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Die Macht der Meme. Oder die Evolution von Kultur und Geist
 
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Die Macht der Meme. Oder die Evolution von Kultur und Geist (Taschenbuch)

von Susan Blackmore (Autor), Monika Niehaus-Osterloh (Übersetzer)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Spektrum Akademischer Verlag (Mai 2005)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3827416019
  • ISBN-13: 978-3827416018
  • Originaltitel: The Meme Machine
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 146.129 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 87 in  Bücher > Naturwissenschaften & Technik > Biologie > Evolution
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein aufs Ganze gehendes Buch." (FAZ)

"Susan Blackmores "Die Macht der Meme" bietet alles, was ein wissenschaftliches Buch populär macht: persönlich gefärbte Anekdoten, eine anschaulich dargestellte, flott geschriebene Theorie, die von einer zentralen These ausgeht und hier und da ein bisschen Kulturkritik mit einfließen lässt." (literaturkritik.de)

"Susan Blackmore schreibt leichtfüßig und witzig. Sie kennt sich nicht nur in Biologie und Psychologie gut aus." (Natur&Kosmos)

"Ein originelles Buch. Bild der Wissenschaft Bemerkenswert!" (Times Literary Supplement)

" (...) legt diese Theorie in sehr geschliffenem Stil dar, mit Beispielen und Anekdoten, die lebendig, informativ und manchmal geradezu charmant sind. Dies ist eines jener seltenen Wissenschaftssachbücher, die eine neue Theorie für den Laien präsentieren, aber zugleich originäre Ideen für eine wissenschaftliche Debatte liefern. Diese Veröffentlichung ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Wissenschaft der Memetik erwachsen geworden ist." (Library Journal)

"Gut geschrieben und sympathisch, liefert dieses provokative Buch eine überzeugende (...) Argumentation für das Konzept der Meme und für die Bedeutung seiner Auswirkungen auf die menschliche Kultur." (Publishers Weekly)


Kurzbeschreibung

Warum reden wir so viel? Warum können wir nicht aufhören zu denken? Warum schwirren uns bestimmte Melodien im Kopf herum und quälen uns bis zur Schlaflosigkeit? Wir Menschen sind erstaunliche Wesen. Unsere Körper sind in der Evolution - genau wie die aller Tiere - durch natürliche Selektion entstanden, und doch unterscheiden wir uns von sämtlichen anderen Geschöpfen in vielfältiger Weise. Wir nutzen Sprache zur Kommunikation. Wir führen Kriege, glauben an Religionen, bestatten unsere Toten und sind bei Sex-Themen peinlich berührt. Wir sehen fern, fahren Auto und essen Eis. Warum sind wir so anders? Als einzige Vertreter unter den Tieren verfügen Menschen über eine ausgeprägte Fähigkeit, andere zu imitieren, und so können wir Ideen, Angewohnheiten, Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Erfindungen, Lieder und Geschichten voneinander kopieren. All das sind Meme - Einheiten, die ähnlich wie Gene danach "streben", sich zu verbreiten und zu vermehren. Meme wetteifern darum, in so viele Gehirne wie möglich zu gelangen und sich dort zu behaupten, und diese Konkurrenz der Meme hat unseren Geist und unsere Kultur geformt. Wir sind allesamt Mem-Maschinen. Das Buch der englischen Psychologin Susan Blackmore regt zum Nachdenken an und provoziert. Was kann die Theorie der Meme uns über die Evolution des menschlichen Gehirns und die Entwicklung der menschlichen Kultur verraten? Was haben aktuelle Ohrwürmer und Modewellen mit bedeutenden Erfindungen und Weltanschauungen gemein? Welche Rolle spielen Meme für das menschliche Bewusstsein? Ist der freie Wille eine Illusion?

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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Gut geschrieben, doch leider sehr spekulativ, 12. November 2008
Von Lena Waider "Leseratte" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Das Buch ist gut lesbar, allerdings weist es einige Redundanzen auf. Sehr viel Neues über den Grundentwurf der Memetik in Richard Dawkins Das egoistische Gen erfährt man nicht, vielleicht mit Ausnahme der Memplexe (Religionen als Komplexe aus Memen) und einer auf Memen basierenden Altruismustheorie.

Die im Buch aufgeführten Anwendungsbeispiele zur Memetik sind zwar recht interessant, leider aber auch zum Teil sehr spekulativ. Das ist überhaupt eines der großen Probleme der Memetik, denn noch nie konnte ein Mem konkret beobachtet bzw. gemessen werden.

Das Spekulative der Memetik drückt sich aber auch schon in der Kurzbeschreibung des Buches aus: "Als einzige Vertreter unter den Tieren verfügen Menschen über eine ausgeprägte Fähigkeit, andere zu imitieren, und so können wir Ideen, Angewohnheiten, Fähigkeiten, Verhaltensweisen, Erfindungen, Lieder und Geschichten voneinander kopieren. All das sind Meme - Einheiten, die ähnlich wie Gene danach 'streben', sich zu verbreiten und zu vermehren. Meme wetteifern darum, in so viele Gehirne wie möglich zu gelangen und sich dort zu behaupten, und diese Konkurrenz der Meme hat unseren Geist und unsere Kultur geformt."

Dies ist in mehrerlei Hinsicht äußerst problematisch:
1. bekommt man den Eindruck, dass die Initiative bei der kulturellen Evolution von den Memen (und nicht von Menschen bzw. Akteuren) ausgeht, denn Meme "streben" gemäß Blackmore nach Verbreitung und Vermehrung. Sie selbst scheinen also zu konkurrieren, und nicht die Akteure.

