Mittlerweile gibt es schon die nächste Generation dieses Gehäusemodells. Neben kleinen Verbesserungen bei der Verarbeitung (Staubfilter vorne, edle Lackierung außen und innen, dickere Bleche) ist jetzt einer der drei frontseitigen USB-Buchsen für USB 3.0 ausgelegt. Das gibt es bisher nur bei einer handvoll Midi-Gehäusen, und damit kann schon jetzt eine USB 3.0-Leitung per Kabel durch das Gehäuse durchgeführt und außen an der Rückwand an die USB 3.0-Buchse der Hauptplatine angesteckt werden. Sobald entsprechende Mainboards verfügbar sind, kann der vordere USB 3-Anschluss direkt mit der internen Schnittstelle verbunden werden.
Die Frontanschlüsse (USB, eSATA, Kopfhörer, Mikrofon) machen so manche Multifunktionsblende überflüssig und sind ergonomisch vorne oben angebracht. Bei anderen Gehäusen findet man sie ja oft halbhoch oder gar unten, was ziemliche Verrenkungen erfordert. Neben den praktischen Anschlussbuchsen bietet das CA-0300 mit fünf externen Einschüben und sechs internen genug Platz für Brenner, Festplatten, Audio-Interfaces und was man sonst noch so in einen PC einbauen kann. Gummiplättchen zur Schallentkoppelung werden mitgeliefert - eine Seltenheit in dieser Preisklasse.
Die Befestigungen mit Schrauben sind solide und leichtgängig. Werkzeuglose Haltevorrichtungen wird nur der vermissen, der das Gehäuse alle paar Wochen öffnet. Die haben außerdem den Nachteil, dass sie zum Klappern neigen. Das CA-0300 ist nicht 100%-ig verwindungsfest, dafür um 1-2 kg leichter als die Konkurrenz mit dicken Blechen.
Mit dieser Ausstattung ist das für Spiele-PCs konzipierte MS-Tech-Gehäuse auch für Nicht-Gamer interessant, die einen geräuscharmen Allround-Rechner betreiben wollen. Das Lochgitter an der Vorderseite macht das Gehäuse zwar etwas hellhörig, aber das ist bei halbwegs leisen Komponenten unkritisch (stromsparende Prozessoren in 45nm oder 32nm-Fertigung mit Grafikkern wie z.B. den Core i3 bzw. i5, leise Festplatten mit 5400 U/Min, Verzicht auf Hochleistungs-Grafikkarten). Die drei mitgelieferten Lüfter vorne, seitlich und hinten surren nicht störend, aber doch hörbar. Ich habe sie ausgebaut - auch für Ungeübte kinderleicht - und bei mir kühlt jetzt nur mehr der riesige Prozessorlüfter und der Netzteillüfter - absolut lautlos! Da ich keine Hochleistungs-Grafikkarte für Spiele verbaut habe, ist das kein Problem. Wer Zusatzküfter einsetzen will, kann das Lüftungsgitter an der Vorderfront mit einer schwarzen Dämmmatte abdichten.
Die MS-Tech Modelle Hornet, Raptor, Stingray, Viper sind baugleich und unterscheiden sich nur durch die Farbe der Lüfterbeleuchtung an der Vorderseite. Alles in allem kann man sagen, dass man zu diesem Preis kaum ein Gehäuse finden wird, dass so gut ausgestattet und verarbeitet und noch dazu so kompakt und schick ist.