Kurzbeschreibung
Neue Monumentalbauten, neue Stadtviertel, neue Straßenzüge, neue Wehranlagen verändern immer wieder das Bild historischer Städte. Sie prägen die äußere Gestalt der Städte, transportieren aber auch Ideologie. Architektur wird - oft sehr geschickt - eingesetzt, um politischen Willen, politische Veränderungen zu visualisieren und zu repräsentieren: alte Stadtbilder erhalten plötzlich völlig neue Schwerpunkte, die nicht nur veränderte gesellschaftliche Bedingungen widerspiegeln, sondern ihrerseits von Herrschern und Eliten mit dem Ziel gesellschaftlicher Veränderung bewußt geschaffen wurden. 36 Fachwissenschaftler, die meisten von ihnen Bauforscher an deutschen Universitäten oder an den verschiedenen Abteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, diskutieren die architektonischen Mittel und das Entwurfsgeschick, mit denen Politik in den unterschiedlichen Kulturkreisen und Epochen in Architektur und Städtebau umgesetzt wurde. Das Spektrum der Beiträge zum Thema »Macht der Architektur - Architektur der Macht« reicht vom alten Ägypten bis ins römische Germanien, vom Jemen, dem Land der Königin von Saba, bis zum faschistischen Italien. In diesem räumlich und zeitlich weit gesteckten Rahmen werden die Ursachen für das Entstehen von Herrschaftsarchitektur und ihre Auswirkungen auf die jeweilige Gesellschaft erforscht - und so Mechanismen und Zusammenhänge hinterfragt, die die Architekturdiskussion bis heute bestimmen. Der 8. Band der »Diskussionen zur Archäologischen Bauforschung« bietet einen aktuellen und facettenreichen Überblick über den derzeitigen Stand der Bauforschung zum Verhältnis von Stadtbild, Architektur und Politik. dritten, durchgesehenen Auflage erstmals in einer Buchhandelsausgabe.
Der Verlag über das Buch
Stadtbild, Architektur, Politik und ihre Wechselwirkung - vom alten Ägypten bis zum Faschismus in Italien