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Mach mal Feuer, Kleine: Roman
 
 
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Mach mal Feuer, Kleine: Roman [Taschenbuch]

Martin Smaus , Eva Profousová
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 360 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423248270
  • ISBN-13: 978-3423248273
  • Originaltitel: Devcátko, rozdelej ohnícek : na cikni na bari, carav tro vod'ori (Euromedia, Prag 2005)
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 3,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 315.120 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»[Martin Smaus] schildert die Lage der Roma in einer poetischen Sprache, aber keineswegs romantisierend.«
Holger Zimmer, rbb Kulturradio 07.02.2011



»[Ein] ergreifendes Buch […].«
Reiner Neubert, Freie Presse 25.02.2011



»Ausgezeichnet!«
Frankfurter Stadtkurier 01.03.2011



»Die Geschichte des Zigeunerjungen Andrejko nimmt den Leser bald gefangen, er leidet mit ihm unter all der Unbill, die dem "Schwarzen" von den "Weißen" angetan wird.«
Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln 04.03.2011



» Smaus ist ein bewegendes und illusionsloses Buch gelungen, das viel Stoff zum Nachdenken bietet.«
Olaf Clees, fiftyfifty Asphalt e.V. April 2011



»Eine fiktionale Geschichte, aber man weiß, dass mehr Wahres dran ist, als man möchte.«
Marlies Schaum, Deutsche Welle - Bücherwelt 13.03.2011



»Martin Smaus hat eine sehr drastische und zugleich enorm poetische Lebensgeschichte verfasst. Überbordend ist sein Ton, wenn er in langen, rhythmischen Sätzen Andrejkos Welt beschreibt oder den Reichtum der Natur feiert. Schonungslos dagegen die Skizzen und Rückblenden über den Umgang mit den Roma (...).«
Olga Hochweis, DeutschlandRadio, Radiofeuilleton 21.04.2011



»Der Autor bleibt ganz nahe an Andrejko dran, erzält in einer lebendigen, emotionsreichen Sprache die Lebensgeschichte aus der Perspektive seines Helden. Als Leser wird man mitgerissen von dieser traurigen Geschichte, leidet mit Andrejko, schöpft neuen Mut und hofft immer wieder, der sympathische Held möge doch diesmal endlich mehr Glück haben.«
Christina Frankenberg, Prager Zeitung 21.04.2011



»(...) ein ebenso Aufsehen erregende[s] wie berührende[s] Buch (...) Smaus gelingt das erschütternde Portrait einer Parallelgesellschaft mitten in Europa, die keine staatlichen Autoritäten anerkennt.«
Mirko Schwanitz, Deutschlandfunk 08.05.2011



»Kraftvoll und poetisch erzählt Martin Smaus von dem bewegten Leben eines Roma-Jungen vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Kommunismus.«
Ostsee-Zeitung 10.06.2011



»Ein aufwühlendes und ungewöhnliches Buch!«
Carsten Wist, RBB - Antenne Brandenburg, antennebrandenburg.de 16.06.2011



»Aus Smaus' Erzählen spricht dabei eine ähnliche Unbestechlichkeit, wie sie auch seinem Helden eigen ist, eine einfühlende Sorgfalt in der Weltbeobachtung gepaart mit einer großen Leichtigkeit in der Imagination.«
Katharin Granzin, Frankfurter Rundschau 23./24.06.2011



»Und wie das geschrieben ist: In einer phantastisch melodischen Sprache, durchsetzt mit schönsten Sprachbildern, ein Roman wie ein Gemälde, an dem man sich nicht satt sehen kann und das eine Romawelt enthüllt, die ihr Potential an Fremdheit und Eigensinnigkeit durchaus behält.«
Switchboard Februar 2011



»Der realitätsnahe Roman rüttelt auf und vermittelt die ganze Brisanz der Thematik des Ausgegrenztseins.«
Passauer Neue Presse 04.07.2011



»Wie alle literarischen Werke von Belang nimmt der Roman sein Thema ernst und weist sogleich darüber hinaus.[...]Šmaus' in diesem Bewusstsein geschriebener Roman ist eine Bereicherung.«
Antje Dossmann, Neue Westfälische Zeitung 13./14.08.2011

» «
Antje Dossmann, Neue Westfälische Zeitung 13./14.08.2011



»Šmaus erschafft in seinem ersten Roman ein facettenreiches historisches Gesellschaftspanorama von unten – und einen Helden, mit dem man sich bedingungslos identifiziert.«
Buchjournal 08.2011



