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Nicht umsonst lehnt sich der Titel des Buches an Shakespeares Stück "MacBeth" an, denn auch hier geht es um einen ermordeten König, einer Menge Intrigen, einem Thronerben und nebenbei drei Hexen, die eher unfreiwillig in das Geschehen eingreifen.
Zur Story: König Verence wird eines Tages von seinem sonderbaren Cousin Felmet hinterrücks erstochen und stirbt. Fortan geistert er mit eher fragwürdiger Gesellschaft durch die Mauern seines Schlosses und muß wohl oder übel mit den Unannehmlichkeiten des Todseins zurechtkommen.
Sein einziges Ziel ist es, sich an seinem Mörder zu rächen und seinen Sohn, der in letzter Sekunde von den Meuchlern in Sicherheit gebracht werden konnte, auf den Thron zu helfen.
Benannter Sohn fällt zufällig den drei Hexen - der schlagfertigen und eher ungemütlichen Oma Wetterwachs, der verträumten, mit einigen Klischees behafteten Magrat Knoblauch und der stets gut gelaunten Nanny Ogg - in die Hände, die gerade dabei sind eher widerwillig einen Hexenzirkel zu gründen. Mitsamt Krone bringen sie das Kind zu einer herumziehenden Theaterfamilie und glauben sich somit von ihrer Pflicht befreit, haben sie den Thronerben doch außer Landes geschafft und sich somit gleichzeitig aus der Verantwortung gezogen.
Während Herzog Felmet mitsamt seiner gewaltätigen Eherfrau den Thron von Lancre besteigt und das Land zu knechten beginnt, müssen die Hexen aber erkennen, dass sie mit diesem Herrscher nicht gerade das große Los gezogen haben. Wurden sie nämlich noch von ihren früheren Königen geachtet oder wenigstens gefürchtet, so versucht Felmet ihnen mit allen Mitteln das Leben schwer zu machen und ihren Ruf zu zerstören, was ihm dann auch letztlich mit Hilfe seines Narren, einem wortgewandten, aber eher unmotivierten jungen Mann, gelingt. Doch er hat seine Rechnung ohne die drei Hexen gemacht, denn das Schicksal kommt immer wieder auf einen zurück...und gerade auf Hexen!
Die Geschichte ist urkomig. Nicht nur die eigentliche Handlung, die ist für mich eher nebensächlich. Das wirklich Gelungene sind die vielen Anspielungen auf das Dasein einer Scheibenwelt-Hexe, die sich nicht nur auf eben jene, von einer Schildkröte durchs Universum getragene Welt zu gelten scheint.
Immer wieder begegnen uns herrliche Klischees, die in ihrer Dummheit und Engstirnigkeit aufgezeigt werden und nicht nur einmal zeigt Pratchett mit unglaublich tollem Gespühr, was es wirklikch ausmacht eine Hexe zu sein.
So zeigt sich in einer Szene, dass die drei Hexen einen Geist beschwören und dabei mit dem arbeiten müssen, was sie zur Hand haben ( einen Waschtrog und diverse andere hauswirtschaftliche Utensilien ). Die Magie lässt sich hier nicht durch mitternächtliches Tanzen im Mondschein, okulte Riten oder Amulette beschwören, sondern sie ist ständig da und wer sie nutzen will, der muß sie rufen. So sagt jemand an einer Stelle: Du findest die Magie nicht, sie findet dich!
Du entscheidest dich also nicht eine Hexe zu werden, du bist eine Hexe, wenn die Magie entscheidet, dass du ihrer würdig bist. Und so lernen wir mit Junghexe Margrat Knoblauch so langsam, was es bedeutet eine wirkliche Hexe zu sein. Dass es viel schwerer ist, keine Magie zu benutzen, sei es im Alltag oder in schwierigen Situationen; dass sich eine Hexe mit viel Köpfchen, einem losen Mundwerk und viel Optimus gut zur Wehr setzen kann und dass sich Magie nicht die Aufgaben des Schicksals übernehmen sollte.
Das Buch ist jedem zu empfehlen, der eine gelungene, gesellschaftkritische Mischung aus Fantasy und Humor und einen leichten Einstieg in die Scheibenwelt sucht. Dafür ist der Roman bestens geeignet, denn so mancher Neuling bezeichnet es noch heute als guter Einsteigewerk.
Einziger Minuspunkt, der aber gegen die vielen positiven Eindrücke nicht ankommt: Die Übersetzung ist mal wieder an einigen Stellen eher unglücklich gewählt und verfälscht so manchen Witz, aber naja...daran muß man sich als deutscher Pratchett-Leser wohl gewöhnen.
Ansonsten: Kauft euch das Buch, ihr werdet es sicher nicht bereuen!
Dieses Buch ist durchzogen von den klassischen Anspielungen der Scheibenwelt und dem unverkennbaren Pratchett- Humor. Ein weiteres Plus in der Scheibenweltsammlung.
Der sechste Roman führt uns zurück zu den stürmischen Hängen Lancres, denen wir schon in 'Das Erbe des Zauberers' begegnen durften. Das Buch ist, wie zumindest der deutsche Titel schnell vermuten läßt, eine *sehr* seltsame Resonanz auf Shakespeares Theaterstück 'Macbeth'. Macbest ist das erste Buch mit unseren beliebten drei Hexen, wobei hier einmal eine Beschreibung angebracht wäre:Zum einen wäre da Oma Wetterwachs, der wir schon in 'Das Erbe des Zauberers' begegnet sind. Sie ist wahrscheinlich die größte Hexe der Scheibenwelt, obwohl sie ihre magischen Kräfte kaum einsetzt. Sie setzt mehr auf Psikologie, wie sie es nennt. Dann wäre da Nanny Ogg, Mutter von 15 Kindern, deren Familie einen Großteil der Bevölkerung Lancres ausmacht. Sie ist oft ziemlich frivol und hält nichts von der These, Hexen müßten alleine Leben. Und dann wäre da noch Magrat. Sie ist die Jüngste im Bunde und schwört auf Esoterik und okkulte Symbole. Sie ist eine von diesen Personen, denen man in einem 'New Age' Laden massenweise begegnet... ch gehe hier zur Abwechslung einmal nicht auf die Story ein, denn sie ist eigentlich nebensächlich. Im großen und ganzen geht es um einen bösen König, um einen Geist, um einen Thronerben und um das Theater. Das besondere des Buches ist, daß Terry Pratchett hier verstärkt seine Philosophische Seite und seine Einblicke in die Denkprozesse von Menschen preisgibt. Oma Wetterwachs, so gibt Terry auch zu, spricht oft das aus, was er eigentlich denkt. Sie ist der Star und tritt hier weit besser in Erscheinung als noch in 'DEdZ'. Manko des Buches ist die weniger interessante Storyline und die manchmal allzu offensichtlichen Shakespeare Resonanzen. Dies wird sogar für mich deutlich, obwohl ich nie Macbeth gelesen oder im Ganzen gesehen habe. Oma Wetterwachs on it best. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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