In diesem Roman ist endlich Senta die Hauptfigur, nachdem lange ihr Zwilling Sonja im Vordergrund stand.
Das Buch ist eine tolle Reisebeschreibung - diesmal nicht Afrika, sondern Kanada und Alaska -, und die Darstellung der Rywigs ist wie immer gelungen.
Es ist schön zu lesen, dass sich auf der Reise die Liebe von Rolf und Senta festigt - trotzdem muss ich einen Stern abziehen. Es ist in der Tat "irgendwie altmodisch", dass eine Frau ihr Leben ganz und gar auf ihren Mann ausrichtet, und Rolfs Liebeserklärung fand ich eher beklemmend. "Eine Frau, die schweigt, wenn der Mann muede ist, die interessiert horcht, wenn er mitteilsam ist" usw. - wie geht es IHR dabei???
Und dann das Mädchen Isabel... Die Schilderung ihres Charakters, der sich immer ganz und gar einsetzt, ist interessant, aber ich halte das Verhalten der Eltern fuer falsch und sogar verantwortungslos. Eine Alkoholikerin braucht eine Entziehungskur, keine Reise, und wenn sie minderjährig ist, muessen die Eltern ihre Einweisung veranlassen.
Trotz der Kritik 4 Sterne, das Buch ist schön, unterhaltsam und witzig wie alle aus der Rywig-Reihe.