»Ein berührendes, überraschendes, interessantes und sehr besonderes Buch.«
Katharina Ferner, bn.bibliotheksnachrichten, Salzburg 03/2011



»Es verwundert nicht, dass dieses Werk in Tschechien preisegekrönt wurde.«
Raimund Kirch, Nürnberger Zeitung/Fränkischer Kurier 09.11.2011

Kurzbeschreibung

Andrejko ist kaum vier Jahre alt, als ihn sein Onkel Fero von der Roma-Siedlung in den ostslowakischen Waldkarpaten zu Verwandten nach Prag bringt, die dort am Rande der Legalität leben. Fero ist tief beeindruckt von der Fingerfertigkeit des Jungen, die sich in der Stadt sicher gewinnbringend einsetzen ließe. Andrejko lernt schnell. Er bettelt und stiehlt, ein Leben als gesellschaftlicher Außenseiter scheint vorgezeichnet zu sein. Doch Andrejko will sich nicht wie seine Verwandten in den Nischen der Gesellschaft einrichten. Ihn zieht es zurück zum ursprünglichen Leben in den Bergen. Kraftvoll und poetisch erzählt Martin Šmaus von dem bewegten Leben eines Roma- Jungen vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Kommunismus.

Ausgezeichnet mit dem Magnesia Litera, dem bedeutendsten tschechischen Literaturpreis, als »Entdeckung des Jahres 2006«.


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Roma Dezider wird mit der schönen Maria verheiratet, entdeckt, dass diese keine Jungfrau ist, sondern schwanger, will sie und sich selbst umbringen, um die Familienehre zu retten, doch vorher will er sich noch einmal betrinken. Aber in der Kneipe hat er keinen Kredit mehr, zettelt eine Schlägerei an, wird fast totgeschlagen, und überlebt deshalb den geplanten Selbstmord. So kommt Andrejko zur Welt.

Martin Smaus schildert das Leben in den Bergen der Ostslowakei, Ruthenen, Roma, Slowaken, die Juden sind bereits vergast worden und viele der Zigeuner haben ebenfalls nur durch Glück die Nazis überlebt. In dieses Völkergemisch bricht erst der Kommunismus ein, dann die Moderne und für Pferdezüchter, Hufschmiede und Kesselflicker ist kein Platz mehr. Damit haben sich die Zigeuner früher über Wasser gehalten. Jetzt wandern sie aus in die tschechischen Städte, nach Prag, Pilsen und in die Bergwerksstädte. Wer nicht freiwillig geht, wird von den Kommunisten zwangsumgesiedelt. Richtige Wohnungen, fließendes Wasser und Arbeit versprechen sie den Zigeunern. Die Kinder kommen in Internate, damit sie etwas gescheites lernen. Doch die angeordnete Integration scheitert. Die Roma bleiben am Rand der Gesellschaft, betteln, stehlen und bald sind auch die Kommunisten voller Vorurteile

Martin Smaus hat ein Panorama der gegenseitigen Vorurteile zwischen Roma und ihrer Umgebung geschaffen, gleichzeitig ein Panorama der untergehenden Tschechoslowakei. Und der ganz eigenen Region in den Grenzgebieten von Slowakei, Polen und Ukraine. Er idealisiert die Roma nicht, viele von ihnen wollen sich nicht in das moderne Leben mit Achtstundentag, Müllabfuhr und Schule einordnen. Aber er schildert auch die andere Seite, wie unmöglich es ist, sich in die tschechische Gesellschaft einzugliedern. Wer das will steht, zwischen den Stühlen. Die eigenen Leute akzeptieren ihn nicht und die anderen sehen immer den Roma in ihm.

Spannend geschrieben, stilistisch gekonnt gewann der Autor mit diesem Erstling den Magnesia Litera, dem bedeutendsten tschechischen Literaturpreis. Und er hat ihn verdient, kein Zweifel. Und wer nach einem ungewöhnlichen Buch sucht, wird hier fündig.

