom Ministerium befördert. Sie haben daher ein Bedürfnis Untersuchungen so auszuführen, wie es das Ministerium will. Das hatte Erfolg, ich wurde für polizeiuntauglich befunden. Kurze Zeit später stellte der Fliegerarzt fest, dass ich voll flugtauchlich bin. Obwohl meine Vorgesetzten wußten, dass die Fliegertauglichkeit höher zu bewerten ist, dals die Polizeitauglichkeit, wurde ich vorzeitig mit 51 Jahren in die Pension geschickt. Meine teuere Spezialausbildung, (Berufshubschrauberführer, Intstrumentenflugausbildung usw.) und meine 24jährige Einsatzerfahrung zählten nicht, wenn es um die Personalpolitik geht. Der Steuerzahler zahlt dies schon! In zwei Aktenordner habe ich Schreiben mit unsinnige Begründungen, ein beschämenter Bericht mit vielen Unwahrheiten des Landesanwaltes, angestrengte und teilweise gegen mich durchgeführte Straf- und Disziplinarverfahren und vieles andere mehr aufgehoben.