Um es vorweg zu nehmen: mir gefällt "Mach's noch einmal, Aalbert!" sogar noch besser als sein Vorgänger. Durchgehend launig, dabei von einer Atmosphäre getragen, als hätte der Autor selber den Kanal durchschwommen, und immer so spannend, wie man es von diesem Literaturgenre erwarten darf. Demgegenüber verstehe ich Kritiker nicht, die bemängeln, es seien Ideen aus fremden Krimis übernommen worden; denn da wird augenscheinlich verkannt, daß es sich bei den Aalbertbüchern um eine auf einer Vielzahl von Adaptionen beruhende Hommage an die klassischen Hardboild-Krimis handelt. Das stellt der Autor selber unmißverständlich heraus, indem er in den Vorbemerkungen der Druckversion unter ausdrücklicher Bezugnahme auf Philip Marlowe, Lew Archer, etc. etliche seiner Quellen benennt und obendrein satirisch Paul Doherty zitiert: "So verhält es sich nun einmal mit den Schreiberlingen. Immer benutzen sie die Zitate anderer." Ganz deutlich macht dies auch der Untertitel "... tragen keine Karos", der wie der nach dem gleichen Prinzip funktionierende Film dazu anhalten will, eben diese Parallelen und Originalstellen zu suchen, woraus das Buch/Hörbuch seinen zusätzlichen Reiz bezieht.
Mich hat Aalbert 2 jedenfalls genauso gut unterhalten wie der Film mit Steve Martin. Deshalb von mir das klare Votum: fünf Sterne.