Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wenn Kunst verkannt wird, 15. Juli 2008
Wieder einmal muss ich doch wundern und staunen wie manche amazon-User die Filmwelt sehen und muss mich doch fragen ob man tatsächlich den gleichen Film gesehen hat.
Für mich hat "The Machinist" die Erwartungen um ein vielfaches übertroffen, hier wird mit einer relativ unbekannten Schauspieler-Riege, eher wenigen Action-Szenen und kaum ausschweifendem Dialog eine Geschichte erzählt, die sich bedenkenlos mit Fight Club, Memento und anderen düsteren Charakterstudien messen lassen kann.
Die Leistung von Christian Bale's möchte ich eigentlich gar nicht weiter kommentieren. Sein Erscheinungsbild ist erschreckend und faszinierend zugleich und ist wohl eine der größten Leistungen der Filmgeschichte.
Die Story hat es mir persönlich aber besonders angetan. Hier geht es um einfache und unepische aber nicht minder komplexe Charakterzeichnungen und Beziehungen, das Unterbewusstsein, Gewissen und Schuld.
Und damit kratze ich nur an der obersten Oberfläche des Filmes. Denn wer mir erklären kann welche Rolle genau Maria und ihr Sohn haben, beide sind natürlich weitaus wichtiger als sie vermutet werden, hat sich einen Kuchen verdient.
Wie manche von einer "platten und vorhersehbaren Story" schreiben können, ist mir vollkommen schleierhaft. Vielleicht mangelt es auch nur an objektiver Einschätzung und man hat den Film nicht ganz verstanden wie man es gerne hätte.
Da eine ausführliche Interpretation nicht vorgesehen und auch nicht erforderlich ist (das sollte jeder für sich erledigen), kann ich nur eine uneingeschränkte Empfehlung für "The Machinist" aussprechen.
Mich hat der Film, als homogenes, düsteres Gesamtkunstwerk, schlichtweg gefesselt und keine einzige Minute gelangweilt.
Wem die Dialoge zu wenig oder die Story zu geradlinig war, sollte vielleicht beim Popcorn-Kino bleiben.
Cineasten und eingefleischten Filmfans möchte ich diesen Film wärmstens empfehlen. Für mich bereits ein absoluter Klassiker. Wer Fight Club und Memento mochte, wir "The Machinist" lieben.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Verstörend, beklemmend und grossartig!, 6. Juli 2007
Christian Bale (in einer glänzenden Parforceleistung) spielt Trevor Reznick.
Trevor behauptet ein Jahr lang nicht geschlafen zu haben und sieht aus wie
ein Junkie obwohl er, abgesehen von Zigaretten keine Drogen nimmt. Trevor
ist Stammkunde bei einer Nutte, ist hyperdünn und arbeitet Schicht in einer
öden düsteren Maschinenfabrik. Trevor hat etwas Böses getan, darauf wird am
Anfang hingewiesen. Aber was lässt Trevor nicht mehr schlafen, warum weicht
er den Alpträumen zugunsten einer immer paranoider werdenden Scheinwelt aus?
Tja, das wird erst am Schluss gezeigt und bis dahin geht es durch eine ver-
störende, beklemmend verfilmte Welt von genialer Aesthetik. Wirklich toll ge-
filmt, ein Meisterwerk mit Zeug zum Kult. Trevor hätte sich anders entscheiden können, ein Jahr zuvor, aber hätten wir es getan? "Wenn es Nacht ist, ist die Leere dunkel, und wenn es Tag ist, dann erhellt das Tageslicht eine Leere ohne Grenzen und ohne irgend etwas, worauf das Auge
ruhen könnte" Steve Tesich, Abspann. Selten haben diese Worte aus einer
ganz anderen Geschichte besser gepasst als zu diesem Film.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"GENIAL" - Hitchcock hätte den Film geliebt, 23. August 2005
Vorab gleich mal Folgendes: Irgendwie wird hier ständig mit dem ebenfalls genialen "Fight Club" verglichen, was beiden Filmen nicht gerade zuträglich ist, da sie von der Machart schon sehr unterschiedlich sind. Noch mehr hinkt der Vergleich mit "The Sith Sense". "The Machinist" taucht wesentlich tiefer in die Urgründe seines Protagonisten hinab - dringt viel erbarmungsloser in sein Leben und sein Martyrium ein - zeigt schonungslos den zähen und zermürbenden Alptraum eines schlaflosen Mannes mit einem dunklen Geheimnis. Man darf hier jedoch auf gar keinen Fall einen mystischen Horrorthriller erwarten, der mit höchst raffinierten Wendungen zu bestechen versucht. Es geht um die Darstellung eines Traumas, eines nicht endenwollenden Alptraumes der leider bitter real ist. Jeder Charakter (auch die Nebenrollen) sind liebevoll gezeichnet und wirken absolut authentisch in Ihrer Darstellung. Allen voran Christian Bale, der - nicht nur aufgrund seiner drastischen Abmagerung - dem Zuschauer ständige Schauer über den Rücken jagt. Man spürt seinen ständigen qualvollen und zerbrechlichen Zustand zwischen Wach und Halbwach, zwischen Realität Und Realitätsverlust. Ich war ja schon absolut begeistert von seiner Leistung in "American Psycho" und ich denke, wir werden noch viel hören und sehen von Mr. Bale. Erwähnenswert sind auch noch die Ausstattung und die aussergewöhnliche Location, die zusätzlich den Eindruck dieser Zwischenwelt von Wach- und Traumzustand verstärkt. Jedes Detail ist mit Präzision gezeichnet. Nahezu jede Kameraeinstellung sitzt perfekt. Am ehesten kann man The Machinist noch mit "Memento" vergleichen, den ich auch jedem Cineasten wärmstens ans Herz legen kann. Hitchcock hätte seine wahre Freude an diesem kleinen Meisterwerk gehabt ...
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