2. Ironischerweise begründet Richard Dawkins im Das egoistische Gen seine Memetik mit einer Vogelart, und zwar den Neuseeland-Lappenstaren. Diese würden nämlich hin und wieder eine neue Melodie erfinden und ggf. ihrem Melodiepool hinzufügen. Wie Zoologen nachweisen konnten, werden die Gesangsmuster jedoch nicht genetisch vererbt, sondern durch Imitation erworben (und dann ggf. verändert). Der Mensch ist also in der Hinsicht keineswegs einzigartig, wie Susan Blackmore behauptet. Schlimmer noch: Der Gesang der Lappenstar-Männchen ist für die Weibchen so etwas wie ein Fitnessindikator. Folgte man den Ausführungen Richard Dawkins und Susan Blackmores, dann wollten Pfauenmännchen ihren Weibchen durch einen genetisch vererbten Schweif imponieren, Lappenstare dagegen durch kulturell erworbene Fitnessindikatoren. Die kulturellen Fitnessindikatoren könnten dabei eigendynamisch als Meme evolvieren (ohne "Schöpfer" und unabhängig von den Lappenstaren), während die genetischen Fitnessindikatoren dies nicht könnten (sie benötigten einen "Schöpfer", nämlich die Pfauen). Bevor sie weitermachen, sollten die Vertreter der Memetik zunächst einmal erklären, wie sie das mit der Darwinschen Theorie in Einklang bringen wollen.

3. Jablonka und Lamb machen in Evolution in Four Dimensions: Genetic, Epigenetic, Behavioral, and Symbolic Variation... deutlich, dass es nicht die Fähigkeit der Imitation ist, die Menschen in der Natur auszeichnet, sondern die der symbolischen Kompetenzspeicherung (Schrift etc.).

4. Mersch erklärt in Evolution, Zivilisation und Verschwendung: Über den Ursprung von Allem die kulturelle und technische Evolution viel plausibler und auch einfacher als dies das besprochene Buch tut. Eine Memetik mit separaten, fiktiven Replikatoren ist demgemäß überhaupt nicht erforderlich.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Macht der Meme - Frage: Die Bedeutung der Meme?, 10. Dezember 2008
Kinder-Rezension
--------------10 Sterne-------------
Was ist ein Mem?
Der von Richard Dawkins 1976 in seinem Buch - das egoisten gen - geprägte Begriff bezeichnet jegliche Idee, Verhaltensweise oder Fertigkeit die von einer zur anderen Person durch Imitation übertragen werden kann: Geschichten, Mode, Musik, Sprache! Techniken des Pflügens, des Erntens, Techniken jeglicher Aktivität des täglichen Lebens.
So wie die Form des menschlichen Körpers nur mit dem Konzept der natürlichen (genetischen) Selektion verstanden werden kann, so erschließt sich der Autorin daraus, dass die Natur unseres Geistes einem gleichen Prinzip folgt. Natürliche Selektion durch Imitation, durch die Menschliche Fähigkeit der Imitation.
Also, wenn ich es richtig verstanden habe, keine materielle, Körperhafte Evolution, sondern eine zweite genetisch geistige Evolution.
Ich stelle zusätzlich den Begriff der Seelischen Evolution, seelisch geistige Evolution der Menschheit durch die geistige Evolution des Individuums.

Die Debatte um die Bedeutung der Meme öffnet sich mit diesem Buch erneut.
Und das auch für mich. Eine wunderbare Erfahrung.

Und das auch Life bei Amazon!

Die Debatte selbst als Meme Erfahrung. Als das stärkere das gewinnt! Natürliche Selektion durch Imitation des Buchinhaltes.

Es sei mir gestattet im Sinne positiver Meme ein wenig faktisch Butter hinzuzufügen:

Der als Faust verkleidete Teufel belehrt im zweiten Faust den hilflosen jedoch anmaßenden Studenten. (Goethe)

- Zitat:
- Denn eben, wo Begriffe fehlen,
- Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.


Evolution der Gene als Ergebnis vom Wettstreit der Meme?

Sprache als Teil der Meme?

Der Mensch als Genetikprozess der im Laufe von ewiger Zeit Millionen von Memen aufgenommen hat, sie verinnerlichte, kopierte, verbreitete, zur Schau stellte, entwickelte, und sprach?

Selektion durch die Fähigkeit der Imitation. Natürliche Selektion?

Eine Frage konnte ich Mithilfe dieser Lektüre nicht gänzlich beantworten, Warum gibt es einen Wettstreit der Meme?

Und wenn es einen Wettstreit gibt, hat dieser irgendwann einen Sieger?

Oder bleibt der Wettstreit? Wird es ein ewig konstruktiver Wettstreit? Ein Wettstreit ewigen Strebens nach Glück und Gemeinwohl?

Oder ist es auch als imaginärer Kampf zwischen Gut und Böse, Hell und Dunkel, Schwarz oder Weiß zu verstehen.

Während die Autorin das Buch schrieb, stellte sie sich Ihren Geist als Schlachtfeld von Ideen vor.

Möge dieses Schlachtfeld ein Blumenfeld werden.

Eine Blüte der Erkenntnis für jeden.

Das Buch bekommt bei mir einen Sonderplatz im Regal und im Herzen.

V.Brodersen
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