Das Buch enthält im Wesentlichen folgendes:
- Hören Sie auf Ihre innere Stime (in 2 von 3 Fällen)
- Wenn die innere Stimme und das Gehirn nicht übereinstimmen: Sammeln Sie mehr Informationen
- Wenn Sie z.B. aus sozialen Zwängen etwas machen müssen, das die innere Stimme nicht will, dann locken Sie sich selbst (bzw. Ihren Partner) mit Belohnungen für die Überwindung
Das ist irgenwie alles nicht neu oder auch nur kreativ. Neu ist die Verpackung in den Wurm (statt z.B. Schweinehund). Dieses Bild wird durch das ganze Buch gezogen in, und das ist meine subjektive Meinung, sehr alberner Form. Fiel mir wirklich schwer, das Büchlein zu Ende zu lesen. Meine Hoffnung doch wenigstens etwas neues zu finden wurde jedoch leider nicht erfüllt.
Immerhin, wir erfahren, dass Frau Autorin Verstopfung von Schoki bekommt - und dennoch nicht die Finger davon lassen kann. Der Wurm muss ja gefüttert werden. . .
Die üblichen Beispiele von Patienten (meist Ehebrecher) denen Frau Autorin helfen konnte sind so flach gewählt/geschildert, dass man eigentlich nur den Kopf schütteln kann.
z.B. ihre Freundin, die Ehebruch mit ihrem Yogalehrer (immerhin nicht der Tennislehrer) begeht.
Der Rat: "Abwarten bevor Du Deinen Mann verlässt."
Das Ergebnis: Sie hat gewartet und nach ein paar Monaten gemerkt, dass Mr. Yoga nicht so schlau ist wie ihr Banker zu Hause und ist daher bei dem geblieben.
Super. Da haben wir jetzt ja wirklich was gelernt für Leben . . .
Fazit: Kleines, locker runter geschriebenes Büchlein ohne Tiefgang oder Erkenntnisse.
Bern, 10.12.2009
Stephan Wiesner