- Sommer-Special: Laden Sie jetzt für kurze Zeit den Langnese-Song "So schmeckt der Sommer", gesungen von Cassandra Steen, in voller Länge herunter.
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Man merkt den Songs trotzdem ihre Vergangenheit an - anders arrangiert könnten diese sehr wohl an ihr altes Material anknüpfen. Die Lieder haben Seele, haben Beat (der allerdings nicht aus dem Drumcomputer kommt!).
Rein musikalisch nichts für Leute, die sich eine Hip-Hop etc. Scheibe holen wollen. Aber doch ist diese CD einzigartig und zu empfehlen, aus hauptsächlich zwei Gründen:
1. Endlich jemand der Mut beweist und gegen gängige Klischees und Erwartungen das Risiko eingeht (auch das finanzielle!) sich als Künstler ganz anders auszudrücken, und gerade so authentisch bleibt.
2. Lieder und Texte mit Seele, zum abschalten und relaxen, zum sich berühren lassen von den spirituellen Erfahrungen von denen Lauryn Hill singt.
Es gibt wichtigeres als Musik. Nur wenige vermitteln das mit Musik so tief, wie Lauryn Hill. "Listen to the words, not only the music." So sagt sie. 5 Punkte und dann sind 5 Punkte mehr als gerechtfertigt.
Bei diesem Album handelt es sich um alles andere als einen gewöhnlichen Follow-Up zu einem Multi-Platin Erstlingswerk ("The Miseducation of Lauryn Hill"). Einige der Songs wie zum Beispiel "Oh Jerusalem" dauern schon mal 8 Minuten, sind dafür jedoch ein echtes Erlebnis.
Die Texte sind von unglaublicher Tiefe, die Melodien sind atemberaubend und Lauryns Gitarrenspiel bildet die ideale Untermalung dafür. Sicherlich, einige mögen die unandlichen Songs kritisieren, Lauryns rauhe Stimme, die zeitweise aussetzt, abtun und ihr Gitarrenspiel belächeln, doch dies alles ändert nichts an der Tatsache, dass auf diesem Album 13 unglaublich "Rohschnitte" von wunderschönen Songs zu hören sind.
Desweiteren beeindruckt die Ehrlichkeit und Offenheit, mit der Lauryn Hill zwischen den Songs in den "Interludes" mit ihren Zuhörern redet. Sie berichtet von ihrer tiefen, inneren Wandlung, ihrer Liebe zu Rohan Marley und nicht zuletzt zu Gott. Genau um diese Themen geht es auch in dem Song "Peace Of Mind", den voll emotionalsten Stück des Albums, bei dem Lauryn gegen Ende in Tränen ausbricht.
Dieses Album sollte sich wirklich jeder zulegen, der die gewöhnlichen Mainstram-Platten satt hat, voraussgesetzt er kann darüber hinwegsehen, dass manche der Songs mit ähnlichen Akkorden gespielt sind und sich daher instrumental sehr ähneln.
Darüber trösten aber die interessanten und zum Teil lustigen "Interludes" wahrlich hinweg...
"Everything that is not changing is dead..." - lauryn hill
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