Der Mediaplayer ist einer der billigsten am Markt.
Und genau an diesem Preis hat man die Ansprüche zu messen.
Zuallererst: Festplatten und USB-Sticks müssen mit FAT oder FAT32 formatiert sein um erkannt zu werden. Und zwar die erste Partition. NTFS-Festplatten werden nicht erkannt.
Meine Detailbewertung: Das Gerät kann erstaunlich gut mit den gängigen Video-, Audio- und Bildformaten umgehen. Natürlich dauert das Einlesen einer großen Festplatte seine Zeit. Auch das Konvertieren von Medien, nicht nur mit beiliegender Software, ist zeitaufwändig. Das sind aber Gegebenheiten der Technik, da kann der Mediaplayer nix für.
Die Installation funktioniert gut, wenn man weiß dass zB, die SVideobuchse gelb ist, Weiß und Rot die Audioausgänge dazugehören, oder die etwas anders geformten Blau-Rot-Grünen Anschlüsse der sogenannte Komponentenausgang ist. Hier verschweigt sich die Bedienungsanleitung leider, anscheinend setzt man voraus dass dies in den USA, wo es den unsäglichen Scart-Anschluss nicht gibt, jedermann weiß.
Dann noch PAL auswählen (Standard ist NTSC), "Language" auf Deutsch stellen und gut ist es.
Die Bildqualität der Videos ist wie gesagt erstaunlich gut, der Ausgang kommt mit HD-ready-Bildschirmen gut zurecht. Auch Vorlauf-Rücklauf funktioniert.
Zum Betrachten der Fotos gibt es zwar Slideshow mit Überblendfunktionen, rasches Weiterschalten ist aber nicht möglich (bleibt nur der Auswahlbrowser), somit mindestens 5 Sekunden wartezeit pro Photo. Hier wäre mit einfachen Softwaremitteln mehr herauszuholen.
Auch Musik (mp3 getestet) wird brav abgespielt, inkl. Wiederholfunktionen.
Natürlich ist die Fernbedienung winzig und durch die "Semi-Folientastatur" wenig bedienerfreundlich, allerdings reicht sie 4 Meter, wenn das Grundgerät richtig steht. Eventuell ist es hilfreich, die scheckkartengroße FB mittels doppelseitigem Klebeband hinten auf eine größere FB zu kleben. Dass die Lautstärkeknöpfe +/- vertauscht sind ist eine kleine Dummheit, zumeist regelt man dies aber am TV-Gerät selbst. Wichtiger ist dass die MUTE-Taste funktioniert.
Weiterer Punkteabzug rührt von der Tatsache, dass es gelegentlich (eventuell wenn man während der kurzen Startphase zu ungeduldig ist und an der FB herumdrückt) zu "aufhängern" kommt, die nur durch Aus/einschalten zu beheben sind.
Größter Nachteil im Betrieb ist aber die kümmerliche Menüführung: wer eine Vielzahl an Dateien durchsucht kann nicht mit auf 12 (zwölf) Zeichen begrenzten Namen arbeiten, das erinnert an schlimmste DOS-Zeiten.
Wer mit diesen Schwächen leben kann bekommnt für wenih Geld einen minimalistischen Player mit guten Abspielqualität und Formatkompatiblität.