Dass diese CD unbedingt her musste war beschlossen als ich davon erfahren hatte. Mittlerweile bin ich der festen Überzeugung dass das Teil aus biologisch abbaubarem Material hergestellt werden müsste, dann würde es nach dem weg werfen wenigstens nicht noch die Umwelt verschmutzen.
Insgesamt machte sich - zumindest bei mir - recht schnell der Eindruck breit dass da jemand unbedingt Geld braucht. An einzelne Songs gewöhnt man sich zwar mit der Zeit, doch die auswendig gelernten oder abgelesen klingenden Interviews zwischen den Titeln nerven wirklich gewaltig. Ein paar Songs dazu und die vorhandenen ausbessern oder gleich weg lassen wäre meiner Meinung nach eine vernünftige Idee für die bereits vorgelegten und wirklich abartig guten Egotronic Alben gewesen.
Sie wird der Vollständigkeit halber in meiner Sammlung bleiben, möchte ich bessere elektronische Musik hören, greife ich aber dann doch besser zu Blümchen oder DJ Bobo. Alles in allem sehr, sehr, sehr öffentlichkeitstauglich und auf die ersten 5 Reihen auf dem Konzert ausgelegt, welche aus Besuchern bestehen, die noch Taschengeld bekommen.
Die DVD verstärkte dann eigentlich nur noch das Gefühl dass mit Gewalt was neues raus gebracht werden musste. Trotzdem gibt es den einen oder anderen Grinser, wenn ein Bandmitglied gefragt wird wie ernst man denn bei Egotronic das mit dem "antideutsch" nehmen würde, die Antwort "überhaupt nicht" lautet und im Hintergrund ein recht beleidigtes "stop, natürlich sehr ernst, auf jeden Fall..." dröhnt. Hat man die CD schon gehört, macht es eigentlich auch Spaß zu hören wie sich Frontmann Torsun fragt warum in letzter Zeit "so wenig Linksradikale" auf die Konzerte kommen.
Wer die Band noch nicht kennt, dem empfehle ich das komplette Tonträgerprogramm von Egotronic, denn das ist einsame spitze - doch dieses Stück Kunststoff ist das Geld meiner Meinung nach nicht wert.
Egotronicfans verfollständigt es sicher die Sammlung und wer einen Porno drehen möchte, kann die Hintergrundmusik des DVD-Menues perfekt als musikalische Hintermalung für diverse Szenen nutzen.
...ansonsten... Bier drauf abstellen!