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MYSTERIA - Das Tor des Feuers
 
 
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MYSTERIA - Das Tor des Feuers [Gebundene Ausgabe]

Peter Freund
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Peter Freund trifft mit seinen Büchern den Geschmack des jungen Publikums." (DER TAGESSPIEGEL )

"Die Geschichte ist atmosphärisch dicht erzählt und strotzt vor Ideenreichtum und Spannung." (Walliser Bote )

"Die Hauptpersonen, wie Niko, sind perfekt ausgearbeitet. Zwischenmenschliches kommt sehr tiefgreifend zum Tragen. Man liest nicht nur, man fühlt mit, wird tief ins Geschehen hineingezogen. Und das macht ein gutes Buch doch aus, dass man gefangen genommen wird und alles um sich herum vergisst." (literature.de )

Kurzbeschreibung

Fürchte nicht das Feuer – Folge der Verlockung – Tritt durch das Tor

Nikos Herkunft umgab schon immer ein Geheimnis. Er weiß nicht, wer sein Vater ist – und wenn er seine Mutter nach ihm befragt, vermag sie ihm nicht den kleinsten Hinweis zu geben. Als Niko dann auf einem Dachboden einen alten seltsamen Umhang entdeckt, gibt ihm sein Leben so viel Rätsel auf wie nie zuvor: Er legt den Umhang um – und befindet sich urplötzlich in einer fremden Welt. In MYSTERIA, der Welt hinter den Nebeln, leben Menschen und Alwen, Noktaner und Drachen, Gestaltwandler und andere Wesen, von denen Niko noch nie gehört hat. Vor allem aber lebt in MYSTERIA ein grausamer Herrscher, der Niko mit all seiner schwarzen Gewalt zu zerstören versucht. Nur wenn Niko das legendenumwobene Tor des Feuers findet, wird er sein Leben retten können. Je näher der Junge dem Zentrum der dunklen Macht kommt, umso näher kommt er auch seinem eigenen Geheimnis ...

• MYSTERIA – eine atemberaubende Fantasy-Welt voller Gefahren und Geheimnisse
• Spannung, Action, überraschende Wendungen – und ein wunderbarer Protagonist auf der Suche nach seiner eigenen Bestimmung

Klappentext

"Laura - Superstar. Ein cooles Mädchen gegen den Rest der bösen Welt - Knister-Spannung für Familien & Co."
Bildwoche Hamburg

