Worum geht es:
Der Klappentext des Buches, beschreibt eigentlich schon ziemlich genau worum es in dem Buch geht, so dass ich dem nicht mehr viel hinzuzufügen habe. Lolle und ihre beiden besten Freundinnen Hilde und Radieschen fliehen von ihrem heimatlichem Hof, gemeinsam mit Lolles (Ex-) Stier und der Kuh Susi, die quasi für diesen Zustand verantwortlich ist. Denn auf sie wartet eigentlich nur noch der Schlachter. Wie schön muss es dann in diesem Land sein, Indien, von dem Giacomo der italienische Kater so schwärmt. Für Kühe sei dies ein Paradies, und so weit kann es ja nicht entfernt sein. 3 Tage, vielleicht auch 4, aber definitiv irgendwo hinter dem Wald am Ende der Weide.
Meine Meinung:
Leider muss ich sagen, dass mir dieses Buch sehr viel weniger gefallen hat, als David Safiers erster Roman "Mieses Karma". Der Witz, intelligenter Humor, den man in seinem Debütwerk fand, sucht man hier nämlich leider vergeblich. Ich konnte während des gesamten Buches kein einziges Mal lachen, nicht einmal wirklich schmunzeln. Das höchste der Gefühle war noch ein Zucken meiner Mundwinkel, bei den bissigen Antworten von Hilde, und den Sätzen der unheimlich putzigen Radieschen. Ansonsten allerdings war es mehr eine Aneinanderreihung von flachen Witzen, und ausgelutschten Sprüchen. Das ganze wirkte auf mich mehr gezwungen als durchdacht, ganz so, als ob Herr Safier sich jeden halbwegs amüsanten Spruch von mittelmäßigen Stand-Up-Comedians aufgeschrieben hat, und an den unmöglichsten Stellen eingebaut hat.
Was mir jedoch gut gefallen hat, war die Botschaft der Geschichte. Es geht nicht nur um ein lustiges Geschichten von 5 Kühen, die die Welt erkunden, sondern es geht um die Suche nach dem Glück. Darum was es heißt, glücklich zu sein, und dass es nicht bedeutet seine Träume ohne Abstriche zu erfüllen. Viele Stellen habe ich mehrfach gelesen, weil mir die Sätze so gut gefallen haben. Klar, die könnten so teilweise auch auf Postkarten mit Steinen und Sternen im Hintergrund stehen, aber sie regen zum Nachdenken an. Sehr schön!
Die Handlung ist okay. Man weiß ja von vornherein, dass das alles andere als real ist und so niemals passieren könnte- mal ganz davon abgesehen, dass die Kühe sprechen und denken (aber wer weiß das schon ^^ ), aber wer tatsächlich kritisiert, dass Kühe nicht aus fahrenden Zügen ins Wasser springen, oder sich in Schiffscontainer schleichen, hat das Buch wohl nicht verstanden. Man muss sich darauf einlassen können, und dann ist es auch ein ganz nettes, kurzweiliges Buch, dass mir jedoch wahrscheinlich nicht sehr lange gut im Gedächtnis bleiben wird.