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Macht [Gebundene Ausgabe]

Bertrand Russell
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Kurzbeschreibung

2001
Macht ist die primäre Triebkraft menschlichen Handelns und damit der entscheidende Faktor der Geschichte. Diese Überzeugung vertritt Bertrand Russell in seiner grundlegenden Abhandlung, die mit dem schlichten Titel Power; erstmals 1938 in London und in deutscher Übersetzung 1947 im Europa Verlag Zürich erschien. Es folgten etliche Nachauflagen, wobei Russells Thesen trotz aller Veränderungen in Gesellschaft und Politik unangetastet blieben. In Ausienandersetzung mit dem Marxismus und in dem für ihn so typischen Stil eines Kämpfers mit Humor, eines Provokateurs mit Charme, analysiert Russell die Ursprünge und unterschiedlichen Formen der Macht.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Europa Verlag Hamburg; Auflage: 2 (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3203815303
  • ISBN-13: 978-3203815305
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 12,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.230.134 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Bertrand Russell (1872-1970) war Mathematiker und als solcher, was seine philosophischen Neigungen anbelangt, zunächst an der Ergründung einer Prinzipienlehre als Grundlage einer "Universalmathematik" interessiert. Als sein philosophisches Hauptwerk gilt dem gemäß auch ganz folgerichtig das gemeinsam mit seinem Lehrer Alfred North Whitehead verfasste dreibändige Werk Principia mathematica (1910-1913).

Doch früh schon wandte sich Russell populär- und sozialphilosophischen Themen zu. Letzteren auch als "Aktivist", was ihm neben dem Verlust seiner Dozentur in Cambridge 1918 eine sechsmonatige Gefängnisstrafe einbrachte. Nicht nur hatte er öffentlich und vehement die Beendigung des Ersten Weltkrieges gefordert, er hatte darüber hinaus lautstark und kompromisslos zur Kriegsdienstverweigerung aufgerufen. Von dieser brennenden Jugendlichkeit ist das gesamte sozialphilosophische Werk geprägt. Neben dem mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichneten Essay Ehe und Moral (1950) insbesondere die ebenso kraftvoll-naive wie hellsichtig-analytische Studie Macht aus dem Jahre 1938, die der Europa Verlag nun neu aufgelegt hat.

In 18 Kapiteln analysiert Russell den menschlichen Machttrieb, seine institutionellen Manifestationen, das Verhältnis von Führern und Geführten, das Phänomen der nackten Gewalt und auch subtile Formen der Macht, wie die wirtschaftliche oder jene über die (öffentliche) Meinung. Und auch wenn das globale Organisationsmodell, das Russel als Ausweg aus der Macht-Falle anbietet, als in jeder Hinsicht überholt gelten dürfen sollte, seine Einsichten in die Strukturregeln von Machtverhältnissen sind dies zweifellos nicht. Und seine grundsätzlichen Überlegungen zu den anthropologischen Ursachen, Bedingungen und Konsequenzen des Phänomens der Macht als eines der zentralen gesellschaftlichen Probleme lohnen nach wie vor die Lektüre. --Andreas Vierecke

Pressestimmen

On Power

upj. Zurzeit erfährt, zumindest auf dem europäischen Festland, das Werk des 1872 geborenen Bertrand Russell keine besondere Aufmerksamkeit. Russell, der zwischen 1910 und 1913 zusammen mit Alfred North Whitehead die mehrbändigen «Principia Mathematica» veröffentlicht und 1950 den Literaturnobelpreis erhalten hatte, ist 1970, nach einem in jeder Hinsicht engagierten Leben, hochbetagt gestorben. Seine spätere, gleichsam «nachmathematische» Karriere zeichnete sich durch politische und soziale Stellungnahmen aus, noch im vorgerückten Alter sah man ihn prominent gegen atomare Bewaffnung und für internationale Friedenspolitik eintreten. Auch das philosophische Werk Russells hat sich schon in den ersten Dezennien des 20. Jahrhunderts nicht des Weltbezugs enthalten. Seine 1938 in Englisch erschienene Analyse des Phänomens Macht ist allerdings erst 1950 – nachdem sich das Führerprinzip auch in Deutschland zerschlagen hatte – ins Deutsche übersetzt worden. Freilich ging es Russell nicht um einen blauäugigen Quietismus, der den Individuen völlige Askese empfahl, wo es um Einflussnahme auf den Weltenlauf ging. Wirkung zu erzielen, «handeln» schlechthin gehöre zum Wesen des Menschen. Nur dürfe darob eine «Ethik der Macht» nicht vergessen werden. Diese entwickelt Russell im siebzehnten Kapitel der anzuzeigenden deutschen Neuauflage von «Power»; eine Auflage, für die der Europa-Verlag nicht einmal ein klitzekleines aktualisiertes Vorwort für angebracht erachtete. -- Neue Zürcher Zeitung


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die menschlichste Einführung in dieses Thema 2. April 2002
Von "mmitb"
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist ein Muß für jeden der in Machtfragen, und damit entscheidenen Fragen ,seien sie nationaler oder internationaler Natur, mitreden will, und fähig ist, durch eigenes Denken (macht-) politische Entwicklungen besser beurteilen und abschätzen zu können, ohne sich auf die wenig profunde öffentliche Meinung stützen zu müssen.
In diesem Buch wird Macht in so gut wie allen ihren Teilaspekten beleuchtet, es geht nicht nur auf die jeweiligen sozialen und psychologischen Beziehungen in Machtverhältnissen zwischen Personen, Gruppen und Organisationen in verschiedenen Kulturräumen und Zeiten ein; sondern analysiert Macht auch in ihren internen Strukturen unterschiedlichster Systeme, die jeweils Formen von Machtordnungen sind bzw. repräsentieren, z.B. wirtschafliche oder staatliche Macht; sowie die Wechselbeziehungen verschiedener Herrschaftsformen, Kräfte und Vermögen untereinander in verschiedenen Ebenen, wie z.B in der Wirtschaft oder Kultur.
Bertrand Russell gibt uns einen einzigartigen geschichtlichen Überblick der Machtentwicklung und Herrschaftsformen, sowie ihrer geschichtlichen Vorraussetzungen und Perspektiven, er zeigt in origineller Weise Wirkungsketten der Machtentfaltung auf, welche die einzelnen Machtfaktoren in ihren Entwicklungen nahezu unentwirrbar verflechtet und gleichzeitig die Macht bzw. die Mächte schwerer lokalisierbar macht (ganz so wie in der Realität und im Gegensatz zur althergebrachten und allgemeinen Machtauffassung).
Russell frischt seine Monographie durch viele geistreiche Anmerkungen in den verschiedensten Bereichen auf, die den Leser selbst heute noch zu denken geben müssten.
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