Mein erster Wanderrucksack; gekauft aufgrund der vielen positiven Rezensionen hier auf Amazon.
Bin mit dem Rucksack 11 Tage in Osteuropa unterwegs gewesen. Meistens diente er nur als mobiles Zuhause für das Transportieren von Klamotten u.ä. beim Wechsel zwischen Städten und Herbergen.
Da wir allerdings auch 3 Nächte auf einem Zeltplatz eingeplant hatten, führte ich im Rucksack sowohl mein Zelt (das Grand Canyon Ein-Mann-Zelt; wer zum Vergleich die Maße wissen, will kann es hier bei Amazon nachsehen, der Artikel wird hier geführt), einen Schlafsack und eine zusammengerollte Isomatte mit.
Leider kommt mit dem Rucksack keine "Taschenkarte" - wir waren drei Leute, jeder hatte diesen Rucksack, und jeder fand regelmäßig ein neues Fach oder eine neue Tasche die irgendwo in einem Innenraum angebracht war, von der die anderen beiden noch nichts wussten. Entsprechend großzügig ist der Stauraum bemessen, und es passt alles rein.
Meine Beladung war wie folgt:
Untere Tasche: 2 Zeltplanen, 1 Set Heringe, Erste-Hilfe-Täschchen, Schlafsack. Bei richtiger Anordnung war sogar noch Platz für etwas mehr, Kleinkram hätte hier problemlos in die Lücken gepasst.
Die untere Tasche ist vom großen Hauptstauraum durch eine Plastikdecke abgetrennt, die man dank eines innen angebrachten Reißverschlusses an beiden Rucksackinnenseiten zum Hauptraum hin öffnen kann. Hier habe ich auf der einen Seite das "Loch" erweitert, um die lange Stützstange des Zeltes unterzubringen (sie reichte als vom Hauptraum bis hinunter ans Ende der unteren Tasche); auf der anderen Seite löste ich die Zwischendecke etwas weiter, und schon passte meine Isomatte durch den Hauptraum hinunter bis ins untere Ende und schaute nicht mehr oben heraus. (d.h. ich habe sie nicht, wie auch probmelos möglich gewesen wäre, außen am Rucksack in den Klettverschlussschlaufen angebracht - es wäre also potentiell noch mehr Staurraum vorhanden, siehe unten).
Nachdem die Unterkunft im Rucksack verpackt war, hatte ich noch mehr als genügend Platz für weitere Dinge: ein großes Badetuch, eine lange Trekkinghose, ein Paar Laufschuhe (gestopft mit 8 Paar Socken), Feldbesteck, Badelatschen, 5 Boxershorts, zwei Kurze Hosen, eine handvoll Tshirts, eine Packung Haferflocken, oben drauf noch Reiseführerbücher und anderer Kram. Nachdem mein großer Hoodie rein kam, war dann auch langsam die Hauptkammer gefüllt.
Der Spaß ging aber weiter - nun konnt man die obere Lasche, die auf dem Hauptraum aufliegt, noch mit Kram füllen, und eine weitere Innentasche für Kram wie Taschenmesser, Nähzeug uvm. ist auch noch vorhanden.
Der Rucksack bietet zudem links und rechts an den Seiten jeweils eine große Außentasche, in welche ich prima je einen Kanister mit 2L Trinkwasser packen konnte.
Es gibt Schlaufen für Schnüre und Karabiner.
Die Regenschutzplane kann an der Unterseite des Rucksacks herausgeholt werden, ohne den Rucksack ausziehen zu müssen - wenn also jemand da ist, um sie über den Rucksack zu streifen, kann man sich sehr bequem gegen Regen absichern.
Bei einem 30km Marsch durch die Pampa wog der Rucksack am Ende um die 20kg, und hat sich bewährt. Keine gerissenen Nähte, keine aufgeplatzten Taschen, keine zerfranzten Fasern oder andere strukturelle Fehler. Dasselbe gilt für meine beiden Freunde, die mit ihren Rucksäcken gerade anderweitig umhertingeln. Meine Schultern waren den Umständen entsprechend zwar Abends steif, aber das schiebe ich auf die lange Tragedauer und nicht, weil der Rucksack umbequem aufliegt - ganz im Gegenteil. Man kann die Tragegurte vielfältig einstellen, umstellen etc.
Einziges Sorgenkind ist für mich die Lasche, welche das Schulterriemensegment, an dem der Rucksack dann auch hängt, mit der eigentlichen Rucksackstruktur verbindet. Dies geschieht durch einen Klettverschluss, da man das ganze Teil auf die Körpergröße entsprechend in der Höhe am Rucksack verstellen kann. Hier lösten sich nach ca. einer Woche täglichen Umherlatschens kleine Plastikhäkchen, welche von der einen Seite des Klettverschlusses stammen, und fanden sich ab und an auf meinem Tshirt. Es sieht zwar nicht so aus, als würde es nun auseinanderfallen oder irgendwie locker sein, aber es erscheint mir als ein möglicher Schwachpunkt in der Gesamtkonstruktion, welcher bei entsprechender Dauerbelastung ein Problem werden könnte.
Nichtsdestotrotz würde ich den Rucksack bedenkenlos weiterempfehlen und jederzeit wieder kaufen, der kann was!