....denn Machete Cortez versteht es, sich in kürzester Zeit entweder seine Waffen selber zu basteln oder eben mittels der Machete seinen Widersachern handwerklich sauber den Filmtod zu bringen.
Fangen wir bei der Story an: sie existiert und das ist schon ein Verdienst. Sie ist überdreht, klischeetriefend, politisch inkorrekt, aber sie existiert. Und dies in absolut ausreichender Form, so dass die Tötungsarien nicht gänzlich sinnentleert wirken. Logik, kommt mir bei dieser Art Film bitte schön nicht mit Logik. Dazu weiß ich doch im voraus, auf was ich mich einlasse, wenn ich mir jenen Genrefilm zu Gemüte führe.
Die Action ist blutig. Sie kommt ungefiltert an den Zuseher. Und sie ist absolut unterhaltend, wobei die gelieferten Bilder absichtlich trashig und schmutzig wirken.
Passend dazu wirkt die Besetzung: etwas abgehalfterte Schauspieler (Don Johnson, Steven Seagal, nichts für ungut) treffen in ihren stilsicheren Metzeleien auf einige 'Sexy-Stars' (Jessica Alba, Lindsay Lohan, Michelle Rodriguez) sowie 'Größen' (Robert De Niro). Genauso wie die Story wirkt eben auch die Zusammensetzung der Schauspieler: zusammengewürfelt, keiner Ordnung gehorchend. Dies ist inspirierend und macht den Film anders, obgleich das Blut ebenso rot und zahlreich auf die Leinwand spritzt wie bei anderen, ähnlichen Filmen.
"Machete" ist jedoch auch etwas davon entfernt, den ganz großen Wurf zu wagen. M.E. ist Danny Trejo nicht die optimale Besetzung als Hauptcharakter. Sein zerfurchtes, durchaus charismatisches Gesicht, welches eben ganz gut in jene Szenerie zu passen scheint, wirkt teilnahmslos und irgendwie uninspiriert. So nach dem Motto: 'ich versuchs, aber ich kann nicht', zieht Trejo seine Mundwinkel nach unten und hält diese Mimik auch bis zum Filmende durch. Überforderung? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich mit ihm als Machete Cortez nicht recht warm wurde und eine Chance vertan wurde, den Film noch weiter nach oben zu hieven.
Fazit: Was benötigt "Machete" eigentlich überhaupt ein Fazit? Entertainment pur, grotesk, mit teilweise toll agierenden Schauspielern und eindrucksvollen Bildern, die den Zuseher bisweilen wahrscheinlich die Kinnlade runterfallen lassen....ja, es war fast alles so, wie es sein sollte. Ein Hoch auf die Trash-Movies (mit Niveau)!