"Was Harry Potter kann, kann Laura auch."
FOCUS

"Laura kämpft gegen das Böse. Ein wunderschönes Buch!"
Bild am Sonntag

Über den Autor

Peter Freund ist seit 1980 in der Film- und Fernsehbranche tätig und lebt und arbeitet in Berlin. Schon seit Ende der 80er-Jahre hat er neben Drehbüchern für Filme und Serien immer wieder auch Romane und Geschichten geschrieben und veröffentlicht. Sein bisher größter Erfolg ist die »Laura Leander«-Reihe, die Kinder wie Erwachsene begeistert, die Bestsellerlisten stürmt, in neunzehn Sprachen übersetzt und in zweiundzwanzig Ländern weltweit veröffentlicht wurde.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Dunkelheit hatte sich über das Land gesenkt. Dickbauchige Wolken zogen wie die schwer beladenen Schiffe einer Geisterflotte über den nächtlichen Himmel und gossen ihre Regenlast auf die fast unabsehbar weite Hochebene. Ein eisiger Wind heulte und peitschte die dicken Wasserschnüre wütend vor sich her. Wetterleuchten erhellte eine schroffe Hügelkette, die am fernen Horizont gerade noch zu erkennen war. Dumpf und drohend grollte der Donner darüber.
Die Frau schien all das nicht einmal zu bemerken. In einen einfachen Umhang gehüllt, der schwer und schwarz war vom Regen, stürmte sie durch die Nacht, als wäre eine Legion von Dämonen hinter ihr her. Ihr halblanges Haar klebte wie ein nasses Tuch an ihrem Kopf. Furcht verzerrte ihr schmales, blasses Gesicht. Ihre mädchenhaften Züge verrieten, dass sie noch recht jung sein musste: Fünfundzwanzig Sommer hatte sie höchstens erlebt, wenn nicht sogar weniger. Während sie wie ein gehetztes Tier dahinjagte, suchte ihr flackernder Blick das kniehohe Gras, das das Ödland bedeckte, nach Hindernissen ab. Nicht auszudenken, wenn sie jetzt straucheln und zu Fall kommen würde!
Mit einem Mal flog ihr Kopf ruckartig herum. Die blauen Augen zu schmalen Schlitzen zusammengekniffen, spähte sie ängstlich über die Schulter, um nach Verfolgern Ausschau zu halten. In der Düsternis, die sich hinter ihr ausbreitete, war jedoch niemand zu erkennen - weder Berittene, die Jagd auf sie machten, noch andere gefährliche Wesen. Als selbst aus weiter Ferne keinerlei verdächtige Geräusche an ihr Ohr drangen, verharrte sie und rang keuchend nach Atem. Wie eine Ertrinkende schnappte sie nach der feuchten Nachtluft - so lange, bis ihr jagender Puls sich ein wenig beruhigte. Das hämmernde Pochen in ihrer Brust wurde regelmäßiger und leiser, bis es fast gänzlich verebbte. Die Andeutung eines Lächelns huschte nun um ihre Lippen, während ihr Blick das unförmige Bündel suchte, das sie mit beiden Händen so fest an sich gedrückt hielt, als sei es ein kostbarer Schatz. Schon im nächsten Moment aber schreckte die junge Frau erneut zusammen. Panik durchzuckte ihr regennasses Gesicht, und sprunghaft hastete sie weiter, schneller und gehetzter noch als zuvor.
Der Regen wurde stärker, das Grollen des Donners bedrohlicher und das Leuchten am Himmel kam ständig näher. Die Flüchtende verschwendete keinen Blick an die unverkennbaren Zeichen der Elemente. Das in Leinentücher gehüllte Bündel fest an sich gepresst, stürmte sie die kleine Anhöhe hinauf, die sich vor ihr erhob. Nur wenige Augenblicke später war sie auf dem höchsten Punkt der Kuppe angekommen. Erneut machte sie halt und spähte hinunter in die regenverschleierte Senke. Nichts.
Es war absolut nichts zu sehen.
Die Frau schluckte. Ihre Augen flackerten beunruhigt. Kein Wort kam über ihre vor Kälte zitternden Lippen, doch ihre Miene verriet, was sie bewegte: Hatte sie sich verirrt? War sie vom richtigen Weg abgekommen - vom einzigen, der Rettung versprach? Dabei hatte sie den geheimen Pfad, der zum Nebeltor führte, schon häufig beschritten. Auch Nelwyn hatte ihn ihr noch einmal eindringlich beschrieben, als er sie vor wenigen Stunden zur hastigen Flucht gedrängt hatte. Den Meuchlern sollte sie entkommen - Dhrago, diesem feigen Verräter, und Rhogarr von Khelm, dem ruchlosen Herrscher der Marschmark! Sie hatte die Anweisungen des Königs peinlich genau befolgt und bislang auch alle vertrauten Wegzeichen passiert. Warum also war noch immer nicht die geringste Spur vom Nebeltor zu erkennen?
Verzweiflung überwältigte die junge Frau, spülte urplötzlich in ihr empor wie eine mächtige schwarze Woge. Was, wenn sie das Tor niemals mehr finden würde? Wenn es sich auf ewig vor ihr verschlossen hätte? Doch gerade als diese dunklen Gedanken sie angriffen wie eine messerscharfe Waffe, erblickte die Frau ein geheimnisvolles Leuchten am jenseitigen Rand der vor ihr liegenden Senke. Eine Wolke zeichnete sich dort im strömenden Regen ab - blaugrau schimmernd, mit fließenden Konturen - das Nebeltor!
Die Züge der jungen Frau entspannten sich, ein Leuchten erhellte ihre Augen. Ihr Mund verzog sich zu einem schüchternen Lächeln, während sie sich nach vorne über das Bündel beugte. Ihre Lippen formten beruhigende Worte. »Gleich haben wir es geschafft, mein Liebling«, flüsterte sie sanft. »Gleich sind wir in Sicherheit und niemand kann uns mehr etwas anhaben.«
Ein Geräusch in ihrem Rücken ließ sie jäh herumfahren. Sie hob den Kopf, hielt den Atem an und lauschte.
Nichts.
Wieder war absolut nichts zu hören.
Nur das unablässige Rauschen des Regens und das Grollen des immer näher kommenden Gewitters. Und dennoch spürte sie, dass etwas in ihrer Nähe war. Etwas Unheimliches, Unerklärliches, noch immer Unsichtbares.
Nach einem letzten Blick über ihre Schulter stürmte die Frau wieder los, lief den Hügel hinab und hielt auf die fahle Dunstglocke zu, die wie ein geheimnisvolles Versprechen hinter dem dichten Regenvorhang aufschimmerte.
Der wabernde Lichtkokon wurde mit jedem Schritt größer, bis schließlich ein mächtiger Kegel aus leuchtendem Nebel vor der Flüchtenden aufragte. Aber jetzt - ausgerechnet jetzt - zögerte die Frau. Unmittelbar vor dem dunstigen Gebilde hielt sie an und betrachtete es mit klopfendem Herzen. Furcht und Erleichterung durchfluteten sie. Erleichterung, weil sie die rettende Pforte endlich erreicht hatte, und Furcht, weil sie nicht wusste, was sie dahinter erwartete. Und dennoch, sie hatte keine andere Wahl. Der Augenblick war gekommen. Dies war das Nebeltor - und wenn sie ihr Leben retten wollte, musste sie es durchschreiten.
Die Frau atmete tief durch und setzte schon zum letzten Schritt an, als mit einem Mal ein Blitz den Regenvorhang zerriss und direkt neben ihr in den Boden fuhr. Der gewaltige Donnerschlag bohrte sich gleichzeitig wie ein heißes Schwert in ihre Trommelfelle und drohte sie zu zerreißen. Die Frau krümmte sich zusammen und schloss instinktiv die Lider vor der gleißenden Helligkeit. Als das Dröhnen in ihrem Kopf sich endlich legte, war alles still um sie herum. Kein Laut war mehr zu hören. Selbst das Rauschen des Regens war verstummt. Überrascht richtete sie sich auf und öffnete die Augen.
Seltsam: Das Unwetter war schlagartig verstummt und das Gewitter hatte sich verzogen. Noch während die Frau sich darüber wunderte, erblickte sie den Wanderer.
Er stand direkt vor ihr, wie ein Schatten im Dunkel der Nacht. In seiner linken Hand hielt er einen großen Stock aus Eichenholz, der ihn um mehr als Haupteslänge überragte. Ein grauer Umhang verhüllte seinen gedrungenen Körper fast zur Gänze.
Eine Kapuze bedeckte sein Haupt, die bis weit in die Stirn reichte, sodass sein Gesicht kaum zu erkennen war. Nur das unwirkliche Grün seiner Augen flackerte darin auf, als er die Frau ansprach. Seine Stimme war überraschend sanft und gütig und klang beinahe beschwörend.
»Fürchte dich nicht«, sagte der Wanderer, »denn mächtige Verbündete stehen auf deiner Seite.
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