Hans Peter Roentgen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gospelsinger TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Andrejko hat es von Geburt an nicht leicht. Er ist ein Roma und wächst in einem Dorf in den Bergen der Ostslowakei auf.
Andrejko hat ein Talent, das eher ein Fluch ist. Er ist ein unglaublich geschickter Taschendieb. Deshalb wird er im Alter von vier Jahren seiner Mutter entrissen und von seinem Onkel in die Stadt mitgenommen, um für die Familie zu stehlen.
Die Gesellschaft ist im Umbruch. Für Pferdezüchter, Hufschmiede und Kesselflicker gibt es in der modernen Zeit keine Verwendung mehr. Und so werden die Roma in die Städte, aus denen nach dem Krieg die Deutschen vertrieben wurden, umgesiedelt. Die Familien werden getrennt; die Kinder werden in Internate gesteckt. Die Eltern sollen in den Fabriken arbeiten. Aber unter diesen Zwangsbedingungen geht der Versuch einer Integration schief.
Die Roma leben am Rand der Gesellschaft, bekommen Kinder, um ihren Sozialhilfesatz zu erhöhen, verwüsten die zugewiesenen Wohnungen, betteln und stehlen.
So wächst Andrejko also auf. Aber er will dieses Leben zwischen Alkohol, Gewalt, Kriminalität, Kinderheim und Gefängnis nicht.
Seine Zielstrebigkeit, sein Fleiß und sein Aufstiegswillen führen dazu, dass er immer wieder eine Existenz aufbauen kann. Aber immer wieder wird er zurückgeworfen. Immer wieder passiert etwas, was ihn wieder ganz nach unten bringt.
Andrejko gibt nicht auf, er ist beharrlich und überlebt alle Widrigkeiten. Schließlich fasst er den Entschluss, wieder in die Berge zu gehen. Aber auch hier holt ihn sein Unglück ein.
Dieses ganz besondere Buch hat mich völlig fasziniert. Eine mir gänzlich unbekannte Welt tat sich auf, die durch den poetischen Schreibstil lebendig wurde. Mit Andrejko habe ich mitgelitten, mitgelacht, mitgeweint. Ich bin zornig auf den Rassismus geworden, der ihm immer wieder in die Quere kommt und habe Andrejko für sein Pech bedauert.
Besonders bemerkenswert fand ich, dass der Autor die Roma nicht als edle Wilde idealisiert, sondern realistisch schildert, auch mit ihren negativen Eigenschaften.
Ein aufwühlendes und ungewöhnliches Buch, dem ich möglichst viele Leser wünsche.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zigeuner 9. Oktober 2011
Von Ben
Format:Taschenbuch
Smaus schildert das Leben des Zigeuners Andrejko aus der Ostslowakei. Sein gesamtes Leben ist gekennzeichnet durch Hunger, Kälte, Armut, Gewalt, Kriminalität und Alkoholismus. Andrejko ist ein wahrer Held, weil er trotz dieser widrigsten Umstände überlebt.
Typisch für das Leben der beschriebenen Zigeuner ist die Ausgrenzung aus jeder Gesellschaft. Wenig überraschend wird dabei für die meisten Leser sein, dass die Dorf- und Stadtbevölkerung die Zigeuner nicht in ihren Schenken, Straßen und Kirchen sehen wollen, sondern sie allenfalls am Stadt- bzw. Dorfrand tolerieren (ähnlich den Juden). Überraschend für mich war aber, wie gering auch der innere Zusammenhalt der Zigeuner ist. Es scheint keine familiäres Zusammengehörigkeit zu geben und keine zigeunerliche Solidarität. Typisch ist, dass eine Zigeunermutter ihre minderjährigen Kinder zum Betteln oder zur Prostitution in entfernte Großstädte schickt, in der Hoffnung so zu Geld zu kommen und selber ein sorgenarmes Leben zu führen. Keiner der beschriebenen Zigeuner macht jemals den Versuch ein nachhaltiges Leben für sich oder seine Familie aufzubauen. Selbst wenn einer mal zu etwas Geld oder Besitz kommt, nutzt er dies nicht, um etwa ein Gewerbe aufzubauen, ein Stück Land zu kaufen oder ein Haus zu bauen. Vorhandenes Geld wird sofort ausgegeben und sei es für eine überflüssige goldene Armbanduhr, nur um einen Tag lang mal der Reiche zu sein. Die beschriebenen Zigeuner haben auch kein Heimatgefühl und keine Erdverbundenheit. Sie leben dort, wo sie gerade am besten zu Geld kommen und geben sich mit dem zufrieden, was sie vorfinden, sei es nun ein Erdloch oder ein verfallenes Stadthaus.
Die Bilanz dieses Buches heißt: Zigeuner sind nicht sozialisierbar und nicht integrierbar und sie wollen es auch nicht sein.
Vielleicht wird man den Zigeunern am besten gerecht, wenn man sie einfach in Ruhe lässt. Mir fiele dies unglaublich schwer, weil es einfach unerträglich ist ein Kind wie Andrejko so leiden zu sehen. Insofern hat dieses sehr bewegende Buch Traurigkeit und Ratlosigkeit bei mir hinterlassen.
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